Podcast Roadmap 2026 SEASON 6: Wie euer Podcast wirklich sichtbar wird

In Season 5 haben wir uns mit dem „Herzstück“ von Podcasts (neben dem Inhalt!) beschäftigt, dem perfekten Sound. In Season 6 fokussieren wir uns nach außen: auf die Sichtbarkeit! Denn leider reicht es nicht, wenn ihr in euren Folgen regelmäßig perfekten Content liefert und euer Podcast gut klingt – er muss natürlich auch gefunden und gehört werden, damit er erfolgreich wird und entsprechend wachsen kann. Und das ist gar nicht so leicht: immerhin konkurrieren auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts tausende Podcasts um Aufmerksamkeit. In Season 6 verraten wir euch daher, was ihr tun müsst, damit ihr auch beim Thema Sichtbarkeit die richtigen Hebel setzt. 

Reichweitensteigerung

Warum wächst unser Podcast nicht? Die häufigsten Fehler und wie ihr sie vermeidet.

Vielleicht kennt ihr das: ihr veröffentlicht regelmäßig neue Folgen, investiert sehr viel Zeit in spannende Themen und ladet interessante Gäste ein. Trotzdem bleiben die Hörerzahlen hinter euren Erwartungen zurück. Mit diesem Problem seid ihr nicht allein. Viele Podcaster:innen stellen sich früher oder später die Frage: Warum wächst mein Podcast eigentlich nicht? Die gute Nachricht: Fehlendes Wachstum bedeutet nicht automatisch, dass euer Content schlecht ist. Oft sind es strategische Faktoren, die verhindern, dass euer Podcast seine Zielgruppe erreicht und langfristig wächst.

Guter Content ist die Basis, aber kein Wachstumstreiber

Der Satz „Content is King“ stimmt grundsätzlich. Schließlich sind spannende Inhalte die Basis jedes erfolgreichen Podcasts. Allerdings bringt euch der beste Content nichts, wenn potenzielle Hörer:innen euren Podcast gar nicht erst auf Spotify und Co. entdecken!

Fehler 1: Ihr habt keine klare Zielgruppe definiert

Einer der häufigsten Gründe für ausbleibendes Wachstum ist eine zu breite Zielgruppe. Die meisten Podcasts möchten möglichst viele Menschen ansprechen. Das klingt zunächst sinnvoll, führt aber oft dazu, dass die Inhalte zu allgemein werden und niemand sich wirklich angesprochen fühlt. Erfolgreiche Podcasts kennen ihre Zielgruppe genau. Sie wissen, welche Fragen ihre Hörer:innen beschäftigen, welche Herausforderungen sie haben und welche Themen sie interessieren. Ganz wichtig also: je klarer eure Zielgruppe definiert sind, desto relevanter könnt ihr eure Inhalte setzen und desto einfacher wird schlussendlich auch die Vermarktung des Podcasts.

Fehler 2: Euer Podcast wird nicht wiedererkannt

Vielleicht ist euch das bei euren Lieblings-Podcasts schon aufgefallen: sie haben einen Jingle, der hängen bleibt, oftmals auch ein Intro, das vom Text her immer gleich ist und insgesamt einen sehr schlüssigen Episodenaufbau mit klar erkennbarer Tonality. Kurz gesagt: das Branding stimmt. Wenn jede Episode anders aufgebaut ist, eure Titel keinem erkennbaren Muster folgen oder das Branding insgesamt uneinheitlich wirkt, dann fällt es natürlich schwer, eine starke Podcast-Marke aufzubauen. Natürlich muss nicht jede Folge komplett gleich klingen. Entscheidend ist aber, dass die Hörer:Innen sofort wissen, bei welchem Podcast sie gelandet sind. (Mehr zum Thema Podcast Branding lest ihr auch in Season 4 unserer Podcast Roadmap).

Fehler 3: Ihr bewerbt euren Podcast zu wenig

Podcast-Episode veröffentlicht, Arbeit getan. Leider nein! Ein wichtiger Teil des Podcast-Marketings startet nämlich erst nach dem Go Live. Heißt: Ihr solltet neue Episoden natürlich auch aktiv auf euren sozialen Netzwerken bewerben. Wir produzieren für unsere Kund:innen beispielsweise Social Media Teaser – das sind 30-Sekunden Video Snipptes mit Untertiteln, die dann easy auf Instagram, Linked:in und Co. geteilt werden können.

Andere Möglichkeiten, wie ihr eine neue Podcast-Episode aktiv bewerben könnt:

  • Im Unternehmens-Newsletter
  • Unternehmens-Website
  • Auf internen Kommunikationskanälen
  • Via QR-Code beispielsweise

Wenn ihr euren Podcast „nur“ veröffentlicht und anschließend wartet, verschenkt ihr enormes Reichweitenpotenzial.

Zahlen sind nicht alles, Relevanz zählt!

Wenn von Podcast-Wachstum gesprochen wird, denken viele sofort an die Downloadzahlen. Doch gerade bei Corporate Podcasts ist Reichweite gar nicht immer die wichtigste Kennzahl.

Viel entscheidender ist es, mit dem Podcast die richtigen Menschen zu erreichen. Ein Podcast mit einer kleineren, aber hochrelevanten Zielgruppe kann deutlich mehr Wirkung erzielen als ein Format mit hohen Downloadzahlen und geringer Zielgruppenpassung.

Deshalb solltet ihr regelmäßig hinterfragen, wer euren Podcast hört, warum diese Menschen zuhören, welche Wirkung ihr erzielen wollt und welche Kontakte oder Anfragen sich daraus vielleicht schon ergeben haben!

Vier Quick Wins für mehr organische Podcast-Reichweite

1)Überlegt euch aussagekräftige Episodentitel!

Der Titel ist häufig der erste Berührungspunkt mit potenziellen Hörer:innen.

Gute Titel machen neugierig und zeigen gleichzeitig klar, welchen Nutzen die Episode bietet.

Ein Beispiel: Statt „Neue wepodit Podcast Folge mit Lisa & Daniela“ solltet ihr die Episode lieber ganz konkret nach ihrem Inhalt benennen, beispielsweise so: „Warum dein Podcast nicht wächst und was du sofort ändern kannst“. Dann wissen die Hörer:innen sofort, um was es geht und werden eher drauf klicken, wenn sie das Thema spannend finden.

2)Schreibt Shownotes, die hängen bleiben!

Viele Episodenbeschreibungen fassen nur den Inhalt zusammen. Besser ist es, zusätzlich zu erklären, für wen die Episode relevant ist, welche Probleme darin behandelt werden und welche Erkenntnisse Hörer:innen daraus mitnehmen können. Gut geschriebene Shownotes verbessern außerdem die Auffindbarkeit auf Podcast-Plattformen – womit wir schon beim nächsten Quick Win wären:

3)Nutzt Podcast-Platform-Optimization (PPO)

Überlegt mal kurz selbst, wie ihr beim Podcast Hören vorgeht – ihr habt sicher auch schon mal auf Spotify einfach nur nach einem Begriff gesucht, zu dem ihr mehr erfahren wolltet, oder nicht? Spotify, Apple Podcasts und andere Plattformen machen sich das zunutze und funktionieren mittlerweile auch als Suchmaschinen. Deshalb solltet ihr bei eurem eigenen Podcast relevante Keywords gezielt in Titel, Beschreibungen und Shownotes integrieren. Je nach Thema können das beispielsweise Begriffe wie „Podcast-Marketing“, „Employer Branding“, „interne Kommunikation“ oder „Audioqualität“ sein.

4)Denkt die Episoden-Vermarktung von Vornherein mit!

