Hausbauen ist komplex. Entscheidungen wirken langfristig und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Genau hier setzt der Corporate Podcast von Genböck Haus „gscheit bauen“ an.
Im Rahmen unserer Interview-Reihe “Behind the mic” sprechen wir mit Unternehmen darüber, warum sie sich für einen Podcast entschieden haben und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Dieses Mal erzählen Helmut Möseneder, Birgit Hinterberger und Martin Genböck von Genböck Haus aus Haag am Hausruck, warum Audio für sie der richtige Kanal ist und welche Rolle der Podcast in ihrer externen Kommunikation spielt.
wepodit: Der Podcast „gscheit bauen“ läuft nun bereits seit zwei Jahren – herzliche Gratulation! In dieser Zeit durften wir gemeinsam mit euch zahlreiche Episoden rund um nachhaltiges Hausbauen umsetzen. Was hat euch damals dazu bewogen zu sagen: „Wir starten jetzt einen Podcast“?
Birgit Hinterberger: Die Entscheidung für einen eigenen Podcast ist eigentlich schon viel früher gefallen. Denn eines war für uns schon lange klar: Das ist genau der Kanal, über den wir unsere Kund:innen gut erreichen können. Gleichzeitig bietet ein Podcast die perfekte Möglichkeit, die Vielzahl an Informationen rund um nachhaltiges Bauen verständlich, gut strukturiert und vor allem persönlich zu vermitteln.
Trotzdem war es ein längerer Weg. Die Idee lag über mehrere Jahre immer wieder am Tisch, aber die Umsetzung erschien uns zunächst sehr aufwendig. Uns war zum Beispiel nicht klar, wie die Aufnahmen ablaufen, wer den Schnitt übernimmt oder wie die Veröffentlichung funktioniert. Wir haben damals mit unterschiedlichen Geschäftspartnern gesprochen und in einem dieser Gespräche kam schließlich wepodit ins Spiel. Danach haben wir bei euch angefragt 🙂
wepodit: Wie haben Mitarbeiter:innen und Kund:innen auf die Einführung von „gscheit bauen“ reagiert? Welches Feedback bekommt ihr?
Die Mitarbeiter:innen waren anfangs durchaus überrascht, dass wir einen Podcast starten. Gleichzeitig war das Interesse groß – vor allem daran, welche Inhalte man darüber vermitteln kann und wie ein Podcast überhaupt funktioniert. Besonders schön ist, dass mittlerweile über die Hälfte der Episoden von unseren Mitarbeiter:innen gestaltet wurden – egal ob aus Vertrieb, Technik, Produktion oder Service. So konnten sie ihre Fachgebiete und ihre tägliche Arbeit bei Genböck sehr authentisch präsentieren. Auch von Kund:innen haben wir sehr unterschiedliches Feedback erhalten. Von einigen Interessent:innen wissen wir jedoch, dass sie alle bisherigen Folgen gehört haben und sich jedes Mal freuen, wenn eine neue Episode erscheint.
wepodit: Birgit, hast du das Gefühl, dass „gscheit bauen“ sein Ziel erfüllt – nämlich Hausbaufamilien in Oberösterreich gut aufzuklären?
Birgit Hinterberger: Absolut. Das Tolle am Medium Podcast ist, dass man Inhalte in kleine, gut verständliche Portionen aufteilen kann. Rund um den Hausbau gibt es unglaublich viele Themen, vom Bauen selbst über das Wohnen bis hin zu Servicefragen. Ein großer Vorteil ist außerdem die Flexibilität: Die Folgen bleiben dauerhaft online. Man kann sie jederzeit nachhören oder auch einzelne Episoden überspringen, wenn sie gerade nicht relevant sind. Jede Folge steht für sich. So können sich die Hörer:innen ganz gezielt jene Inhalte auswählen, die für ihre aktuelle Lebens- und Bauphase wichtig sind.
wepodit: Martin, warum eignet sich das Medium Podcast deiner Meinung nach besonders gut für Themen wie nachhaltiges Bauen, Holzbauweise, Energieeffizienz oder smarte Hauslösungen?
