Die wohl wichtigsten beiden Kennzahlen des heurigen Hitze-Sommers: wie kühl ist mein Lieblings-See gerade und wie heiß ist es aktuell in meiner Wohnung? In Season 7 unserer Podcast-Roadmap liefern wir euch zusätzlich noch ein paar entscheidende Zahlen aus dem Podcast Universum. Aber keine Sorge, euer Kopf wird davon nicht zu rauchen beginnen. Wir erklären euch ganz easy, auf welche Kennzahlen es bei der Auswertung eures Podcasts ankommt, wie ihr auf den Plattformen leichter auffindbar werdet – und natürlich beschäftigen wir uns auch mit den Basics, etwa, wie euer Podcast überhaupt auf Spotify, Apple Podcast und Co. erscheint.
Podcast Hosting erklärt: So kommt dein Podcast auf Spotify, Apple Podcasts & Co.
Podcast Hosting, RSS-Feed oder Podcast Distribution. Wenn ihr einen Podcast startet, werdet ihr relativ rasch mit diesen Begriffen konfrontiert. Sie klingen zuerst mal kompliziert, sind es aber gar nicht. Fangen wir mal bei den Basics an:
Was ist Podcast Hosting?
Ein Podcast besteht nicht nur aus einer Audio-File und das war´s dann. Damit eure Episode auf Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts oder Amazon Music verfügbar wird, braucht sie einen zentralen Speicherort. Genau diese Aufgabe übernimmt ein Podcast-Hosting-Anbieter. Bei uns ist das beispielsweise Podigee. Podigee verwaltet sämtliche Inhalte unserer Podcasts:
- Audiodateien
- Podcast-Cover
- Podcast-Beschreibung
- Episodentitel
- Shownotes
- Veröffentlichungsdaten
Von Podigee aus werden dann alle Informationen automatisch an die verschiedenen Podcast-Plattformen verteilt. Wir laden eine Folge also nur einmal hoch, und der Hosting-Anbieter übernimmt den Rest.
Was ist ein RSS-Feed?
Der RSS-Feed ist das Herzstück jedes Podcasts. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine digitale Informationsliste, die alle relevanten Daten deines Podcasts enthält. Dazu gehören unter anderem der Titel, die Podcast-Beschreibung und natürlich die Audiodatei. Sobald eine neue Episode veröffentlicht wird, aktualisiert sich dieser Feed automatisch. Podcast-Plattformen wie Spotify und Co. lesen den RSS-Feed regelmäßig aus und übernehmen neue Folgen selbstständig.
Warum reicht Spotify allein nicht aus?
Vielleicht habt ihr früher auch geglaubt, dass Podcasts direkt auf Spotify und Co. gespeichert werden. Mit dieser Annahme seid ihr nicht allein: ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Podcasts direkt bei Spotify gespeichert werden. ABER: Spotify, Apple Podcasts oder Amazon Music sind keine Speicherorte, sondern Ausspielplattformen. Sie greifen lediglich auf den RSS-Feed deines Podcasts zu und stellen die Inhalte ihren Nutzer:innen zur Verfügung. Das könnt ihr euch ähnlich wie eine Bibliothek vorstellen: Die Bücher werden von den Verlagshäusern zuerst dort verteilt, bevor man sie ausleihen kann. Beim Podcast übernimmt diese Rolle der Hosting-Anbieter.
Wie funktioniert die Veröffentlichung einer Podcast-Folge?
Der Veröffentlichungsprozess ist eigentlich ziemlich easy:
In der Regel müsst ihr folgende Schritte durchführen:
- Ihr ladet das Podcast File bei eurem Hosting-Anbieter hoch
- Ihr ergänzt den Episodentitel und fügt die Shownotes ein
- Ihr plant das Veröffentlichungsdatum.
Zum gewünschten Zeitpunkt verteilt der Hosting-Anbieter die Episode dann automatisch an alle verbundenen Plattformen. Eine manuelle Veröffentlichung auf jeder einzelnen Plattform ist nicht notwendig. Gerade für Unternehmenspodcasts oder Podcasts mit regelmäßigem Veröffentlichungsrhythmus spart diese zentrale Verwaltung viel Zeit und reduziert Fehlerquellen.
Wie gelangt nun aber ein ganz neuer Podcast auf die Hosting-Plattformen?
Wenn ihr euren Podcast ganz neu startet, müsst ihr ihn bei eurem jeweiligen Hosting-Anbieter zuerst anlegen. Als Voraussetzung dafür braucht ihr grundlegende Infos wie den Podcast Namen, das Cover, eine allgemeine Beschreibung, eine Kategorie (beispielsweise Kultur oder Wissen) sowie einen Trailer oder eine erste Episode. Habt ihr diese Daten eingegeben, dann erstellt der Hosting-Anbieter automatisch den RSS-Feed, der dann mit den Podcast Plattformen wie Spotify und Co. verbunden wird. Einmal erledigt, erscheinen danach alle zukünftigen Episoden automatisch auf sämtlichen angebundenen Plattformen. Außerdem bekommt ihr dann auch eure Podcast-Statistiken, die ja zur Erfolgsmessung entscheidend sind.