Schon während der Themenplanung solltet ihr euch folgende Dinge überlegen:

  • Welche Social-Media-Beiträge entstehen aus der Folge?
  • Welche Zitate eignen sich als Teaser?
  • Hat der Gast viel Reichweite und kann die Episode auch auf seinen Socials teilen?
  • Welche internen Kommunikationskanäle können wir nutzen?
  • Lässt sich aus der Folge zusätzlicher Content wie Blogartikel oder ein LinkedIn-Post erstellen?

Und tada: So wird aus einer Podcast-Episode gleich ein ganzes Content-Paket 

Fazit: Podcast-Wachstum braucht mehr als guten Content

Also: Wenn euer Podcast aktuell nicht wächst, heißt das nicht automatisch, dass er nicht gut genug ist. Ihr solltet hinterfragen, ob ihr vielleicht euren Zielgruppenfokus ändern solltet, ob ihr für mehr Wiedererkennung sorgen solltet oder ob ihr bis jetzt vielleicht zu wenig Energie in die Verbreitung gesteckt habt. Wenn ihr euch nicht nur ums „Innen“ eures Podcasts kümmert, sondern auch das „Außen“ pflegt, schafft ihr die Grundlage für nachhaltige Reichweite und langfristigen Erfolg.

 

Podcast Werbung

Warum Podcast Ads ins Ohr gehen und was ihr damit bewirken könnt

In den letzten Minuten habt ihr hier am Blog bereits Einiges zur Reichweiten-Steigerung von Podcasts gelesen. Ein wesentlicher Hebel für das Wachstum eures Podcasts ist Podcast-Werbung. Sie funktioniert vor allem deshalb so gut, weil sie genau dort stattfindet, wo Menschen tatsächlich bewusst zuhören. Während Radio oder Fernsehen ja oft einfach nur „nebenbei“ konsumiert wird, entscheiden sich Hörer:innen ja meist gezielt für einen Podcast und schenken demnach auch den Inhalten ihre volle Aufmerksamkeit. Das heißt wiederum: Marken erreichen ihre Zielgruppe direkt im Ohr. Die Werbebotschaft geht nicht zwischen unzähligen anderen Spots (wie beispielsweise im Radio) einfach unter, sondern ist Teil eines bewusst konsumierten Mediums und bleibt daher auch besser hängen. Ein weiterer Erfolgsfaktor für Podcast-Werbung ist die enge Beziehung zwischen den Podcast-Hosts und ihrer Community. Viele Hörer:Innen bauen über die Zeit Vertrauen zu den Stimmen auf, die sie regelmäßig begleiten. Wird eine Marke oder ein Produkt dann durch den Host empfohlen, wirkt das oft um Einiges authentischer und glaubwürdiger als klassische Werbung. Zudem akzeptieren viele Podcast-Hörer:innen Werbung als Teil des Formats. Sie wissen, dass hochwertige Inhalte oft durch Werbepartner finanziert werden und dadurch für sie kostenlos verfügbar bleiben.

1, 2 und/oder 3: die klassischen Formen der Podcast-Werbung

Doch welche Formen von Podcast-Werbung gibt es überhaupt? Je nach Kampagnenziel, Budget und gewünschter Reichweite kommen unterschiedliche Werbeformen zum Einsatz.

1)Sponsoring

Beim Sponsoring tritt ein Unternehmen als offizieller Partner einzelner Episoden oder eines ganzen Podcasts auf. Die Marke wird regelmäßig genannt und oft in die Kommunikation des Podcast eingebunden.Dadurch entsteht eine langfristige Verbindung zwischen Podcast und Unternehmen, die das Vertrauen der Hörerschaft positiv beeinflussen kann.

2)Native Ads

Native Ads gehören zu den beliebtesten Formen der Podcast-Werbung. Dabei wird die Werbebotschaft direkt vom Host eingesprochen und natürlich in die Episode integriert.

Diese Form der Werbung wirkt besonders glaubwürdig, da sie sich harmonisch in den Gesprächsverlauf einfügt und nicht wie klassische „Unterbrecher-Werbung“ wahrgenommen wird. Bei den Native Ads unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Varianten: Baked-in Ads werden fix in die Episode integriert und bleiben dauerhaft Bestandteil der veröffentlichten Folge. Die beiden wichtigsten Vorteile sind, dass der Spot dauerhaft hörbar bleibt (forever online), zudem entsteht eine starke Verbindung zwischen Host und Marke. Dynamic Ads werden technisch flexibel ausgespielt und können nachträglich ausgetauscht oder angepasst werden. Hier liegt der Vorteil vor allem in der hohen Aktualität der Werbebotschaften. Gerade für Unternehmen mit wechselnden Aktionen oder Kampagnen bietet Dynamic Advertising ein hohes Maß an Flexibilität.

3)Klassische Audiospots

Einen klassischen Audiospot könnt ihr euch ähnlich wie eine Radiowerbung vorstellen. Die Werbebotschaft wird professionell produziert und an klar definierten Stellen innerhalb einer Podcast-Episode ausgespielt. Diese Variante eignet sich insbesondere für größere Kampagnen, bei denen eine einheitliche Markenbotschaft über verschiedene Podcasts hinweg verbreitet werden soll.

Podcast-Werbung größer denken: Branded Podcast Episoden

Podcast-Werbung beschränkt sich aber nicht auf kurze Werbeeinblendungen. Eine besonders spannende Möglichkeit sind sogenannte Branded Podcast Episoden. Dabei wird nicht nur ein Werbeplatz gebucht, sondern eine komplette Episode gemeinsam mit einem Partner entwickelt.Der große Vorteil: Die Marke wird nicht nur erwähnt, sondern sinnvoll und inhaltlich passend in ein relevantes Thema integriert. Dadurch entsteht echter Mehrwert für die Hörer:innen. Ihr sollte aber natürlich darauf achten, dass die Authentizität des Podcasts erhalten bleibt. Die Episode sollte weiterhin den Erwartungen der Community entsprechen und nicht wie eine reine Werbesendung wirken. Wenn euch das gelingt, können Branded Podcast Episoden eine außergewöhnlich starke Wirkung entfalten, weil sie Storytelling, Vertrauen und Markenbotschaften miteinander verbinden.

Live-Podcasts als Marketinginstrument

Wenn ihr Podcast-Marketing noch weiterdenken möchtet, könnt ihr Podcasts natürlich auch auf die Bühne bringen. Live-Podcast-Events bieten die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Podcast-Partner Themen vor Publikum zu präsentieren. Ob auf Messen, Firmenevents oder bei Community-Veranstaltungen – Live-Podcasts schaffen direkte Begegnungen zwischen Marke, Hosts und Zielgruppe. Der Vorteil geht dabei weit über Reichweite hinaus: Unternehmen erhalten die Möglichkeit, mit ihrer Community persönlich in Kontakt zu treten und echte Interaktionen zu schaffen.

Fazit: Podcast-Werbung ist weit mehr als ein Audiospot

Podcast-Werbung gehört mittlerweile zu den wirkungsvollsten Möglichkeiten, um Zielgruppen authentisch zu erreichen. Durch die enge Beziehung zwischen Hosts und Community entstehen Vertrauen und Glaubwürdigkeit – zwei Faktoren, die in der modernen Kommunikation entscheidend sind und die ihr euch für euren Podcast ebenfalls zunutze machen solltet.

