Der April ist für uns ein ganzer besonderer Monat: es ist der Geburtstagsmonat von wepodit. Unsere Agentur ist mittlerweile fünf Jahre alt! Passend dazu zieht sich die Zahl 5 auch durch die aktuelle Season unserer Podcast Roadmap. Welche fünf Learnings ziehen wir aus fünf Jahren Podcast Agentur, ohne welche fünf Tools würden wir keinen neuen Podcast starten und was es unbedingt für eine gute Klangqualität braucht….Podcast-Wissen in 5er Nuggets findet ihr hier!
Vor fünf Jahren, am 13.4.2021 ist wepodit gegründet worden. Seitdem hat sich unglaublich viel getan – wir blicken mit Stolz auf die letzten Jahre zurück, in denen wir uns erfolgreich zur ersten Anlaufstelle für Corporate Podcasts entwickelt haben. Natürlich gehören zu jedem Entwicklungsprozess aber auch Herausforderungen und daraus wiederum entsteht ein Erfahrungsschatz, den wir gerne mit euch teilen möchten.
Fünf Learnings aus fünf Jahren wepodit
1. Man kann (fast) alles lernen!
Geschäftsführerin Eva Waldenberger kommt ursprünglich aus dem Influencer- und Social Media Marketing und hatte zumindest beruflich bis vor fünf Jahren gar nichts mit Podcasts zu tun. Also weder mit Schnitt, noch mit Mastering, noch mit allen anderen wichtigen Schritten in der Podcast-Produktion. Was sie aber definitiv schon immer hatte, das war eine große Leidenschaft für Podcasts. Erstes Learning aus den fünf Jahren ist daher: Man kann fast alles lernen, wenn man möchte und für ein Thema brennt.
2.Größer bedeutet nicht unbedingt besser
wepodit ist klein gestartet – unsere Gründerin Eva hatte zu Beginn operativ nur zwei geringfügige Mitarbeiter:innen (die übrigens beide bis heute im Team sind). Damals war Evas Denken noch geprägt von „Je größer, desto besser“. Mittlerweile ist das wepodit-Team auf neun Personen angewachsen und diese Größe fühlt sich genau richtig an. Unser Anspruch, nur um der Größe willen zu wachsen, hat sich relativiert. In den nächsten Jahren geht es für uns vielmehr darum, Prozesse weiter zu optimieren, um noch effizienter zu werden und gleichzeitig die Qualität für unsere Kund:innen stets an oberste Stelle zu setzen. Rückblickend hat sich, was den Workflow betrifft, sehr viel verändert: heute kann jeder im Team jeden jederzeit vertreten, weil sämtliche Strukturen, Zuständigkeiten und Prozesse klar geregelt und relativ personenunabhängig sind. Wir sind somit heute viel etablierter, professionalisierter als zu Beginn – was auch logisch ist, weil sich Prozesse natürlich erst mit der Zeit entwickeln und entsprechend einspielen.
3. Die beste Idee ist nur so stark wie der Antrieb dahinter
Insgesamt 60 Corporate Podcasts und 30 Eigene Shows durften wir als wepodit in den letzten fünf Jahren bereits begleiten. Eine unglaublich tolle Zahl – und was wir dabei festgestellt haben, ist, dass es zwar viele coole Podcast-Konzepte und Unternehmen gibt, wo wir uns auf den ersten Blick gedacht haben: „Wow, die sind für einen Podcast prädestiniert, da passt die Geschichte, da passt das Produkt, etc“
Und dann hat aber beispielsweise die Person dahinter nicht gepasst, die das Projekt betreut hat. Hier kann dann auch das größte Potential schnell mal verloren gehen.Umgekehrt hat es auch Unternehmen gegeben, wo wir uns gedacht haben: „Naja, mal schauen, hier sind Geschäftsumfeld und Produkt nicht wahnsinnig sexy“. Aber genau solche Corporates haben uns dann oft auch sehr überrascht – weil da Personen im Hintergrund waren, die das nötige Feuer für das Projekt mitgebracht haben. Und wo dann auch die Interviewgäst:innen mit einer solchen Leidenschaft von ihren beruflichen Welten erzählt haben, dass wir einfach nur geflasht waren. Learning Nummer 3 ist also: Nicht vorschnell urteilen. Hauptsächlich geht es um die Motivation, mit der ein Projekt oder eine Idee auch von Unternehmensseite her vorangetrieben wird. Wenn der Antrieb stimmt, dann stimmt auch das Podcast Produkt.
4.Podcasts sind kein Trend, sondern fixer Bestandteil in der digitalen Kommunikation.
