Behind the mic: „The Wellbeing Code“- der Podcast von BIOGENA

Schon mehr als 50 000 Downloads und Streams seit Veröffentlichung– der Podcast „The Wellbeing Code“ von BIOGENA  ist ein richtig tolles Beispiel dafür, wie gut Corporate Podcasts funktionieren können! Wir haben mit BIOGENA-Geschäftsführerin Julia Hoffmann über ihr Herzensprojekt gesprochen.

 

wepodit:  Erstmals herzliche Gratulation zu euren tollen Zahlen. Ihr werdet offensichtlich sehr gern gehört! Wie geht’s dir selbst damit, hättest du gedacht, dass euer Podcast so „durch die Decke“ geht?

Julia Hoffmann: Nein, absolut nicht! Uns hat niemand nach einem Podcast-Format gefragt. Die Idee dazu kam von uns, kurz bevor wir losgestartet sind. Und es war einfach ein Ergänzungsgedanke rund um unsere Biogena Academy, wo wir ja sehr viele Gesundheitsformate an die Frau bzw. an den Mann bringen. Wir wollten unkompliziert losstarten – dass unsere BIOGENA Community den Podcast dermaßen willkommen heißt und so in die tägliche Routine bzw. wöchentliche Routine mit aufnimmt, ist für mich etwas ganz Besonderes und freut mich sehr!

wepodit: Du bist für den Podcast ja in eine neue Rolle geschlüpft – du moderierst ihn selbst, bist also der Podcast Host. Wie geht es dir damit?  

Julia Hoffmann: Zu Beginn war es sehr ungewohnt. Ich mache bei BIOGENA sehr viel, aber die Moderation, das Hosting eines Podcasts oder eines vergleichbaren Formats war bis dato nicht auf meiner Agenda. Umso mehr habe ich Feuer gefangen. Ich liebe es, mich thematisch vorzubereiten, in die Inhalte einzutauchen, neue Gäste kennenzulernen, ins Gespräch zu gehen, die Community entsprechend einzubinden… Insgesamt ist der Sektor Aus- und Weiterbildungsformate für BIOGENA extrem spannend, speziell für die Academy, rund um Gesundheit und Wohlbefinden, um die Themen, die unsere Community, unsere Kund:innen eben täglich beschäftigen.

wepodit: Du hast es gerade angesprochen: Gesundheit, Longevity, Biohacking, diese Themen  sind gerade in aller Munde. Glaubst du, dass das auch den Erfolg von „The Wellbeing Code“ mit ausmacht ? 

Julia Hoffmann: Ja, absolut, weil wir mit dem Podcast das Ziel haben, Brücken zu bauen. Wir wollen Produkte und Services mit Themen verschränken und unsere Community unkompliziert und niederschwellig abholen. Und dadurch, dass ich Expertinnen auch einladen und befragen darf, schaffe ich es, die relevantesten Kund:innenfragen niederschwellig abzubilden und in Gesundheitswissen zu übersetzen. Umso mehr sich der Podcast entwickelt, desto spezifischer werden wir – von Basiswissen ausgehend in Richtung Deep Dive – und ich denke, da treffen wir genau den Zahn der Zeit.

wepodit: Welche Rückmeldungen bekommt ihr denn von den Hörer:innen aus der BIOGENA Community?

Julia Hoffmann: Von „Danke, da hab ich wieder was Neues dazugelernt“ über „Das würde ich jetzt gerne ausprobieren“ sind sämtliche Aussagen mit dabei. Oft werde ich auch persönlich angeschrieben, welche Dosierung ich bei welchem Produkt empfehlen würde, etc.  Also Rückmeldungen zu Themen, wo man merkt, die Menschen beschäftigen sich damit und sie schaffen es dann für sich auch in die Umsetzung zu bringen. Das freut mich sehr, denn damit erreichen wir richtig viel in Richtung Gesundheit und Wohlbefinden auf ganz persönlicher Ebene.

wepodit: Ihr habt bei uns das so genannte „youpodit“-Paket gebucht. Das heißt, ihr nehmt die Folgen selbst bei euch vor Ort auf und wir produzieren sie für euch aus. Nimm uns doch einmal mit in deinen persönlichen Workflow. Wie bereitest du dich auf die jeweilige Folge vor? Was passiert da bei euch in Salzburg hinter den Kulissen?

Julia Hoffmann: Zuerst lege ich Themen fest. Hier versuche ich immer bestmöglich zu vorauszuplanen – im Idealfall schon ein Quartal und entsprechend abgestimmt mit meinen Kolleg:innen aus dem E-Commerce Team. Dann suche ich gemeinsam mit unserem Vertriebsteam nach Expertinnen. Wir arbeiten ja mit über 30.000 Ärztinnen und Therapeuten weltweit zusammen. Das heißt, wir haben einen riesigen Wissens-Pool zur Verfügung. Oft bediene ich mich aber auch einfach an unserem „Inner Circle“ an BIOGENA-Expert:innen. Es kommt aber auch öfter vor, dass ein neues Buch veröffentlicht wird oder ich jemanden in einem anderen Podcast höre und denke: ‚Spannende Persönlichkeit, spannendes Thema‘ oder gleich beides. Dann gehe ich in den Kontaktversuch. Steht der Gast oder die Gästin, dann wird festgelegt, wann wir veröffentlichen wollen, ob es ein Live-Podcast bei uns vor Ort im Salzburger Studio ist oder remote über Riverside aufgenommen wird. Wenn all diese Dinge geplant sind, kann es mit dem Recording losgehen.

wepodit: Wenn ein Unternehmen schon länger überlegt, einen Corporate Podcast zu starten, aber noch nicht ganz so weit ist wie ihr – was würdest du empfehlen?