 

 

 

 

Podcast-Roadmap 2026 SEASON 5: Produktion & Technik

Es geht ans Eingemachte! Season 5 unserer Podcast Roadmap beschäftigt sich mit dem wichtigsten Asset von Podcasts überhaupt: der Klangqualität! Klar, ein Podcast lebt auch von guten Inhalten – aber mindestens genauso von gutem Sound. Wenn euer File zwar spannend ist, aber schlecht klingt und ausproduziert ist, ist das für die Hörer:innen ein absoluter Abschaltfaktor. Genau deshalb dreht sich in Season 5 unserer Podcast Roadmap alles um den richtigen Sound und wie ihr ihn bekommt. Und dabei geht es um viel mehr als nur ein gutes Mikrofon. Denn professioneller Podcast-Klang entsteht durch viele kleine Details, die man oft gar nicht sieht, aber definitiv sofort hört.

Gute Audioqualität startet beim Raum

Wenn ihr gute Audioqualität wollt, startet nicht beim Mikrofon, sondern bei der Aufnahme-Umgebung. Ein ruhiger Ort ohne Störgeräusche ist die absolute Grundlage für eine saubere Aufnahme. Hallende Räume, Straßenlärm oder Tastaturklackern können eure Audioqualität schnell ruinieren, selbst wenn ihr ein gutes Mikro verwendet. Achtet deshalb darauf, in einer möglichst gedämpften Umgebung aufzunehmen – Teppiche, Vorhänge oder Bücherregale helfen oft schon, den Klang deutlich zu verbessern.

Vor Ort aufnehmen klingt meistens am besten

Wenn ihr die Möglichkeit habt, gemeinsam in einem Raum – oder noch besser in einem Tonstudio – aufzunehmen, ist das in den meisten Fällen die beste Lösung. Die Stimmen klingen natürlicher, es gibt keine Verzögerungen und auch die Nachbearbeitung wird einfacher. Zusätzlich wirkt das Gespräch oft lebendiger, weil ihr euch direkt seht und spontaner aufeinander reagieren könnt. Gerade bei Interview- oder Gesprächsformaten zahlt sich das aus, sowohl inhaltlich als auch klanglich.

Remote ist flexibel, bringt aber Challenges mit sich

Remote-Aufnahmen sind aus dem Podcast-Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir haben euch ja schon verraten, dass wir ohne Riverside keine Remote Aufnahme mehr machen würden. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Ihr könnt Gäste aus der ganzen Welt in euren Podcast einladen, ohne Reiseaufwand oder großen organisatorischen Aufwand. Tools wie Riverside, das wir bei wepodit verwenden, ermöglichen es sogar, einzelne Spuren lokal aufzunehmen, was die Aufnahmequalität deutlich verbessert. Trotzdem gibt es ein paar typische Stolpersteine: Falls ihr NICHT Riverside verwendet, könnte euch beispielsweise eine instabile Internetverbindung schnell zum Verhängnis werden. Außerdem haben Gäste oft andere Mikrofon-Settings oder ein anderes Laptop-Setup. Hier solltet ihr vorab mit eurem Interviewpartner die wichtigsten Basics klären, um die Qualität auf beiden Seiten möglichst konstant zu halten.

Ein gutes Mikrofon ist Pflicht – es sollte aber auch richtig angewendet werden!

Das Mikrofon ist einer der größten Hebel für eure Audioqualität. Eingebaute Mikrofone in Laptops oder Smartphones sind zwar praktisch, liefern aber meist keinen wirklich guten Klang. Stimmen wirken damit oft flach oder blechern und auch Hintergrundgeräusche werden stärker mitaufgenommen. Schon ein einfaches USB-Mikro kann hier einen enormen Unterschied machen und eure Aufnahme deutlich professioneller klingen lassen – ganz ohne kompliziertes Setup dahinter. Doch auch die beste Technik bringt wenig, wenn eure Gäste das Mikrofon falsch verwenden. Sie sollten immer eine Handbreit Abstand zum Mikro haben, außerdem sollten sie während der Aufnahme still stehen. Wer während des Podcast-Interviews ständig näher oder weiter weggeht, erzeugt starke Lautstärkeunterschiede, was auf Zuhörer schnell unruhig wirkt. Ein weiterer Klassiker sind sogenannte Plosivlaute. Vor allem „P“ und „B“ können unangenehme Luftstöße verursachen, weshalb ihr euch unbedingt einen Popschutz zulegen solltet. Der minimiert solche Störgeräusche und sorgt auch insgesamt für einen angenehmeren Klang. Auch andere Kleinigkeiten wie die Sitzposition oder ein instabiler Mikrofonarm wirken sich auf die Aufnahme aus. Insgesamt gilt: wer vor dem Mikro entspannt ist und sich frei bewegen kann, spricht meist natürlicher und ruhiger. Gleichzeitig verhindert eine stabile Mikrofonaufstellung ungewollte Geräusche oder Vibrationen.

Hintergrundgeräusche hört man mehr als gedacht

Straßenlärm, Lüfter, Haushaltsgeräte oder Gespräche im Hintergrund – vieles davon überhört man schnell mal bei der Aufnahme. Das Mikrofon ist allerdings ganz Ohr. Deshalb solltet ihr gleich noch vor der Aufnahme mögliche Störquellen beseitigen. Sprich: Fenster schließen, Geräte ausschalten und eurem Umfeld Bescheid geben, dass eine Podcast-Aufnahme stattfindet. Diese Kleinigkeiten können bereits einen großen Unterschied machen. Auch wichtig: eine kurze Testaufnahme mit ein paar Sekunden Stille. So erkennt ihr Störgeräusche rechtzeitig, bevor sie Unruhe stiften können.

Nachbearbeitung ist wichtig, aber keine Rettung

Natürlich kann in der Postproduktion vieles verbessert werden. Lautstärken anpassen, leichtes Rauschen entfernen oder kleinere Fehler korrigieren gehört mittlerweile zum Standard. Trotzdem gilt: Je besser die ursprüngliche Aufnahme, desto einfacher die Nachbearbeitung. Wenn ihr euer File stark korrigieren müsst, liegt das Problem meistens schon in der Aufnahmesituation. Gute Vorbereitung spart euch deshalb nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für ein deutlich professionelleres Endergebnis.

KI unterstützt euch bei Qualität und Workflow

Good news: Gerade in der Nachbearbeitung nimmt euch die KI mittlerweile schon sehr viel Arbeit ab. Die richtigen Tools können Hintergrundgeräusche reduzieren, Lautstärken automatisch anpassen und Stimmen klarer machen. Das hilft euch vor allem bei Remote-Aufnahmen, wo die Ausgangsqualität sowieso oft stärker schwankt. Zusätzlich gibt es KI-Lösungen, die eure Folgen transkribieren oder euch bei Shownotes, Titeln und Social-Media-Content unterstützen. So spart ihr Zeit und könnt euch stärker auf den Inhalt eurer Podcast-Episode konzentrieren.

Fazit aus Season 5: Guter Podcast-Sound ist die Gesamtsumme vieler kleiner Details

Ihr seht also: Professioneller Klang entsteht selten durch ein einzelnes teures Gerät. Viel wichtiger ist das perfekte Zusammenspiel aus Aufnahmesetting, Mikrofontechnik, ruhiger Umgebung, klarer Sprechweise und guter Nachbearbeitung. Am Ende entscheidet nämlich genau das, was man nicht sieht, darüber, wie hochwertig ein Podcast wirkt und wie gerne eure Hörer:innen dranbleiben.