Martin Genböck: Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist die Komplexität der Themen. In einem Podcast hat man die Möglichkeit, Zusammenhänge ausführlich zu erklären. Auf Social Media lassen sich viele Inhalte oft nur sehr oberflächlich behandeln, da die Beiträge in der Regel stark komprimiert sind. Im Podcast können Themen außerdem viel greifbarer und authentischer vermittelt werden. In unserem Fall kommen die zuständigen Personen selbst als Expert:innen zu Wort. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man einen Podcast in vielen Situationen nebenbei hören kann, beispielsweise auf der Baustelle. Dadurch entsteht ein längeres Zeitfenster, in dem komplexe Themen wie der Hausbau verständlich vermittelt werden können.
wepodit: Herr Möseneder, inwiefern unterstützt „gscheit bauen“ die Kommunikation von Genböck Haus, vielleicht sogar in Bezug auf die Verkaufszahlen? Wurde durch den Podcast schon ein Haus verkauft?
Helmut Möseneder: Der Podcast unterstützt unsere Kommunikation auf jeden Fall sehr gut. Wir haben auch schon Rückmeldungen von Kund:innen erhalten, dass sie eben genau durch den Podcast ein noch besseres Gefühl bekommen haben und er auch ihre Kaufentscheidung positiv beeinflusst hat. Feedback wie dieses freut uns natürlich besonders und zeigt, dass sich der Podcast für uns definitiv auszahlt.
wepodit: Wie läuft die Produktion einer Folge von „gscheit bauen“ ab – von der Idee bis zur Veröffentlichung?
Birgit Hinterberger: Hinter jeder Folge steckt ein sehr gut eingespielter Prozess. Am Beginn unserer Zusammenarbeit stand ein gemeinsamer Workshop, in dem wir eine große Sammlung möglicher Themen erarbeitet haben. Diese Liste wird laufend ergänzt und bildet bis heute die Grundlage für neue Episoden. Im Marketingteam treffen wir uns drei- bis viermal im Jahr, um diese Themen weiter zu konkretisieren. Auf Basis unserer Mindmap formuliert ihr dann die Fragen für die einzelnen Folgen. Nach einer kurzen Freigabeschleife steht der Interviewleitfaden fest und damit auch gleich der nächste Aufnahmetermin. Die Aufnahmen finden bei uns im Haus in Haag statt, was für uns unglaublich praktisch ist. Nach der Aufnahme erhalten wir die fertige Folge zum Reinhören und nach der Freigabe geht sie online.
wepodit: Welche Tipps würdet ihr anderen Organisationen geben, die überlegen, ebenfalls einen Corporate Podcast zu starten?
Birgit Hinterberger: Vorab sollte man sich ehrlich fragen: Passt ein Podcast wirklich zu unserem Produkt oder unserer Dienstleistung? Können wir unsere Themen in diesem Format sinnvoll und spannend erzählen? Und gibt es genügend Inhalte, um mehrere Folgen oder sogar ganze Staffeln zu füllen? Wenn diese Fragen grundsätzlich positiv beantwortet werden können, empfehle ich klar, sich professionelle Unterstützung zu holen. In unserem Fall war das eindeutig wepodit. Das sage ich jetzt nicht, weil es hier gut reinpasst, sondern weil es für uns tatsächlich den entscheidenden Unterschied gemacht hat. Es gibt heute so viele Kommunikationskanäle, da kann man nicht überall selbst Profi sein. Deshalb ist es absolut sinnvoll, sich an Menschen zu wenden, die genau das können. Für uns war das der Schlüssel, damit unser Podcast „gscheit bauen“ entstehen konnte und bis heute so professionell läuft.
wepodit: Vielen Dank für das Gespräch!