Julia Hoffmann: Ich würde im Idealfall eine Agentur empfehlen, die einen an die Hand nimmt – und dann einfach machen. Ich habe mich von Beginn an unserer Zusammenarbeit sehr sicher gefühlt, weil ich weiß, ihr seid die Profis. Ich war ein absoluter Newbie in dem Bereich, aber ich wusste, ich bin umsetzungsstark. Ich wusste, was ich möchte, was wir wollen bei Biogena, worauf wir abzielen und gemeinsam mit eurer Expertise haben wir „The Wellbeing Code“ dann recht schnell in die Umsetzung gebracht.

wepodit: Aktuell halten wir bei Episode 33 – hat es für dich eine Episode gegeben, die dir auch persönlich sehr wichtig war, bzw. die dir thematisch besonders „hängen geblieben“ ist? 

Julia Hoffmann: Ich habe in jeder Episode richtig viel dazugelernt. Aber beispielsweise die Eisen-Episode mit Lisa Ressi war für mich ein absoluter Augenöffner, weil ich hier auch eine persönliche Geschichte habe. Mein Ferritin-Wert war jahrelang viel zu niedrig und ich habe immer wieder gehört: „Das passt schon, das liegt ja eh im Referenzbereich“, auch von Expertinnen. Erst letztes Jahr habe ich gemerkt, was sich ändert, wenn man plötzlich in die Vollversorgung kommt, also wenn der Eisenspeicher richtig gut gefüllt ist und alle Werte entsprechend zusammenspielen. Darauf basierend habe ich mir gedacht, dass es so viele Frauen gibt, die sich schon vormittags erschöpft fühlen. Keine Frage, die Alltags-Herausforderungen sind da. Doch mit einer guten Eisenversorgung lebt es sich deutlich leichter. Und dieses Gefühl, dass – im übertragenen Sinne – jemand hinter mir steht und mich anschiebt und ich dieses permanente Erschöpfungsgefühl nicht mehr habe, das wollte ich in Podcast-Episoden gießen, weil Millionen von Frauen weltweit an Eisenmangel leiden.

wepodit: Blicken wir abschließend noch in die Zukunft: Was steht dann in den nächsten Monaten thematisch bei „The Wellbeing Code“ an? 

Julia Hoffmann: Ich möchte das Thema Frauengesundheit noch viel stärker angehen! Hier gibt es noch so viel Unwissen  oder auch die Grundhaltung, dass man da als Frau einfach „durch muss“. Muss man nicht, man kann sehr viel dazu beitragen, dass gewisse Lebensphasen leichter erlebt werden. Außerdem möchte ich noch mehr Themen aufgreifen, die unsere BIOGENA Community beschäftigen.

wepodit: Vielen Dank für das Interview! 

Podcast-Roadmap 2026: SEASON 3

Ende März – Frühlingsbeginn und Zeit für Season 3 unserer Podcast Roadmap! Es geht um Pre-Production & Podcast Branding. So wie die Frühlingsblumen sprießen ja gerade täglich neue Podcasts aus dem Boden. Gefühlt jeden Tag erscheinen neue Formate, mit neuen Hosts und neuen oder bereits bestehenden Themen. Für Hörer:innen bedeutet das eine enorme Auswahl, für Podcaster:innen aber auch immer mehr Konkurrenz. Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, und oft dauert es nur wenige Sekunden, bis jemand entscheidet, ob er bei einem Podcast dranbleibt oder einfach weiter scrollt. Wie ihr mit eurem Podcast echte Wiedererkennung schafft, darum geht´s in Season 3 unserer Podcast Roadmap.

Um bei den Frühlingsblumen zu bleiben: beim Podcast Branding geht es um den Samen, den ihr sät! Er ist die Grundlage für euren Podcast. Erst ein klar erkennbarer Stil sorgt dafür, dass euer Podcast bei den Hörer:innen im Gedächtnis bleibt, Vertrauen aufbaut und sich von anderen Formaten abhebt. Doch was bedeutet Branding im Podcast-Kontext eigentlich genau und wie schafft man echte Wiedererkennung?

Was Podcast-Branding wirklich bedeutet

Branding wird im Podcast-Kontext oft auf das Cover oder ein Intro reduziert. Tatsächlich entsteht eine Podcast-Marke aber erst durch das Zusammenspiel mehrerer Elemente. Dazu gehören unter anderem:

  • Sounddesign (Intro-Jingle, Musik, generelle Audioqualität)
  • visuelles Erscheinungsbild, etwa das Podcast-Cover
  • Stil und Tonalität des Formats
  • wiederkehrende Rubriken oder Strukturen
  • die Moderation und Persönlichkeit des Hosts

Erst wenn diese Komponenten stimmig sind, entsteht eine klare Identität. Ziel ist es, dass Hörer:innen einen Podcast sofort wiedererkennen – egal ob sie ihn hören, im Podcast-Feed sehen oder auf Social Media entdecken.

Sound Branding: Die akustische Identität eures Podcasts

Da Podcasts (nach wie vor) ein Audioformat sind, spielt der Sound eine besonders wichtige Rolle für das Branding. Schon in den ersten Sekunden entscheidet sich, welchen Eindruck ein Podcast hinterlässt. Fast jeder Podcast startet daher mit einem Intro-Jingle als Wiedererkennungsmerkmal. Er ist meist das Erste, was Hörer:innen wahrnehmen, und daher zentraler Bestandteil des Soundbrandings. Ein guter Podcast-Jingle sollte einen klaren Wiedererkennungswert haben, nicht generisch wirken, zur Marke und Zielgruppe passen und natürlich nicht zu lang sein. Das Intro muss kein kompletter Song sein, davon raten wir sogar eher ab. Oft reichen nur wenige „catchy“ Sekunden, um eine starke akustische Identität zu schaffen und gleichzeitig schnell in die Folge einzusteigen. Natürlich sollte hier auch die Musik zur Marke passen. Denn die Stimmung der Musik unterstützt die Wahrnehmung des Podcast und prägt das Hörerlebnis. Beispiel: Ein Podcast über Fitness oder Start-ups wird eher dynamische, moderne Musik verwenden. Eine völlig andere Musikrichtung (beispielsweise schwer, getragen) könnte sogar irritierend wirken, wenn sie nicht zum Thema oder zur Zielgruppe passt.