Behind the mic: „Ich bin Unternehmerin PUNKT“- der Podcast von Frau in der Wirtschaft

Auf unserer Podcast Roadmap 2026 legen wir auch immer wieder kurze Zwischenstopps ein und blicken hinter die Kulissen bei unseren Corporate Kund:innen. „Ich bin Unternehmerin PUNKT.“ So heißt der brandneue Podcast von Frau in der Wirtschaft Oberösterreich, den wir seit Jahresbeginn betreuen dürfen. Wir haben mit der Landesvorsitzenden von Frau in der Wirtschaft, Lisa Sigl, über die Beweggründe hinter dem Podcast gesprochen.

 

wepodit: Liebe Lisa, Frau in der Wirtschaft ist das starke Netzwerk für 40.000 Unternehmerinnen in Oberösterreich. Anfang des Jahres seid ihr auf uns zugekommen und habt gesagt: „Es gibt so viele tolle Unternehmerinnen in Oberösterreich, die wollen wir mit einem eigenen Podcast vor den Vorhang holen.“ Gesagt, getan: am 1.April ist die erste Folge online gegangen. Was ist eure erste Bilanz?

Lisa Sigl: Die Resonanz hat unsere Erwartungen ehrlich gesagt übertroffen. Schon nach den ersten Episoden erhielten wir viel positives Feedback von Hörer:innen, aber auch aus der Unternehmerinnen-Community. Es zeigt: Es gibt ein echtes Bedürfnis danach, authentische Geschichten von Frauen im Wirtschaftsleben zu hören. Besonders freut uns die hohe Durchhörquote. Das zeigt uns, dass die Gespräche die Menschen wirklich fesseln und wir mit dem Format einen Nerv getroffen haben.

wepodit: Um welche Themen geht es im Podcast und was wollt ihr damit konkret erreichen?

Lisa Sigl: Wir sprechen mit Unternehmerinnen aus Oberösterreich über ihre persönlichen Wege, ihre Unternehmen und die Geschichten hinter ihrem Erfolg. Themen wie Gründung, Führung, Vorsorge, Vereinbarkeit, Nachhaltigkeit oder persönliche Herausforderungen stehen im Fokus. Unser Ziel ist es zu zeigen, wie vielfältig und spannend Unternehmertum in Oberösterreich heute ist.

wepodit: Aktuell halten wir bei drei erschienenen Podcast-Episoden. Welche Rückmeldungen gibt es dazu von den Hörer:innen?

Lisa Sigl: Sehr positive. Besonders die Offenheit und Authentizität der Gespräche wird hervorgehoben. Viele sagen, dass ihnen erst durch den Podcast bewusst wurde, was alles hinter einem Unternehmen steckt und welche Persönlichkeiten dahinterstehen. Genau diese Einblicke sind es, die inspirieren und manchmal auch berühren.

wepodit: Du moderierst „Ich bin Unternehmerin Punkt.“ als Landesvorsitzende von FIDW selbst. Was war dabei für dich zu Beginn die größte Challenge?

Lisa Sigl: Ich habe zwar schon etwas Podcast-Erfahrung, aber plötzlich auf der anderen Seite zu sitzen, aktiv zuzuhören, nachzufragen und den Raum für andere zu öffnen, das ist für mich etwas Neues. Gerade weil viele Geschichten sehr persönlich und berührend sind, ist es wichtig, mit viel Feingefühl zu moderieren. Unser Anspruch war von Anfang an: kein klassisches Business-Interview, sondern ein echter, menschlicher Dialog.

wepodit: Ihr habt euch für eine Produktion der ganzen Podcast-Staffel an drei Aufnahmetagen entschieden. Worin seht ihr hier den Vorteil?

Lisa Sigl: Die geblockte Produktion hat uns ermöglicht, uns voll auf die Gespräche zu konzentrieren und eine gewisse Dynamik zu entwickeln, die den Episoden gutgetan hat. Organisatorisch war es vermutlich auch für alle Beteiligten einfacher. So konnten wir die Staffel strukturiert und zeitnah umsetzen.

wepodit: Inwiefern unterstützt euch der Podcast auch als Tool im Marketing-Mix?

Lisa Sigl: Der Podcast ist für uns mehr als nur ein Audioformat. Einerseits machen wir damit die Leistungen und Geschichten von Unternehmerinnen in der breiten Öffentlichkeit sichtbar. Andererseits ergänzt der Podcast unsere Veranstaltungen ideal: Diese sind oft sehr stark nachgefragt und schnell ausgebucht, was natürlich etwas Positives ist. Gleichzeitig möchten wir aber auch all jenen die Möglichkeit geben, die inspirierenden Geschichten und Erfahrungen zu hören, die nicht live dabei sein können. So schaffen wir Reichweite, Sichtbarkeit und nachhaltigen Content weit über den eigentlichen Event hinaus.

wepodit: Welche Tipps würdet ihr anderen Organisationen geben, die überlegen, einen Corporate Podcast zu starten?

Lisa Sigl: Unser wichtigster Tipp: Machen Sie sich vorab klar, warum Sie den Podcast ins Leben rufen und welchen Mehrwert er bieten soll. Ein Corporate Podcast wirkt dann besonders authentisch, wenn er echte Geschichten erzählt und sich jeder etwas mitnehmen kann. Gleichzeitig unterschätzen Sie nicht den organisatorischen Aufwand: Ein durchdachtes Konzept, klare Abläufe und Kontinuität sind entscheidend. Und haben Sie den Mut, Persönlichkeiten auch für persönliche Themen Raum zu geben.

wepodit: Ihr habt zusätzlich zu den „normalen“ Podcast-Episoden auch noch eine Live-Episode für November geplant. Erzähl uns dazu doch bitte mehr!

Lisa Sigl: Genau! Wir erweitern unser bewährtes Panelformat „Ladies Lounge“ um eine Live-Podcast-Folge. Das Format entstand aus der Erkenntnis: Neben Keynotes sehnen sich viele nach ehrlichen, praxisnahen Geschichten von Unternehmerin für Unternehmerin. Mit der Live-Episode machen wir diese Momente nicht nur vor Ort, sondern auch digital, langfristig und für ein breiteres Publikum hörbar.

wepodit: Ein Podcast entwickelt sich langfristig. Schauen wir in die Zukunft: Was wollt ihr in den nächsten zwei Jahren mit eurem Podcast für FIDW erreichen?

Lisa Sigl: Der Podcast läuft über zwei Jahre, weil wir das Ziel haben, Unternehmerinnen aus allen 18 Bezirken Oberösterreichs zu porträtieren. Es geht nicht nur um Erfolg, sondern auch um Bewusstseinsbildung: für Vorsorge, Nachhaltigkeit oder persönliche Entwicklung. Jede Folge soll einen Mehrwert bieten für das Unternehmen und das Leben. Am Ende wollen wir eine starke, hörbare Community haben.

wepodit: Vielen Dank liebe Lisa für deine Insights zu eurem Corporate Podcast „Ich bin Unternehmerin PUNKT“. Wir wünschen euch für das sehr gelungene Projekt viel Erfolg!

Podcast Roadmap 2026 SEASON 4: 5 Jahre wepodit: Podcast Wissen in 5er Nuggets

Der April ist für uns ein ganzer besonderer Monat: es ist der Geburtstagsmonat von wepodit. Unsere Agentur ist mittlerweile fünf Jahre alt! Passend dazu zieht sich die Zahl 5 auch durch die aktuelle Season unserer Podcast Roadmap. Welche fünf Learnings ziehen wir aus fünf Jahren Podcast Agentur, ohne welche fünf Tools würden wir keinen neuen Podcast starten und was es unbedingt für eine gute Klangqualität braucht….Podcast-Wissen in 5er Nuggets findet ihr hier! 