Fazit: Ein gutes Podcast Hosting sorgt dafür, dass euer Podcast zuverlässig veröffentlicht, auf allen wichtigen Plattformen ausgespielt und professionell verwaltet wird. Wenn ihr die technische Infrastruktur von Beginn an richtig aufsetzt, spart ihr euch also langfristig Zeit und Nerven, vermeidet potenzielle Fehler und erhaltet gleichzeitig wertvolle Einblicke in die Entwicklung eures Podcasts.
Podcast-KPIs verstehen: So messt ihr den Erfolg eures (Corporate-) Podcasts
Wir haben uns nun ausführlich ums Thema Hosting gekümmert. Noch spannender ist aber natürlich die Auswertung auf den Hosting-Plattformen, damit ihr auch einschätzen könnt, wie euer Podcast performt! Downloads & Streams, Abonennt:innen, Durchhörquote: bei diesen Begriffen verirrt man sich schnell mal im Zahlen-Dschungel. Doch was bedeuten sie im Detail und welche Kennzahlen sind überhaupt aussagekräftig für euch? Woran lässt sich erkennen, ob euer Unternehmens-Podcast seine Ziele erreicht?
Erfolg beginnt mit einer klaren Zielsetzung
Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Es gibt keine allgemeingültige Kennzahl für Podcast-Erfolg. Welche KPIs relevant sind, hängt immer auch stark davon ab, welches Ziel ihr mit eurem Projekt verfolgt. Unsere Empfehlung lautet daher: bevor ihr mit der Zahlen-Auswertung loslegt, solltet ihr definieren, was euer Podcast überhaupt erreichen soll. Geht es darum, die Arbeitgebermarke zu stärken? Neue Kund:innen zu gewinnen? Bestehende Zielgruppen langfristig zu binden oder Mitarbeiter:innen ausreichend über eure Firma zu informieren? Erst wenn diese Ziele feststehen, lässt sich beurteilen, welche Kennzahlen tatsächlich Aufschluss über den Erfolg geben. Ein Podcast ohne klare Zieldefinition liefert zwar Daten, aber kaum verwertbare Erkenntnisse.
Welche Podcast-KPIs wirklich relevant sind
Downloads und Streams gehören zu den bekanntesten Podcast-Kennzahlen und liefern einen ersten Eindruck über die Reichweite eines Podcasts. Für eine fundierte Bewertung reichen sie aber nicht aus. Besonders aussagekräftig sind unter anderem diese Zahlen:
- Durchhörquote: Wie lange hören Nutzer:innen eine Episode tatsächlich? Brechen sie nach wenigen Minuten wieder ab, weil sie sich langweilen oder bleiben sie bis zum Schluss dran? Eine hohe Completion Rate spricht dafür, dass die Hörer:innen eure Inhalte interessant finden – und zwar bis zum bitteren Ende 😉
- Impressions und Reichweite: Sie zeigen, wie oft ein Podcast beispielsweise auf Spotify potenziellen Hörer:innen ausgespielt wurde. (Das heißt aber noch nicht, dass sie ihn auch gehört haben!)
- Demografische Daten: Alter, Geschlecht oder Standort helfen dabei zu beurteilen, ob ihr mit eurem Podcast die gewünschte Zielgruppe erreicht.
- Qualitative Kennzahlen: Feedback aus der Community, Kommentare, Social-Media-Erwähnungen, Newsletter-Anmeldungen oder Website-Besuche liefern oft wertvolle Hinweise auf die tatsächliche Wirkung eines Podcasts.
Gerade bei Corporate Podcasts sind diese qualitativen Faktoren häufig aussagekräftiger als reine Reichweitenzahlen.
Podcast Reporting richtig einschätzen
Ein Irrtum besteht darin, den Erfolg (oder Misserfolg) eines Podcasts ausschließlich an den Downloadzahlen festzumachen. Podcasts entwickeln sich meist langfristig. Viele Episoden werden noch Monate oder sogar Jahre nach ihrer Veröffentlichung gehört. Ebenso problematisch ist es, Kennzahlen zwar regelmäßig zu erheben, daraus aber keine konkreten Maßnahmen (etwa für die Bewerbung) abzuleiten. Ein Reporting sollte immer als Grundlage dienen, Inhalte, Formate oder Veröffentlichungsrhythmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein professionelles Podcast-Reporting besteht bei uns nicht nur aus Tabellen und Diagrammen. Es ist individuell auf euren Podcast zugeschnitten, macht Entwicklungen sichtbar, vergleicht Kennzahlen über einen längeren Zeitraum und zeigt auf, welche Themen bei eurem Podcast besonders gut funktionieren. Für die meisten Unternehmenspodcasts reicht ein monatliches Reporting aus. Ergänzend empfehlen wir auch eine strategische Auswertung pro Quartal, um Trends frühzeitig zu erkennen und die Podcast-Strategie entsprechend anzupassen.
Fazit
Podcast-Erfolg lässt sich nicht an einer einzelnen Zahl festmachen. Erst das Zusammenspiel aus klar definierten Zielen, den passenden KPIs und einer kontinuierlichen Analyse zeigt, ob ein Podcast seine gewünschte Wirkung erzielt. Wenn ihr Kennzahlen nicht nur sammelt, sondern richtig interpretiert und daraus Optimierungen ableitet, schafft ihr die Grundlage für einen Podcast, der langfristig erfolgreich ist – sowohl in Bezug auf Reichweite als auch auf seine strategischen Kommunikationsziele.