Wiederkehrende Soundelemente

Ein weiterer Bestandteil von Soundbranding sind Signature Sounds für wiederkehrende Rubriken. Viele Podcasts arbeiten hier mit festen Segmenten – etwa Hörerfragen, Tipps oder News. Wenn solche Rubriken mit eigenen Soundelementen versehen werden, erkennen Hörer:innen sofort, welcher Teil der Episode gerade beginnt. Das schafft Struktur und verstärkt gleichzeitig die Wiedererkennbarkeit.

Konstant hohe Audioqualität

Neben Musik und Jingle ist in Zeiten von Podcast-Vielfalt auch die technische Qualität entscheidend. Eine gleichbleibend gute Audioqualität sorgt dafür, dass der Podcast professionell wirkt und angenehm zu hören ist. Wichtige Faktoren hier sind klare Sprachaufnahmen, saubere Schnitte, konsistente Lautstärke und professionelles Mastering.

Wenn Episoden unterschiedlich laut sind oder Schnittfehler enthalten, wirkt das schnell unprofessionell und schreckt Hörer:innen ab. Aber auch andere „Fehler“ können das Branding eines Podcast schwächen – beispielsweise, wenn jede Folge ein anderes Intro hat oder generische Stockmusik verwendet wird. Klare Abschaltfaktoren sind wie schon erwähnt auch schwankende Lautstärke oder Musik, die nicht zum Thema oder zur Marke passt. Ein konsistentes Sounddesign ist daher ein zentraler Baustein für ein starkes Podcast-Branding.

Moderation: Die Stimme des Podcasts

Neben Sounddesign und Technik ist die Moderation einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines Podcasts. Denn selbst das spannendste Thema kann an Wirkung verlieren, wenn die Moderation nicht überzeugt. Podcasts leben von Persönlichkeit und von der Verbindung zwischen Host und Publikum. Eine gute Podcast-Moderation zeichnet sich vor allem durch Authentizität aus. Das Medium Podcast ist sehr persönlich: Viele Menschen hören Podcasts beim Spazierengehen, Pendeln oder Sport – oft über Kopfhörer. Dadurch entsteht eine direkte Nähe zwischen Host und Publikum. Wenn Moderierende versuchen, eine Rolle zu spielen oder künstlich „sprecherisch“ zu klingen, wirkt das schnell unnatürlich. Statt Perfektion ist daher Persönlichkeit gefragt. Eine gute Podcast-Moderation fühlt sich eher wie ein Gespräch an als wie ein Vortrag.

Vorbereitung: Struktur statt starrem Skript

Auch wenn Podcasts oft locker wirken, steckt hinter guten Gesprächen meist eine klare Vorbereitung. Viele Hosts arbeiten mit einem groben Gesprächsleitfaden, der wichtige Themen, Fragen sowie Intro und Outro enthält. Ein solcher Leitfaden dient vor allem als Orientierung. Er hilft, die Episode strukturiert aufzubauen, ohne das Gespräch zu stark einzuengen. Gerade in Interviews entstehen die spannendsten Momente häufig dann, wenn spontan auf Antworten reagiert wird.

Eine gute Moderation kombiniert daher Struktur mit Flexibilität:

  • ein klarer roter Faden für das Gespräch
  • genügend Raum für spontane Nachfragen
  • echte Reaktionen auf die Aussagen des Gastes

So bleibt ein Podcast lebendig und authentisch.

Die Rolle der Stimme

Viele Menschen glauben, man müsse eine „perfekte Radiostimme“ haben, um einen Podcast zu moderieren. In der Praxis ist das jedoch weniger entscheidend als oft angenommen. Wichtiger sind Faktoren wie die Energie und Dynamik einer Stimme, das Sprechtempo, die richtigen Betonungen sowie gut gesetzte Pausen. Gerade Podcast-Newbies sprechen häufig zu schnell oder zu monoton. Bewusste Pausen können hier helfen. Sie funktionieren wie gesprochene Gedankenstriche und geben Hörer:innen Zeit, Inhalte zu verarbeiten. Auch kleine Details können einen großen Unterschied machen. Beispielsweise wirkt eine Stimme automatisch freundlicher und lebendiger, wenn beim Sprechen gelächelt wird.

Gute Fragen als Herzstück vieler Podcasts

Besonders bei Interview-Podcasts spielen natürlich auch die Fragen eine zentrale Rolle. Gute Fragen sind meist:

  • offen formuliert
  • klar verständlich
  • persönlich oder konkret

Statt nur Fakten abzufragen, lohnt es sich, Fragen zu stellen, die Geschichten auslösen. Storys erzeugen Bilder im Kopf – und genau diese Bilder sorgen dafür, dass Hörer:innen aufmerksam bleiben. Ein Beispiel:
Anstelle von „Wie funktioniert euer Geschäftsmodell?“ könnte eine Frage lauten: „Was war die größte Herausforderung, als ihr gestartet seid?“ Solche Fragen bringen Emotion und Storytelling in ein Gespräch und machen Podcasts lebendiger.

Die Persönlichkeit des Hosts

Ein guter Podcast-Host erfüllt mehrere Rollen gleichzeitig: Er ist Gesprächspartner, Moderator und Guide für Gast und Hörer:innen. Drei Eigenschaften sind dabei besonders wichtig: Neugier, also echtes Interesse an Themen und Gästen, das sorgt nämlich für authentische Gespräche. Empathie ist ebenfalls entscheidend – sich einfühlen in die Antworten des Gastes und natürlich auch entsprechend zu reagieren. Zudem ist der Host gleichzeitig der rote Faden durch jede Episode und prägt maßgeblich die Identität des Podcasts.

Mehr dazu in unserer wepodit Podcast Folge:

Visuelles Branding: Warum das Podcast-Cover so wichtig ist

Auch wenn Podcasts ein Audioformat sind, spielt das visuelle Erscheinungsbild eine große Rolle. Das Podcast-Cover ist oft der erste Berührungspunkt mit potenziellen Hörer:innen. Auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts scrollen Nutzer:innen täglich durch zahlreiche Shows. In dieser Umgebung entscheidet häufig das Cover darüber, ob jemand auf einen Podcast klickt oder weiter scrollt.