Vor fünf Jahren, am 13.4.2021 ist wepodit gegründet worden. Seitdem hat sich unglaublich viel getan – wir blicken mit Stolz auf die letzten Jahre zurück, in denen wir uns erfolgreich zur ersten Anlaufstelle für Corporate Podcasts entwickelt haben. Natürlich gehören zu jedem Entwicklungsprozess aber auch Herausforderungen und daraus wiederum entsteht ein Erfahrungsschatz, den wir gerne mit euch teilen möchten.

Fünf Learnings aus fünf Jahren wepodit

1. Man kann (fast) alles lernen!

Geschäftsführerin Eva Waldenberger kommt ursprünglich aus dem Influencer- und Social Media Marketing und hatte zumindest beruflich bis vor fünf Jahren gar nichts mit Podcasts zu tun. Also weder mit Schnitt, noch mit Mastering, noch mit allen anderen wichtigen Schritten in der Podcast-Produktion. Was sie aber definitiv schon immer hatte, das war eine große Leidenschaft für Podcasts. Erstes Learning aus den fünf Jahren ist daher: Man kann fast alles lernen, wenn man möchte und für ein Thema brennt.

 2.Größer bedeutet nicht unbedingt besser

wepodit ist klein gestartet – unsere Gründerin Eva hatte zu Beginn operativ nur zwei geringfügige Mitarbeiter:innen (die übrigens beide bis heute im Team sind). Damals war Evas Denken noch geprägt von „Je größer, desto besser“. Mittlerweile ist das wepodit-Team auf neun Personen angewachsen und diese Größe fühlt sich genau richtig an. Unser Anspruch, nur um der Größe willen zu wachsen, hat sich relativiert. In den nächsten Jahren geht es für uns vielmehr darum, Prozesse weiter zu optimieren, um noch effizienter zu werden und gleichzeitig die Qualität für unsere Kund:innen stets an oberste Stelle zu setzen. Rückblickend hat sich, was den Workflow betrifft, sehr viel verändert: heute kann jeder im Team jeden jederzeit vertreten, weil sämtliche Strukturen, Zuständigkeiten und Prozesse klar geregelt und relativ personenunabhängig sind. Wir sind somit heute viel etablierter, professionalisierter als zu Beginn – was auch logisch ist, weil sich Prozesse natürlich erst mit der Zeit entwickeln und entsprechend einspielen.

3. Die beste Idee ist nur so stark wie der Antrieb dahinter

Insgesamt 60 Corporate Podcasts und 30 Eigene Shows durften wir als wepodit in den letzten fünf Jahren bereits begleiten. Eine unglaublich tolle Zahl – und was wir dabei festgestellt haben, ist, dass es zwar viele coole Podcast-Konzepte und Unternehmen gibt, wo wir uns auf den ersten Blick gedacht haben: „Wow, die sind für einen Podcast prädestiniert, da passt die Geschichte, da passt das Produkt, etc“

Und dann hat aber beispielsweise die Person dahinter nicht gepasst, die das Projekt betreut hat. Hier kann dann auch das größte Potential schnell mal verloren gehen.Umgekehrt hat es auch Unternehmen gegeben, wo wir uns gedacht haben: „Naja, mal schauen, hier sind Geschäftsumfeld und Produkt nicht wahnsinnig sexy“. Aber genau solche Corporates haben uns dann oft auch sehr überrascht – weil da Personen im Hintergrund waren, die das nötige Feuer für das Projekt mitgebracht haben. Und wo dann auch die Interviewgäst:innen mit einer solchen Leidenschaft von ihren beruflichen Welten erzählt haben, dass wir einfach nur geflasht waren. Learning Nummer 3 ist also: Nicht vorschnell urteilen. Hauptsächlich geht es um die Motivation, mit der ein Projekt oder eine Idee auch von Unternehmensseite her vorangetrieben wird. Wenn der Antrieb stimmt, dann stimmt auch das Podcast Produkt.

4.Podcasts sind kein Trend, sondern fixer Bestandteil in der digitalen Kommunikation.

Immer mehr Unternehmen haben in den letzten fünf Jahren das Potenzial von Corporate Podcasts für sich entdeckt. Podcasts sind mittlerweile zur akustischen Visitenkarte eines Unternehmens geworden und fixer Teil der Unternehmenskommunikation, egal ob in der externen oder auch internen Kommunikation. Und es ist für uns sehr schön zu sehen, dass das nicht nur eine Illusion ist, die wir uns im Agenturalltag erzählen, sondern mittlerweile die Realität. Wir merken auch, wie lange im Vorhinein Podcasts auch bereits geplant werden. Beispielsweise schon jetzt für Firmen-Jubiläen, die 2027 oder 2028 stattfinden sollen. Und wir finden es schön, Teil davon sein zu dürfen.

5. Es ist nie zu spät, einen Corporate Podcast zu starten!

Immer wieder werden wir mit Bedenken konfrontiert, ob es denn bereits „zu spät“ sei, einen Podcast zu starten, „weil es ja schon so viele Podcasts gibt“. Witzigerweise fragt sich das aber kein Mensch bei Büchern, bei Serien oder sonstigen digitalen Medien, von denen ja auch eine Vielzahl existiert. Wie immer gilt auch in diesem Fall: wenn ihr eine Leidenschaft für ein bestimmtes Thema habt und/oder im Rahmen eurer Unternehmenskommunikation Potenzial seht, dann zahlt es sich auch im Jahr 2026 definitiv aus, einen Corporate Podcast zu starten.

Fazit

Soweit zu den wichtigsten allgemeinen Learnings aus fünf Jahren wepodit. Entscheidend für die Podcast-Produktion sind aber natürlich auch die Tools, mit denen wir tagtäglich arbeiten. Und da hat sich in den letzten Jahren ebenfalls rauskristallisiert, welche Programme bei uns im Workflow am besten funktionieren. Auch diese fünf möchten wir gerne mit euch teilen!

Fünf Tools, ohne die wir bei wepodit keinen Podcast mehr produzieren würden

1. Reaper & Audio-Plugins: unsere „go to“ Software für den Audio-Feinschliff

Reaper ist unser Must Have für alle Podcasts, die wir in der Post Produktion bearbeiten. Wer Podcasts wirklich professionell produzieren möchte, braucht eine Audio Software, die sämtlichen tontechnischen Ansprüchen gerecht wird. Was uns bei Reaper überzeugt, ist, dass sich die Software individuell an unseren Workflow anpassen lässt. So können wir uns für wiederkehrende Formate ein Setup bauen: Intros, Outros und vorbereitete Spuren lassen sich direkt in Vorlagen hinterlegen, sodass wir nicht jede Episode wieder bei Null starten müssen. Dazu kommt ein Punkt, der bei Tools natürlich auch nicht unwichtig ist: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Reaper ist im Vergleich zu vielen anderen DAWs erstaunlich günstig und trotzdem absolut professionell einsetzbar. Richtig interessant wird REAPER aber für uns vor allem durch die passenden Plugins. Sie sorgen dafür, dass aus einer rohen Aufnahme am Ende ein Podcast wird, der angenehm klingt. Besonders wichtig sind dabei für uns:

  • EQs, um störende Frequenzen zu entfernen und Stimmen klarer klingen zu lassen
  • Kompressoren, um Lautstärkeunterschiede auszugleichen
  • De-Esser, um harte S-Laute abzumildern
  • Noise Reduction, vor allem bei Remote-Aufnahmen
  • Limiter, für den letzten Feinschliff im Mastering

Der Unterschied zu „einfachen“ Schnittprogrammen ist definitiv hörbar. Tools wie GarageBand oder Audacity sind absolut okay für den Einstieg. Wenn ihr aber mehr Kontrolle über Sound, Dynamik und Gesamtqualität haben wollt, dann braucht ihr früher oder später mehr als nur ein Tool zum Schneiden.