Immer mehr Unternehmen haben in den letzten fünf Jahren das Potenzial von Corporate Podcasts für sich entdeckt. Podcasts sind mittlerweile zur akustischen Visitenkarte eines Unternehmens geworden und fixer Teil der Unternehmenskommunikation, egal ob in der externen oder auch internen Kommunikation. Und es ist für uns sehr schön zu sehen, dass das nicht nur eine Illusion ist, die wir uns im Agenturalltag erzählen, sondern mittlerweile die Realität. Wir merken auch, wie lange im Vorhinein Podcasts auch bereits geplant werden. Beispielsweise schon jetzt für Firmen-Jubiläen, die 2027 oder 2028 stattfinden sollen. Und wir finden es schön, Teil davon sein zu dürfen.
5. Es ist nie zu spät, einen Corporate Podcast zu starten!
Immer wieder werden wir mit Bedenken konfrontiert, ob es denn bereits „zu spät“ sei, einen Podcast zu starten, „weil es ja schon so viele Podcasts gibt“. Witzigerweise fragt sich das aber kein Mensch bei Büchern, bei Serien oder sonstigen digitalen Medien, von denen ja auch eine Vielzahl existiert. Wie immer gilt auch in diesem Fall: wenn ihr eine Leidenschaft für ein bestimmtes Thema habt und/oder im Rahmen eurer Unternehmenskommunikation Potenzial seht, dann zahlt es sich auch im Jahr 2026 definitiv aus, einen Corporate Podcast zu starten.
Fazit
Soweit zu den wichtigsten allgemeinen Learnings aus fünf Jahren wepodit. Entscheidend für die Podcast-Produktion sind aber natürlich auch die Tools, mit denen wir tagtäglich arbeiten. Und da hat sich in den letzten Jahren ebenfalls rauskristallisiert, welche Programme bei uns im Workflow am besten funktionieren. Auch diese fünf möchten wir gerne mit euch teilen!
Fünf Tools, ohne die wir bei wepodit keinen Podcast mehr produzieren würden
1. Reaper & Audio-Plugins: unsere „go to“ Software für den Audio-Feinschliff
Reaper ist unser Must Have für alle Podcasts, die wir in der Post Produktion bearbeiten. Wer Podcasts wirklich professionell produzieren möchte, braucht eine Audio Software, die sämtlichen tontechnischen Ansprüchen gerecht wird. Was uns bei Reaper überzeugt, ist, dass sich die Software individuell an unseren Workflow anpassen lässt. So können wir uns für wiederkehrende Formate ein Setup bauen: Intros, Outros und vorbereitete Spuren lassen sich direkt in Vorlagen hinterlegen, sodass wir nicht jede Episode wieder bei Null starten müssen. Dazu kommt ein Punkt, der bei Tools natürlich auch nicht unwichtig ist: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Reaper ist im Vergleich zu vielen anderen DAWs erstaunlich günstig und trotzdem absolut professionell einsetzbar. Richtig interessant wird REAPER aber für uns vor allem durch die passenden Plugins. Sie sorgen dafür, dass aus einer rohen Aufnahme am Ende ein Podcast wird, der angenehm klingt. Besonders wichtig sind dabei für uns:
- EQs, um störende Frequenzen zu entfernen und Stimmen klarer klingen zu lassen
- Kompressoren, um Lautstärkeunterschiede auszugleichen
- De-Esser, um harte S-Laute abzumildern
- Noise Reduction, vor allem bei Remote-Aufnahmen
- Limiter, für den letzten Feinschliff im Mastering
Der Unterschied zu „einfachen“ Schnittprogrammen ist definitiv hörbar. Tools wie GarageBand oder Audacity sind absolut okay für den Einstieg. Wenn ihr aber mehr Kontrolle über Sound, Dynamik und Gesamtqualität haben wollt, dann braucht ihr früher oder später mehr als nur ein Tool zum Schneiden.
2. Podigee: Unsere Schaltzentrale für Veröffentlichung und Distribution
Sobald eine Folge fertig produziert ist, wollen wir sie natürlich für unsere Kund:innen veröffentlichen. Und zwar idealerweise nicht auf fünf Plattformen einzeln, sondern an einen zentralen Ort. Genau dafür ist ein Podcast-Hoster da. Wir nutzen hier seit Beginn Podigee und sind mit diesem Tool sehr zufrieden. Mit Podigee lassen sich Podcasts zentral verwalten, veröffentlichen und ausspielen. Wir kümmern uns im Hintergrund um Cover, Shownotes sowie alle grundlegenden Podcast-Infos. Dann können wir die Episoden zur Veröffentlichung einplanen. Der große Vorteil ist eben: Alle Podcasts werden zentral eingepflegt und anschließend automatisch an Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts verteilt. Das spart Zeit, reduziert Fehler und macht den gesamten Veröffentlichungsprozess für uns deutlich entspannter. Auch wenn im Nachhinein noch etwas adaptiert werden muss, reicht eine zentrale Änderung auf Podigee und diese wird automatisch an Spotify und Co. weitergegeben. Zudem liefert uns Podigee auch die wichtigsten Daten zur Performance der Podcasts: wie entwickeln sich die Downloads und Streams, welche Folgen performen besonders gut, wo müssen vielleicht noch Adaptierungen vorgenommen werden? Das sind alles wesentliche Infos für die Erfolgsmessung.