Aber was macht ein gutes Podcast- Cover eigentlich aus?

  • Klare Gestaltung: Podcast-Cover werden meist sehr klein dargestellt. Deshalb ist es wichtig, dass sie auch in Mini-Ansicht gut erkennbar sind. Zu viele Details oder kleine Elemente wirken schnell unübersichtlich.
  • Wenig Text: Ein häufiger Fehler ist zu viel Text auf dem Cover. In der Regel reicht der Podcast-Titel und eventuell noch eine kurze Subline. Zu viele Infos werden in der ohnehin kleinen Vorschau schwer lesbar.
  • Starke Farben und Kontraste: Klare Farben und starke Kontraste helfen dabei, dass das euer Cover im Podcast-Feed auffällt und sofort erkennbar bleibt.
  • Bezug zum Corporate Design: Gerade bei Corporate Podcasts sollte sich das Cover am bestehenden Corporate Design orientieren. Unternehmensfarben, Typografie und Bildsprache können dabei helfen, eine Verbindung zur Marke herzustellen. So erkennen Hörer:innen sofort, dass der Podcast zu einem bestimmten Unternehmen gehört.

Audio & Visuals = perfect match!

Podcast-Branding funktioniert am besten, wenn Audio und visuelle Gestaltung zusammenpassen. Wenn das Cover eine bestimmte Stimmung vermittelt, sollte sich diese auch im Sounddesign widerspiegeln. Wenn beispielsweise das Design modern wirkt, der Jingle aber nicht dazu passt, entsteht schnell ein Bruch im Markenerlebnis. Das kann auf Nutzer:innen irritierend wirken und den professionellen Eindruck schwächen. Ein durchdachtes Branding sorgt für ein konsistentes Gesamterlebnis.

Mehr dazu in unserer wepodit Podcast Folge:

Warum Branding besonders für Corporate Podcasts wichtig ist

Für Unternehmen sind Podcasts ein weiterer Kommunikationskanal, um ihre Marke zu präsentieren. Sie können damit Expertise zeigen, Einblicke geben und Vertrauen aufbauen. Damit dieser Effekt funktioniert, muss der Podcast allerdings klar zur Marke passen. Ein stimmiges Branding hilft dabei, dass Hörer:innen sofort erkennen, zu welchem Unternehmen der Podcast gehört. Gerade für bestehende Kund:innen oder Mitarbeiter:innen schafft das zusätzliches Vertrauen. Gleichzeitig stärkt ein professionell gebrandeter Podcast die Markenpräsenz über einen weiteren Kanal im bestehenden Marketing-Mix.

Fazit

Season 3 unserer Podcast Roadmap zeigt: Ein Podcast lebt sowohl von guten Inhalten, als auch von einem klaren Markenauftritt nach außen. In einem stark wachsenden Podcast Markt wird Wiedererkennung immer wichtiger und trägt wesentlich zum Erfolg eures Podcast-Projektes bei. Ein durchdachtes Podcast-Branding entsteht durch ein markantes Sounddesign, ein klar gestaltetes Cover, konsistente Audioqualität und einen stimmigen Podcast-Host. Wenn ihr diese Elemente gezielt einsetzt, ist euer Samen gut gesät – ihr sorgt dafür, dass euer Podcast nicht nur gehört, sondern auch wiedererkannt wird.

Podcast-Roadmap 2026: SEASON 2

Welcome to Season 2 unserer Podcast Roadmap 2026! Diese steht ganz im Zeichen von Konzept und Storytelling. Denn eines ist klar: Ein Corporate Podcast startet nicht direkt vor dem Mikrofon. Er startet mit einer Idee und mit einem durchdachten Konzept dahinter. Viele Unternehmen beginnen motiviert. Die Technik steht, ein Name ist rasch gefunden, die erste Episode schnell mal aufgenommen. Doch bereits nach wenigen Folgen fehlt die Richtung. Themen wiederholen sich, der rote Faden verschwindet und irgendwann auch die Motivation. Genau deshalb ist ein strategisches Podcast Konzept keine Nebensache, sondern die Grundlage für langfristigen Erfolg.

Warum ein Podcast Konzept über Erfolg oder Scheitern entscheidet

Ein Podcast wirkt nach außen oft „easy“. Doch hinter erfolgreichen Formaten steckt fast immer ein klarer strategischer Rahmen. Ein gutes Podcast Konzept sorgt von Beginn an für Konsistenz. Es definiert, wofür der Podcast steht – thematisch, inhaltlich und in seiner Haltung nach außen. Es klärt die Zielgruppe, den Mehrwert und die strategischen Ziele. Und es sorgt dafür, dass jede Episode Teil eines größeren Ganzen ist.

Gerade im Corporate Podcast Umfeld ist das entscheidend. Immerhin verfolgen Unternehmen mit einem Podcast konkrete Ziele: sie wollen beispielsweise ihre Arbeitgebermarke stärken, die interne Kommunikation verbessern oder die eigene Marke bekannter machen. Doch ohne klare strategische Ausrichtung wird ein Podcast zwar zum netten Kommunikationsprojekt, dient aber nicht als wirksames Instrument. Ein durchdachtes Podcast-Konzept beantwortet deshalb zentrale Fragen wie:

  • Welche Rolle spielt der Podcast in unserer Gesamtkommunikation?
  • Welche Zielgruppe wollen wir erreichen?
  • Welches Format passt zu unserer Marke?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, wird aus einer guten Idee ein tragfähiges Format.