2. Podigee: Unsere Schaltzentrale für Veröffentlichung und Distribution

Sobald eine Folge fertig produziert ist, wollen wir sie natürlich für unsere Kund:innen veröffentlichen. Und zwar idealerweise nicht auf fünf Plattformen einzeln, sondern an einen zentralen Ort. Genau dafür ist ein Podcast-Hoster da. Wir nutzen hier seit Beginn Podigee und sind mit diesem Tool sehr zufrieden. Mit Podigee lassen sich Podcasts zentral verwalten, veröffentlichen und ausspielen. Wir kümmern uns im Hintergrund um Cover, Shownotes sowie alle grundlegenden Podcast-Infos. Dann können wir die Episoden zur Veröffentlichung einplanen. Der große Vorteil ist eben: Alle Podcasts werden zentral eingepflegt und anschließend automatisch an Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts verteilt. Das spart Zeit, reduziert Fehler und macht den gesamten Veröffentlichungsprozess für uns deutlich entspannter. Auch wenn im Nachhinein noch etwas adaptiert werden muss, reicht eine zentrale Änderung auf Podigee und diese wird automatisch an Spotify und Co. weitergegeben. Zudem liefert uns Podigee auch die wichtigsten Daten zur Performance der Podcasts: wie entwickeln sich die Downloads und Streams, welche Folgen performen besonders gut, wo müssen vielleicht noch Adaptierungen vorgenommen werden? Das sind alles wesentliche Infos für die Erfolgsmessung.

3.Descript: Wenn aus Audio plötzlich ganz viel Content wird

Eine Podcast Episode liefert ja jede Menge spannenden Content, beispielsweise für Social Media Posts, für Blogartikel, etc. Ein Tool, das für uns hier ziemlich hilfreich ist, um die Audio-Spur rasch weiterzuverarbeiten ist Descript. Wir können damit gesprochene Inhalte in Text umwandeln und sie als Grundlage für weitere Formate nutzen. Das spart Zeit und macht es leichter, aus einer Podcast-Folge möglichst viel herauszuholen. Gerade auch für die Erstellung von Shownotes, Titeln oder Social-Media-Content nutzen wir Descript sehr gern. Da wir für unsere Kund:innen auch Social Media Snippets erstellen, ist für uns auch das Thema Untertitel extrem wichtig. Auch die können wir ganz easy über Descript erstellen.

4.Dropbox und CMS: Ohne gutes Datenmanagement wird’s schnell chaotisch

Bei uns arbeiten meist zwei bis drei Personen an der Produktion einer einzelnen Podcast-Episode. Umso wichtiger ist es natürlich, dass wir dabei teamintern die Übersicht behalten. Denn selbst die beste Folge bringt uns wenig, wenn Dateien plötzlich an fünf verschiedenen Orten liegen, wir Versionen verwechseln oder niemand mehr weiß, wie der aktuelle Stand bei der Freigabe ist. Deshalb ist sauberes Datenmanagement für uns ein absolutes MUSS. Zudem hilft uns unser CMS dabei, Prozesse und Veröffentlichungen zu organisieren. Dort schreiben wir beispielsweise für alle unsere Kundenprojekte auf, welche Themen geplant sind, wann welche Folge online gehen soll, in welchem Schritt sie gerade steckt und wer gerade woran arbeitet.

Die eigentlichen Produktionsdaten liegen bei uns in der Dropbox. Dort sammeln wir alle wesentlichen Dateien wie

  • Roh-Audios
  • Videodateien
  • Cover
  • Jingles
  • projektbezogene Assets und Unterlagen

Der Vorteil liegt für uns klar auf der Hand: Alle im Team haben jederzeit Zugriff, egal von wo aus wir gerade arbeiten. Sind wir beispielsweise gerade noch vor Ort bei einer Aufnahme, können wir die Datei im Anschluss sofort hochladen und unsere Post-Producer können direkt mit dem Schnitt loslegen, sobald die Datei in der Dropbox aufscheint.

5.Riverside: Tolles Tool für hochwertige Remote-Aufnahmen

Gerade in den letzten zwei Jahren werden bei unseren Kund:innen Remote Aufnahmen immer beliebter. In Zeiten von Auslandsreisen und vollen Terminkalendern ist es manchmal einfach praktischer, sich nur „kurz“ für eine Online-Aufnahme Zeit zu nehmen. Für unsere remote Aufnahmen verwenden wir das Tool Riverside und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur die Qualität ist damit im Remote-Setting sehr professionell, wir sehen vor allem in der lokalen Aufzeichnung einen großen Vorteil. Audio und Video werden nämlich bei Riverside direkt auf den Endgeräten der jeweiligen Interviewpartner: innen aufgezeichnet. Das heißt: selbst wenn das Gespräch während der Aufnahme mal kurz stockt oder die Verbindung nicht perfekt ist, bleibt die eigentliche Aufnahmequalität erhalten.

Außerdem können wir mit Riverside Audio und Video gleichzeitig aufnehmen, was vor allem dann praktisch ist, wenn wir aus der Episode später noch Social Media Snippets oder vielleicht sogar einen Videocast produzieren sollen. Und auch für unsere Interviewgäst:innen ist die Handhabung des Programms easy – sie werden per Link eingeladen und fühlen sich bei der Aufnahme, als wären sie einfach „nur“ in einem Microsoft Teams Call.

 

Fazit aus 5 Jahren wepodit: Gute Podcasts brauchen gute Tools und einen klaren Workflow

So! Genug geshared 😉 Wir sind am Ende von Season 4 unserer Podcast-Roadmap zum Thema „Podcast Wissen in 5er Nuggets“ angekommen. Ihr kennt nun unsere wichtigsten Learnings aus fünf Jahren wepodit – ihr wisst, wie unser Workflow ist, auf was wir bei der Audioqualität achten und welche Tools wir seit fünf Jahren erfolgreich im Einsatz haben und auf die wir bei der Podcast-Produktion und Veröffentlichung keinesfalls mehr verzichten würden. Natürlich ist das keine Allgemein-Empfehlung – schließlich arbeitet jede/r beim Podcasten anders. Für uns hat sich jedenfalls der Einsatz dieser fünf Programme über die Jahre als ideale Kombination für die Produktion eines hochwertigen Produktes herausgestellt, mit dem unsere Kund:innen zufrieden sind.

5 Jahre wepodit: Vom Start-up zur etablierten Podcast-Agentur

Ein paar Gedanken einer Gründerin. Fünf Jahre wepodit waren für mich ganz lange eine Ziellinie – warum? Weil das bei der Gründung unser Zeithorizont war. Schuldenfrei, skaliert, kontinuierliches Wachstum. Nehmt sämtliche Buzzwords, die junge Gründer:innen als Vision haben und ihr habt ziemlich genau unsere Gedanken vor unserer Gründung am 13.04.2021. Ich kann es einerseits gar nicht glauben und gleichzeitig ist es rückblickend eine unglaubliche Wegstrecke, die wir zurückgelegt haben – inklusive Serpentinen, Hindernissen, aber auch einigen Abkürzungen, die das Ganze letztlich zur Erfolgsroute gemacht haben. Ich nehme euch noch einmal kurz mit an den Anfang.