3.Descript: Wenn aus Audio plötzlich ganz viel Content wird
Eine Podcast Episode liefert ja jede Menge spannenden Content, beispielsweise für Social Media Posts, für Blogartikel, etc. Ein Tool, das für uns hier ziemlich hilfreich ist, um die Audio-Spur rasch weiterzuverarbeiten ist Descript. Wir können damit gesprochene Inhalte in Text umwandeln und sie als Grundlage für weitere Formate nutzen. Das spart Zeit und macht es leichter, aus einer Podcast-Folge möglichst viel herauszuholen. Gerade auch für die Erstellung von Shownotes, Titeln oder Social-Media-Content nutzen wir Descript sehr gern. Da wir für unsere Kund:innen auch Social Media Snippets erstellen, ist für uns auch das Thema Untertitel extrem wichtig. Auch die können wir ganz easy über Descript erstellen.
4.Dropbox und CMS: Ohne gutes Datenmanagement wird’s schnell chaotisch
Bei uns arbeiten meist zwei bis drei Personen an der Produktion einer einzelnen Podcast-Episode. Umso wichtiger ist es natürlich, dass wir dabei teamintern die Übersicht behalten. Denn selbst die beste Folge bringt uns wenig, wenn Dateien plötzlich an fünf verschiedenen Orten liegen, wir Versionen verwechseln oder niemand mehr weiß, wie der aktuelle Stand bei der Freigabe ist. Deshalb ist sauberes Datenmanagement für uns ein absolutes MUSS. Zudem hilft uns unser CMS dabei, Prozesse und Veröffentlichungen zu organisieren. Dort schreiben wir beispielsweise für alle unsere Kundenprojekte auf, welche Themen geplant sind, wann welche Folge online gehen soll, in welchem Schritt sie gerade steckt und wer gerade woran arbeitet.
Die eigentlichen Produktionsdaten liegen bei uns in der Dropbox. Dort sammeln wir alle wesentlichen Dateien wie
- Roh-Audios
- Videodateien
- Cover
- Jingles
- projektbezogene Assets und Unterlagen
Der Vorteil liegt für uns klar auf der Hand: Alle im Team haben jederzeit Zugriff, egal von wo aus wir gerade arbeiten. Sind wir beispielsweise gerade noch vor Ort bei einer Aufnahme, können wir die Datei im Anschluss sofort hochladen und unsere Post-Producer können direkt mit dem Schnitt loslegen, sobald die Datei in der Dropbox aufscheint.
5.Riverside: Tolles Tool für hochwertige Remote-Aufnahmen
Gerade in den letzten zwei Jahren werden bei unseren Kund:innen Remote Aufnahmen immer beliebter. In Zeiten von Auslandsreisen und vollen Terminkalendern ist es manchmal einfach praktischer, sich nur „kurz“ für eine Online-Aufnahme Zeit zu nehmen. Für unsere remote Aufnahmen verwenden wir das Tool Riverside und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur die Qualität ist damit im Remote-Setting sehr professionell, wir sehen vor allem in der lokalen Aufzeichnung einen großen Vorteil. Audio und Video werden nämlich bei Riverside direkt auf den Endgeräten der jeweiligen Interviewpartner: innen aufgezeichnet. Das heißt: selbst wenn das Gespräch während der Aufnahme mal kurz stockt oder die Verbindung nicht perfekt ist, bleibt die eigentliche Aufnahmequalität erhalten.
Außerdem können wir mit Riverside Audio und Video gleichzeitig aufnehmen, was vor allem dann praktisch ist, wenn wir aus der Episode später noch Social Media Snippets oder vielleicht sogar einen Videocast produzieren sollen. Und auch für unsere Interviewgäst:innen ist die Handhabung des Programms easy – sie werden per Link eingeladen und fühlen sich bei der Aufnahme, als wären sie einfach „nur“ in einem Microsoft Teams Call.
Fazit aus 5 Jahren wepodit: Gute Podcasts brauchen gute Tools und einen klaren Workflow
So! Genug geshared 😉 Wir sind am Ende von Season 4 unserer Podcast-Roadmap zum Thema „Podcast Wissen in 5er Nuggets“ angekommen. Ihr kennt nun unsere wichtigsten Learnings aus fünf Jahren wepodit – ihr wisst, wie unser Workflow ist, auf was wir bei der Audioqualität achten und welche Tools wir seit fünf Jahren erfolgreich im Einsatz haben und auf die wir bei der Podcast-Produktion und Veröffentlichung keinesfalls mehr verzichten würden. Natürlich ist das keine Allgemein-Empfehlung – schließlich arbeitet jede/r beim Podcasten anders. Für uns hat sich jedenfalls der Einsatz dieser fünf Programme über die Jahre als ideale Kombination für die Produktion eines hochwertigen Produktes herausgestellt, mit dem unsere Kund:innen zufrieden sind.