Konzept-Workshop als strategisches Fundament

Viele unserer Kund:innen entscheiden sich daher für den wepodit Konzept Workshop. An einem Halb- oder Ganztag erarbeiten wir gemeinsam mit ihnen ein individuell auf ihr Podcast-Projekt zugeschnittenes Konzept. Dabei arbeiten wir mit einem eigenen so genannten Canvas-Modell, angelehnt an das Business Model Canvas. Ziel ist es, alle relevanten Bausteine sichtbar zu machen und aufeinander abzustimmen. Im Zentrum stehen dabei fünf strategische Elemente: Ziele, Zielgruppe, Format, Themen, Workflow. Diese Bausteine greifen logischerweise ineinander. Wenn die Zielgruppe nicht klar definiert ist, bleibt auch das Format unscharf. Wenn die Ziele nicht eindeutig sind, fehlt dem Podcast die strategische Richtung. Und wenn der Workflow nicht durchdacht ist, scheitert das Projekt oft an internen Ressourcen. Ein professionelles Podcast Konzept sorgt dafür, dass ein Unternehmen beim Podcasten nicht „ins kalte Wasser springt“, sondern mit einem umsetzbaren, langfristig tragfähigen Format startet. Gerade für Unternehmens-Podcasts ist das essenziell. Denn hier geht es nicht nur um kreative Ideen, sondern auch um Abstimmungsprozesse, Freigaben, interne Kommunikation und strategische Einbettung in bestehende Marketing-Kanäle. Ein Podcast, der ins Ohr geht, ist nie Zufall, sondern das Ergebnis strategischer Klarheit.

Podcast Storytelling: Warum auch Corporate Podcasts Emotion brauchen

Ist das Konzept definiert, folgt der nächste entscheidende Schritt: die inhaltliche Ausrichtung. Dabei fällt schnell das Stichwort „Storytelling“. Viele unserer Kund:innen stellen sich die Frage: Wie viel Storytelling passt überhaupt in einen Corporate Podcast? Müssen wir nicht sachlich bleiben? Dürfen wir als großer Konzern überhaupt emotional erzählen? Die Antwort ist eindeutig: Storytelling ist kein Widerspruch zu Professionalität. Im Gegenteil. Es ist der Schlüssel zur Aufmerksamkeit. Menschen hören nun mal gern Geschichten und das sollten auch Unternehmen beim Podcasten bestmöglich für sich nutzen. Und auch, wenn es auf den ersten Blick oft nicht so scheint – selbst komplexe Themen werden greifbar, wenn sie in eine nachvollziehbare Story eingebettet sind. Podcast Storytelling bedeutet nicht, dramatische Inszenierungen zu schaffen. Es bedeutet, Inhalte so aufzubereiten, dass sie Bilder im Kopf der Hörer:innen erzeugen.

Gerade im Corporate Kontext bietet Storytelling enorme Chancen:

  • Fachthemen werden verständlicher.
  • Markenwerte werden erlebbar.
  • Mitarbeiter:innen werden sichtbar.
  • Unternehmensgeschichten werden greifbar.

Ein Corporate Podcast ohne Storytelling bleibt oft eine Aneinanderreihung von Informationen. Mit Storytelling entsteht ein Erlebnis.

Storytelling schafft Wiedererkennbarkeit

Das Storytelling beginnt bereits beim strukturellen Aufbau einer Episode. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, kreativ zu werden. Beispielsweise einen kurzen aussagekräftigen O-Ton aus der Episode zu Beginn, der Spannung erzeugt. Oder ein wiederkehrendes Intro, das für Orientierung sorgt. Auch wiederholende Elemente wie zum Beispiel eine fixe Abschlussfrage schaffen Wiedererkennbarkeit. Es sind nur kleine Elemente, aber genau sie sorgen dafür, dass ein Podcast zum Format mit Charakter wird. Besonders wirksam sind klare Takeaways. Drei prägnante Learnings am Ende einer Folge helfen Hörer:innen, Inhalte einzuordnen und mitzunehmen. Storytelling folgt allerdings keinem starren Schema. Es wird immer individuell entwickelt, damit es zum Unternehmen, zur Zielgruppe und den strategischen Zielen passt.

Hier ein paar erfolgreiche Konzepte für Storytelling in Unternehmenspodcasts:

This is Not a Beauty Podcast (L’Oreal Groupe): Beauty als gesellschaftliche Perspektive, nicht als Produkttalk. Das Ergebnis: kulturelle Relevanz und Glaubwürdigkeit.

Unter Uns Gesagt: Hier bringt jeder Gast ein Foto vom eigenen Kühlschrankinhalt mit, als kreativen Gesprächseinstieg und wortwörtlichen Icebreaker für tiefe, authentische Inhalte.

The Diary of a CEO: Menschzentrierte Interviews mit Deep Dive. Die Community bleibt dran, weil das Format Substanz hat.

Subway Takes: Eine Frage, ein Satz, ein Take – und das alles kurz, teilbar, überraschend. Hier funktioniert die Formatlogik wie eine Content-Maschine.

Was haben all diese Podcast-Konzepte gemeinsam? Einen klaren Fokus, ein wiedererkennbares Element – und sie erzählen Geschichten.

Talk it easy!

Ein häufiger Fehler, den wir übrigens immer wieder im Corporate Bereich sehen, ist die sprachliche Komplexität. Gerade wenn Unternehmen fachspezifische Podcasts machen, tauchen schnell einmal auch fachspezifische Begriffe oder interne Abkürzungen auf, die Moderationen sind zu lange und zu verschachtelt. All das erschwert das Zuhören. Im Podcast-Bereich gilt so wie im Radio: möglichst einfach sprechen, in kurzen, klaren Sätzen. Podcasts werden meist nebenbei konsumiert: beim Autofahren, beim Sport oder auf dem Weg ins Büro. Kaum jemand macht sich die Mühe, extra zurückzuscrollen, um den Inhalt noch einmal nachzuhören. Inhalte sollten daher so formuliert sein, dass sie beim ersten Hören verständlich sind.

Zudem holt Podcast Storytelling die Menschen in ihrer Lebensrealität ab. Ein Beispiel: Statt abstrakt über „Schlafoptimierung durch ergonomische Matratzen“ zu sprechen, kann eine Episode mit einer alltäglichen Situation beginnen, beispielsweise mit Kreuzweh am Morgen, mit Müdigkeit trotz acht Stunden Schlaf. Sofort entsteht ein Bezug zum Alltag der Hörer:innen. Und genau der sorgt dafür, dass die Hörer:innen dranbleiben.