Wie alles begann: Die ersten Gedanken im Herbst 2020

Wie hat denn alles begonnen? Die ersten Gedanken, neu durchzustarten, kamen mir im Herbst 2020. Ein anstrengendes Jahr. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Jahre selbstständig im Influencer Marketing, aber eben me, myself and I – und das hat mich einfach nicht mehr zu 100 % erfüllt. Ich war damals bei meinen Kollegen bei Wexplore Productions untergemietet. Ein externes Büro sollte mir mehr gemeinschaftliches Arbeiten ermöglichen, aber Fehlanzeige: Das war es gar nicht, was mir gefehlt hatte. Daneben habe ich noch mein Masterstudium gestartet, weil ich dachte, vielleicht ist das mein fehlendes Puzzlestück. Ebenso Fehlanzeige. In dieser Zeit waren Podcasts mein ständiger Begleiter – quasi von früh bis spät.

Die Idee: Podcasts strategisch für Unternehmen denken

Ich erinnere mich noch gut an meine Vorsätze für 2021. Ich wollte Veränderung, vielleicht auch weg vom Office. Und aus meinem Challenging-Termin mit meinen Co-Partnern von Wexplore wurde die Idee, die gemeinsame Leidenschaft Podcasts näher zu betrachten. Da lag noch so viel Potential brach – es gab noch so wenige Unternehmen, die Podcasts richtig und strategisch einsetzten. Dem gegenüber standen sechs begeisterte Podcast-Köpfe, die eine gemeinsame Vision hatten: erster Ansprechpartner zu werden für Corporates, die qualitativ konzipieren, produzieren und vermarkten wollen.

Die Gründung von wepodit

Damit stehen wir wieder am Anfang meines Texts. Ich war unglaublich aufgeregt: 25 Jahre jung, in der Gründung meines zweiten Unternehmens und diesmal sollte alles anders sein. Nicht allein, sondern gemeinsam. Nicht alles auf meinen Schultern. Nicht nur auf meiner Personal Brand aufbauend. wepodit sollte eine Marke werden, die für sich steht.

Wer schon einmal eine GmbH gegründet hat (vor allem in einem größeren Gesellschafterkreis) weiß aber, dass die romantisierte Unternehmensgründung dann recht schnell sehr bürokratisch wird. Es gibt hier viele Themen, die vorab zu klären sind: Markenanmeldung, Namensgebung, rechtliche Rahmenbedingungen, etc. Fun Fact: wepodit hat bis 4 Tage vor dem Notartermin noch anders geheißen. Leider ist uns bei der Markenanmeldung jemand zuvorgekommen. Im Nachhinein sehe ich das als großes Glück, damals dachte ich, warum nimmt mir jemand “meinen” Namen weg.

    Das erste Jahr: Euphorie trifft Realität

    Und dann ging es auch schon los. Ein Jahr voller Up and Downs. Viele Erstgespräche mit zögerlichen Kund:innen dämpften die erste Euphorie. Doch auch das gehört zu einer Gründer:innen-Reise. Gott sei Dank war ich nicht allein, sondern hatte immer jemanden zum Challengen, zum “wieder in die Spur bringen“ und vor allem ab Oktober 2021 meine ersten beiden geringfügigen Mitarbeiter:innen, die bis heute Teil von wepodit sind.

    Wachstum: Team, Kund:innen und erste Referenzen

    Mit weiterem Teamzuwachs ging es ins nächste Jahr. Marlene stieß zu uns, ebenfalls bis heute wichtiger Bestandteil von wepodit. Wir hatten die ersten Corporate-Kunden, die ersten Referenzen, die uns wiederum weitere Türen öffneten. Auch wenn sich das jetzt retrospektiv alles sehr natürlich und organisch anhört, war es teilweise sehr hart. Natürlich ist auch langsames Wachstum Wachstum, aber für einen ungeduldigen Menschen wie mich ging es dennoch oft viel zu schleppend voran.

    Vom Start-up zur Marke

    2023 durfte wepodit weiterwachsen. Die ersten Vollzeit-Mitarbeiter:innen kamen ins Team. Aus einem flexiblen Start-up ohne wirkliche Strukturen – denn die waren bislang alle in meinem Kopf – wurde plötzlich ein richtiges Unternehmen. Wir wurden professioneller. Eigenständiger. Eine Marke.

    2023 und 2024 waren für mich unternehmerisch sicher keine einfachen Jahre, aber unglaublich wichtig. Es waren zwei Jahre, in denen ich nicht nur viel über die Branche, sondern auch über mich und meinen Führungsstil kennenlernen durfte.

    Plötzlich wurden wir über Österreichs Grenzen hinaus sichtbar. Kund:innen haben über uns gesprochen, uns weiterempfohlen. Gleichzeitig waren es Jahre, in denen Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen stark auf der Bremse standen. Projekte wurden verschoben, zum Teil um ein bis zwei Jahre – was in der Timeline von großen Corporates natürlich nur eine kleine Überbrückung ist, für so ein junges Unternehmen wie uns aber quasi unsere Halbwertszeit.

    Was mich heute besonders stolz macht

    Jeder Kunde, der uns vertraut, wird bei uns mit größter Freude und Leidenschaft betreut. Das wissen unsere Kund:innen auch aus eigener Erfahrung. Umso glücklicher macht es mich, dass wir in den letzten Jahren eine ungebrochene Retention Rate von über 80 % haben. Wir feiern mit unseren Kund:innen ihre Erfolge – egal ob es die 70 % Durchhörquote, eine Nominierung für einen Podcast Award oder eine magische Downloads- und Streams-Anzahl ist.

    2025 hat sich bei uns intern viel verändert. Wir haben in allen Bereichen sehr effiziente Prozesse, was uns schnell macht und die Möglichkeit gibt, dass jeder Kunde von jedem wepodit Team Member zu jeder Zeit in der gleichen Qualität betreut werden kann. Wir stehen nie still, sondern sind immer da, wenn man uns braucht. Und das macht uns auch in Zeiten von KI zum perfekten Partner.

    5 Jahre wepodit und es fühlt sich an wie der Anfang

    Wenn ich also auf 5 Jahre wepodit zurückschaue, bin ich vor allem auf die Menschen stolz, die das gemeinsam mit mir jeden Tag bewerkstelligen. Die jeden Tag daran arbeiten, dass die Podcast-Landschaft noch bunter und zugänglicher wird. Die jeden Tag beweisen, dass Podcasts kein Nischenmedium mehr sind. Die beweisen, dass wepodit eine Marke ist, die von der großartigen Leistung der Menschen dahinter lebt und dadurch wächst. Das erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz. Und ich denke, ich spreche für mich und meine mittlerweile drei verbliebenen Co-Founder, wenn ich sage: Es ist so viel besser geworden, als wir uns in unseren kühnsten Träumen jemals ausgemalt hätten.

    Übrigens bin ich mit dem 5. Geburtstag nicht über eine Ziellinie gelaufen, sondern gerade erst losgestartet.

    Behind the mic: „The Wellbeing Code“- der Podcast von BIOGENA

    Schon mehr als 50 000 Downloads und Streams seit Veröffentlichung– der Podcast „The Wellbeing Code“ von BIOGENA  ist ein richtig tolles Beispiel dafür, wie gut Corporate Podcasts funktionieren können! Wir haben mit BIOGENA-Geschäftsführerin Julia Hoffmann über ihr Herzensprojekt gesprochen.

     

    wepodit:  Erstmals herzliche Gratulation zu euren tollen Zahlen. Ihr werdet offensichtlich sehr gern gehört! Wie geht’s dir selbst damit, hättest du gedacht, dass euer Podcast so „durch die Decke“ geht?