Fazit aus Season 2: Konzept first, Storytelling always.

Ein erfolgreicher Corporate Podcast verbindet zwei Ebenen: Strategische Klarheit im Konzept und Emotionen durch Storytelling. Ohne Strategie fehlt die Richtung, ohne Storytelling fehlt die Bindung. Wenn ihr also beide Ebenen ernst nehmt, profitiert ihr langfristig. Euer Unternehmens-Podcast wird dann nicht nur veröffentlicht, sondern auch gehört. Und in Zeiten steigender Podcast-Dichte entscheidet nicht die Existenz eines Formats über Erfolg, sondern dessen Qualität und strategische Ausrichtung.

Ihr wollt euren Corporate Podcast 2026 mit uns starten? Schreibt uns eine E-Mail, an office@wepodit.com

 

Unsere Podcast-Roadmap 2026: SEASON 1

Happy new Podcast Year! 2026 markiert für uns nicht einfach ein weiteres Jahr im Podcast-Kalender, sondern einen strategischen Wendepunkt. Der Podcast-Markt ist erwachsen geworden. Wer heute ein Podcast-Projekt startet, konkurriert nicht mehr mit Hobbyformaten aus der Pionierphase, sondern mit professionell produzierten Inhalten, klar positionierten Marken und strukturierten Publishing-Strategien.

Corporate Podcasts sind mittlerweile die akustische Visitenkarte eines Unternehmens. Und genau deshalb funktioniert „einfach mal machen“ heute nicht mehr. Bei wepodit sehen wir das aber leider nach wie vor jeden Tag in der Praxis: Podcasts mit großem Potenzial, die nie richtig abheben. Projekte, die von Unternehmen mit viel Motivation gestartet werden und nach wenigen Folgen wieder einschlafen. Nicht, weil das Medium nicht funktioniert. Sondern weil Struktur im Hintergrund fehlt und oftmals auch die personellen Ressourcen zu knapp sind.

Genau hier setzt unsere „Podcast-Roadmap“ an.

2026 (übrigens auch unser 5.Geburtstag) begleiten wir euch in Bezug auf Podcasts monatlich entlang einer klaren Leitlinie. Wir erstellen über das ganze Jahr hinweg unsere „Podcast Roadmap“, aufgeteilt auf zwölf Seasons, die jeweils einen zentralen Schwerpunkt beleuchten. Season 1 (Januar) markiert den Start: Neustart & Strategie. Denn egal, ob ihr bei Null startet oder einen bestehenden Podcast neu ausrichten wollt – ohne ein sauberes Fundament funktioniert´s nicht.

Der Podcast-Markt 2026: Podcasts als fixes Alltagsmedium

Fast die Hälfte (!) der Österreicher:innen (43% laut Online Audio Monitor Austria 2025, RTR) hören mittlerweile regelmäßig Podcasts, Tendenz steigend. Bei den 15- bis 29-Jährigen sind es sogar schon zwei Drittel, die sich darüber täglich Infos holen. Konsumiert wird vor allem unterwegs: beim Sport, im Auto oder nebenbei im Alltag. Genau das macht Podcasts für Unternehmen so wertvoll. Sie erreichen Menschen in Situationen, in denen Netflix und Co. (noch?) nicht funktionieren. Hinzu kommt: Die Hördauer ist im Vergleich zu anderen Medien überdurchschnittlich hoch. Während Instagram, TikTok und Co. oft nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit bekommen, verbringen Hörer:innen im Schnitt 20 bis 40 Minuten (!) mit einer Podcast-Episode. Gleichzeitig steigt allerdings auch die Anzahl professioneller Formate. Unternehmen, Medienhäuser und Content Creator investieren zunehmend in Audio-Strategien. Der Markt wächst also nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. ABER: er ist noch keineswegs übersättigt. Der Zeitpunkt, um einen qualitativ hochwertigen Corporate Podcast zu starten, war daher nie besser als jetzt!

Season 1: Neuausrichtung & Strategie

Der Jänner stand in unserer „Podcast Roadmap“ bewusst im Zeichen des Innehaltens. Nicht des Produzierens um jeden Preis, sondern des Nachdenkens vor dem Start. Konzept, Positionierung, Zieldefinition, Ressourcenplanung, das alles sind keine optionalen Extras, sondern Voraussetzungen dafür, dass ein Podcast später die entsprechende Wirkung entfalten kann. Fragen wie:

  • Was ist das Thema/die Idee hinter unserem Podcast?
  • Welche Rolle soll der Podcast in unserer Kommunikation spielen?
  • Wer soll unseren Podcast hören?

müssen unbedingt gleich vor Beginn beantwortet werden. Erst wenn das passiert ist, ergeben die nächsten Schritte auch wirklich Sinn. Warum? Weil Podcasts Tiefe ermöglichen wie kaum ein anderes Format. Durchschnittlich 20 bis 30 Minuten Episodenlänge bieten sehr viel Zeit und Raum für Geschichten, Haltung und Emotionen. Genau diese Stärke wird aber schnell zur Schwäche, wenn das Projekt nicht vollständig durchdacht ist. Aus der Praxis wissen wir: Kein klares Konzept, keine klar definierten Zuständigkeiten, unterschätzter Zeitaufwand, das alles kann schnell zum Hemmschuh für ein eigentlich großartiges Projekt werden. Ein Podcast wird dann zur Belastung, wenn er im Unternehmen „mitläuft“ – wenn er zwischen Meetings, Social Media Posts und Kampagnen noch „schnell“ irgendwie untergebracht wird und niemand wirklich dafür verantwortlich ist. Daher ist es viel sinnvoller, ein Podcast-Projekt gemeinsam mit einem strategischen Partner im Hintergrund anzugehen. Ein Podcast scheitert nämlich gerade in KI-Zeiten selten an der Technik, sondern eigentlich immer am fehlenden Konzept dahinter. In Episode 72 des wepodit Podcast werfen wir übrigens genau darauf einen genaueren Blick. Wir erklären, warum ein durchdachtes Konzept die Lebensader jedes neuen Podcasts ist und wie ein Konzept-Workshop bei unseren Kund:innen konkret abläuft.

Unsere klare Empfehlung aus Season 1: Nehmt euch genügend Zeit für die Ausarbeitung einer Podcast-Strategie! Egal, ob ihr einem bereits existierenden Podcast-Projekt noch eine Chance geben wollt oder ganz neu mit eurem Corporate Podcast durchstarten wollt: Podcasting 2026 ist kein Zufallsprodukt mehr. Es ist ein strategisches Tool mit enormem Potenzial, aber auch mit klaren Anforderungen.

Behind the mic: „gscheit bauen“- der Podcast von Genböck Haus

Hausbauen ist komplex. Entscheidungen wirken langfristig und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Genau hier setzt der Corporate Podcast von Genböck Haus „gscheit bauen“ an.
Im Rahmen unserer Interview-Reihe “Behind the mic” sprechen wir mit Unternehmen darüber, warum sie sich für einen Podcast entschieden haben und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Dieses Mal erzählen Helmut Möseneder, Birgit Hinterberger und Martin Genböck von Genböck Haus aus Haag am Hausruck, warum Audio für sie der richtige Kanal ist und welche Rolle der Podcast in ihrer externen Kommunikation spielt.

 

wepodit: Der Podcast „gscheit bauen“ läuft nun bereits seit zwei Jahren – herzliche Gratulation! In dieser Zeit durften wir gemeinsam mit euch zahlreiche Episoden rund um nachhaltiges Hausbauen umsetzen. Was hat euch damals dazu bewogen zu sagen: „Wir starten jetzt einen Podcast“?

Birgit Hinterberger: Die Entscheidung für einen eigenen Podcast ist eigentlich schon viel früher gefallen. Denn eines war für uns schon lange klar: Das ist genau der Kanal, über den wir unsere Kund:innen gut erreichen können. Gleichzeitig bietet ein Podcast die perfekte Möglichkeit, die Vielzahl an Informationen rund um nachhaltiges Bauen verständlich, gut strukturiert und vor allem persönlich zu vermitteln.

Trotzdem war es ein längerer Weg. Die Idee lag über mehrere Jahre immer wieder am Tisch, aber die Umsetzung erschien uns zunächst sehr aufwendig. Uns war zum Beispiel nicht klar, wie die Aufnahmen ablaufen, wer den Schnitt übernimmt oder wie die Veröffentlichung funktioniert. Wir haben damals mit unterschiedlichen Geschäftspartnern gesprochen und in einem dieser Gespräche kam schließlich wepodit ins Spiel. Danach haben wir bei euch angefragt 🙂

wepodit: Wie haben Mitarbeiter:innen und Kund:innen auf die Einführung von „gscheit bauen“ reagiert? Welches Feedback bekommt ihr?

Die Mitarbeiter:innen waren anfangs durchaus überrascht, dass wir einen Podcast starten. Gleichzeitig war das Interesse groß – vor allem daran, welche Inhalte man darüber vermitteln kann und wie ein Podcast überhaupt funktioniert. Besonders schön ist, dass mittlerweile über die Hälfte der Episoden von unseren Mitarbeiter:innen gestaltet wurden – egal ob aus Vertrieb, Technik, Produktion oder Service. So konnten sie ihre Fachgebiete und ihre tägliche Arbeit bei Genböck sehr authentisch präsentieren. Auch von Kund:innen haben wir sehr unterschiedliches Feedback erhalten. Von einigen Interessent:innen wissen wir jedoch, dass sie alle bisherigen Folgen gehört haben und sich jedes Mal freuen, wenn eine neue Episode erscheint.

wepodit: Birgit, hast du das Gefühl, dass „gscheit bauen“ sein Ziel erfüllt – nämlich Hausbaufamilien in Oberösterreich gut aufzuklären?

Birgit Hinterberger: Absolut. Das Tolle am Medium Podcast ist, dass man Inhalte in kleine, gut verständliche Portionen aufteilen kann. Rund um den Hausbau gibt es unglaublich viele Themen, vom Bauen selbst über das Wohnen bis hin zu Servicefragen. Ein großer Vorteil ist außerdem die Flexibilität: Die Folgen bleiben dauerhaft online. Man kann sie jederzeit nachhören oder auch einzelne Episoden überspringen, wenn sie gerade nicht relevant sind. Jede Folge steht für sich. So können sich die Hörer:innen ganz gezielt jene Inhalte auswählen, die für ihre aktuelle Lebens- und Bauphase wichtig sind.

wepodit: Martin, warum eignet sich das Medium Podcast deiner Meinung nach besonders gut für Themen wie nachhaltiges Bauen, Holzbauweise, Energieeffizienz oder smarte Hauslösungen?

Martin Genböck: Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist die Komplexität der Themen. In einem Podcast hat man die Möglichkeit, Zusammenhänge ausführlich zu erklären. Auf Social Media lassen sich viele Inhalte oft nur sehr oberflächlich behandeln, da die Beiträge in der Regel stark komprimiert sind. Im Podcast können Themen außerdem viel greifbarer und authentischer vermittelt werden. In unserem Fall kommen die zuständigen Personen selbst als Expert:innen zu Wort. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man einen Podcast in vielen Situationen nebenbei hören kann, beispielsweise auf der Baustelle. Dadurch entsteht ein längeres Zeitfenster, in dem komplexe Themen wie der Hausbau verständlich vermittelt werden können.

wepodit: Herr Möseneder, inwiefern unterstützt „gscheit bauen“ die Kommunikation von Genböck Haus, vielleicht sogar in Bezug auf die Verkaufszahlen? Wurde durch den Podcast schon ein Haus verkauft?