    Julia Hoffmann: Nein, absolut nicht! Uns hat niemand nach einem Podcast-Format gefragt. Die Idee dazu kam von uns, kurz bevor wir losgestartet sind. Und es war einfach ein Ergänzungsgedanke rund um unsere Biogena Academy, wo wir ja sehr viele Gesundheitsformate an die Frau bzw. an den Mann bringen. Wir wollten unkompliziert losstarten – dass unsere BIOGENA Community den Podcast dermaßen willkommen heißt und so in die tägliche Routine bzw. wöchentliche Routine mit aufnimmt, ist für mich etwas ganz Besonderes und freut mich sehr!

    wepodit: Du bist für den Podcast ja in eine neue Rolle geschlüpft – du moderierst ihn selbst, bist also der Podcast Host. Wie geht es dir damit?  

    Julia Hoffmann: Zu Beginn war es sehr ungewohnt. Ich mache bei BIOGENA sehr viel, aber die Moderation, das Hosting eines Podcasts oder eines vergleichbaren Formats war bis dato nicht auf meiner Agenda. Umso mehr habe ich Feuer gefangen. Ich liebe es, mich thematisch vorzubereiten, in die Inhalte einzutauchen, neue Gäste kennenzulernen, ins Gespräch zu gehen, die Community entsprechend einzubinden… Insgesamt ist der Sektor Aus- und Weiterbildungsformate für BIOGENA extrem spannend, speziell für die Academy, rund um Gesundheit und Wohlbefinden, um die Themen, die unsere Community, unsere Kund:innen eben täglich beschäftigen.

    wepodit: Du hast es gerade angesprochen: Gesundheit, Longevity, Biohacking, diese Themen  sind gerade in aller Munde. Glaubst du, dass das auch den Erfolg von „The Wellbeing Code“ mit ausmacht ? 

    Julia Hoffmann: Ja, absolut, weil wir mit dem Podcast das Ziel haben, Brücken zu bauen. Wir wollen Produkte und Services mit Themen verschränken und unsere Community unkompliziert und niederschwellig abholen. Und dadurch, dass ich Expertinnen auch einladen und befragen darf, schaffe ich es, die relevantesten Kund:innenfragen niederschwellig abzubilden und in Gesundheitswissen zu übersetzen. Umso mehr sich der Podcast entwickelt, desto spezifischer werden wir – von Basiswissen ausgehend in Richtung Deep Dive – und ich denke, da treffen wir genau den Zahn der Zeit.

    wepodit: Welche Rückmeldungen bekommt ihr denn von den Hörer:innen aus der BIOGENA Community?

    Julia Hoffmann: Von „Danke, da hab ich wieder was Neues dazugelernt“ über „Das würde ich jetzt gerne ausprobieren“ sind sämtliche Aussagen mit dabei. Oft werde ich auch persönlich angeschrieben, welche Dosierung ich bei welchem Produkt empfehlen würde, etc.  Also Rückmeldungen zu Themen, wo man merkt, die Menschen beschäftigen sich damit und sie schaffen es dann für sich auch in die Umsetzung zu bringen. Das freut mich sehr, denn damit erreichen wir richtig viel in Richtung Gesundheit und Wohlbefinden auf ganz persönlicher Ebene.

    wepodit: Ihr habt bei uns das so genannte „youpodit“-Paket gebucht. Das heißt, ihr nehmt die Folgen selbst bei euch vor Ort auf und wir produzieren sie für euch aus. Nimm uns doch einmal mit in deinen persönlichen Workflow. Wie bereitest du dich auf die jeweilige Folge vor? Was passiert da bei euch in Salzburg hinter den Kulissen?

    Julia Hoffmann: Zuerst lege ich Themen fest. Hier versuche ich immer bestmöglich zu vorauszuplanen – im Idealfall schon ein Quartal und entsprechend abgestimmt mit meinen Kolleg:innen aus dem E-Commerce Team. Dann suche ich gemeinsam mit unserem Vertriebsteam nach Expertinnen. Wir arbeiten ja mit über 30.000 Ärztinnen und Therapeuten weltweit zusammen. Das heißt, wir haben einen riesigen Wissens-Pool zur Verfügung. Oft bediene ich mich aber auch einfach an unserem „Inner Circle“ an BIOGENA-Expert:innen. Es kommt aber auch öfter vor, dass ein neues Buch veröffentlicht wird oder ich jemanden in einem anderen Podcast höre und denke: ‚Spannende Persönlichkeit, spannendes Thema‘ oder gleich beides. Dann gehe ich in den Kontaktversuch. Steht der Gast oder die Gästin, dann wird festgelegt, wann wir veröffentlichen wollen, ob es ein Live-Podcast bei uns vor Ort im Salzburger Studio ist oder remote über Riverside aufgenommen wird. Wenn all diese Dinge geplant sind, kann es mit dem Recording losgehen.

    wepodit: Wenn ein Unternehmen schon länger überlegt, einen Corporate Podcast zu starten, aber noch nicht ganz so weit ist wie ihr – was würdest du empfehlen?

    Julia Hoffmann: Ich würde im Idealfall eine Agentur empfehlen, die einen an die Hand nimmt – und dann einfach machen. Ich habe mich von Beginn an unserer Zusammenarbeit sehr sicher gefühlt, weil ich weiß, ihr seid die Profis. Ich war ein absoluter Newbie in dem Bereich, aber ich wusste, ich bin umsetzungsstark. Ich wusste, was ich möchte, was wir wollen bei Biogena, worauf wir abzielen und gemeinsam mit eurer Expertise haben wir „The Wellbeing Code“ dann recht schnell in die Umsetzung gebracht.

    wepodit: Aktuell halten wir bei Episode 33 – hat es für dich eine Episode gegeben, die dir auch persönlich sehr wichtig war, bzw. die dir thematisch besonders „hängen geblieben“ ist? 

    Julia Hoffmann: Ich habe in jeder Episode richtig viel dazugelernt. Aber beispielsweise die Eisen-Episode mit Lisa Ressi war für mich ein absoluter Augenöffner, weil ich hier auch eine persönliche Geschichte habe. Mein Ferritin-Wert war jahrelang viel zu niedrig und ich habe immer wieder gehört: „Das passt schon, das liegt ja eh im Referenzbereich“, auch von Expertinnen. Erst letztes Jahr habe ich gemerkt, was sich ändert, wenn man plötzlich in die Vollversorgung kommt, also wenn der Eisenspeicher richtig gut gefüllt ist und alle Werte entsprechend zusammenspielen. Darauf basierend habe ich mir gedacht, dass es so viele Frauen gibt, die sich schon vormittags erschöpft fühlen. Keine Frage, die Alltags-Herausforderungen sind da. Doch mit einer guten Eisenversorgung lebt es sich deutlich leichter. Und dieses Gefühl, dass – im übertragenen Sinne – jemand hinter mir steht und mich anschiebt und ich dieses permanente Erschöpfungsgefühl nicht mehr habe, das wollte ich in Podcast-Episoden gießen, weil Millionen von Frauen weltweit an Eisenmangel leiden.

    wepodit: Blicken wir abschließend noch in die Zukunft: Was steht dann in den nächsten Monaten thematisch bei „The Wellbeing Code“ an? 

    Julia Hoffmann: Ich möchte das Thema Frauengesundheit noch viel stärker angehen! Hier gibt es noch so viel Unwissen  oder auch die Grundhaltung, dass man da als Frau einfach „durch muss“. Muss man nicht, man kann sehr viel dazu beitragen, dass gewisse Lebensphasen leichter erlebt werden. Außerdem möchte ich noch mehr Themen aufgreifen, die unsere BIOGENA Community beschäftigen.

    wepodit: Vielen Dank für das Interview! 

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