Helmut Möseneder: Der Podcast unterstützt unsere Kommunikation auf jeden Fall sehr gut. Wir haben auch schon Rückmeldungen von Kund:innen erhalten, dass sie eben genau durch den Podcast ein noch besseres Gefühl bekommen haben und er auch ihre Kaufentscheidung positiv beeinflusst hat. Feedback wie dieses freut uns natürlich besonders und zeigt, dass sich der Podcast für uns definitiv auszahlt.

wepodit: Wie läuft die Produktion einer Folge von „gscheit bauen“ ab – von der Idee bis zur Veröffentlichung?

Birgit Hinterberger: Hinter jeder Folge steckt ein sehr gut eingespielter Prozess. Am Beginn unserer Zusammenarbeit stand ein gemeinsamer Workshop, in dem wir eine große Sammlung möglicher Themen erarbeitet haben. Diese Liste wird laufend ergänzt und bildet bis heute die Grundlage für neue Episoden. Im Marketingteam treffen wir uns drei- bis viermal im Jahr, um diese Themen weiter zu konkretisieren. Auf Basis unserer Mindmap formuliert ihr dann die Fragen für die einzelnen Folgen. Nach einer kurzen Freigabeschleife steht der Interviewleitfaden fest und damit auch gleich der nächste Aufnahmetermin. Die Aufnahmen finden bei uns im Haus in Haag statt, was für uns unglaublich praktisch ist. Nach der Aufnahme erhalten wir die fertige Folge zum Reinhören und nach der Freigabe geht sie online.

wepodit: Welche Tipps würdet ihr anderen Organisationen geben, die überlegen, ebenfalls einen Corporate Podcast zu starten?

Birgit Hinterberger: Vorab sollte man sich ehrlich fragen: Passt ein Podcast wirklich zu unserem Produkt oder unserer Dienstleistung? Können wir unsere Themen in diesem Format sinnvoll und spannend erzählen? Und gibt es genügend Inhalte, um mehrere Folgen oder sogar ganze Staffeln zu füllen? Wenn diese Fragen grundsätzlich positiv beantwortet werden können, empfehle ich klar, sich professionelle Unterstützung zu holen. In unserem Fall war das eindeutig wepodit. Das sage ich jetzt nicht, weil es hier gut reinpasst, sondern weil es für uns tatsächlich den entscheidenden Unterschied gemacht hat. Es gibt heute so viele Kommunikationskanäle, da kann man nicht überall selbst Profi sein. Deshalb ist es absolut sinnvoll, sich an Menschen zu wenden, die genau das können. Für uns war das der Schlüssel, damit unser Podcast „gscheit bauen“ entstehen konnte und bis heute so professionell läuft.

wepodit: Vielen Dank für das Gespräch!

Warum Podcast Hosts Vorbereitung brauchen, auch wenn sie Expert:innen sind

Zweimal im Monat gibt es eine neue Folge unseres wepodit Podcast. In der Rubrik „Mythos oder Wahrheit“ nehmen wir gängige Annahmen aus der Podcast-Bubble genauer unter die Lupe. In der aktuellen Episode geht es um folgende Aussage: „Der Host ist eh vom Fach – der braucht keine Vorbereitung.“

 

Wenn jemand Expert:in ist, dann läuft das Gespräch ja von selbst- würde man zumindest meinen. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Expertise allein ersetzt keine Moderation. Ein guter Podcast entsteht nicht zufällig – er entsteht durch Struktur, Planung und eine klare Idee davon, wie Inhalte für die jeweilige Zielgruppe aufbereitet werden müssen. Fachliche Kompetenz ist daher nur ein kleiner Teil der Aufgabe. Ein Moderator muss ein Gespräch führen und lenken, Inhalte verständlich machen, den roten Faden halten, Tempo und Tonalität steuern und die Perspektive der Hörer:innen einnehmen. Ohne Vorbereitung werden viele dieser Punkte rasch zur Herausforderung. Gespräche wirken unruhig, schweifen ab oder werden zu komplex erzählt.

Vorbereitung schafft Klarheit und Orientierung

Damit eine Podcast-Folge gut funktioniert, braucht es eine bewusste Vorbereitung. Dazu gehört:

Ziel der Episode festlegen: Was sollen die Hörer:innen am Ende wissen oder verstanden haben? Ein klares Ziel verhindert inhaltliches Abschweifen und schafft Fokus.

Struktur aufbauen: Ein Gesprächsleitfaden definiert die Dramaturgie: Einstieg, Kernteil, Beispiele, Ausblick.
Diese Struktur hilft dabei, die 20–30 Minuten Laufzeit eines Corporate Podcasts sinnvoll zu füllen.

Inhaltliche Vorbereitung: Auch Profis profitieren davon, sich noch einmal einzulesen, Begriffe zu vereinfachen oder komplexe Themen auf die Zielgruppe anzupassen.

Natürlich sprechen! Gute Vorbereitung bedeutet nicht, vorgefertigte Sätze zu lernen. Es geht darum, sicher genug im Thema zu sein, um spontan, klar und verständlich sprechen zu können. Stichworte reichen hier vollkommen.

Was passiert ohne Vorbereitung?

Unvorbereitete Moderationen führen häufig zu sprunghaften Gesprächen, überfrachteten oder zu technischen Erklärungen sowie dem Verlust des roten Fadens. Dadurch entstehen in der Konsequenz natürlich auch längere Post-Production Zeiten, weil viel geschnitten/korrigiert werden muss. Im schlimmsten Fall kann man die Episode komplett kübeln. Gerade bei komplexen Themen zeigt sich der Unterschied deutlich: Mit Vorbereitung wird das Gespräch zugänglich und präzise, ohne Vorbereitung wird es schnell unverständlich oder verliert den Fokus.

Fazit: Vorbereitung ist ein entscheidender Qualitätsfaktor

Die Aussage „Der Host ist eh vom Fach – der braucht keine Vorbereitung“ ist definitiv ein Mythos. Gute Moderation entsteht nicht durch zufälliges Fachwissen, sondern durch die Fähigkeit, Inhalte gezielt aufzubereiten und umzusetzen. Die richtige Vorbereitung sorgt dafür, dass Gespräche klar, strukturiert und für die Zielgruppe relevant bleiben.

 

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