Behind the mic: „The Wellbeing Code“- der Podcast von BIOGENA

Schon mehr als 50 000 Downloads und Streams seit Veröffentlichung– der Podcast „The Wellbeing Code“ von BIOGENA  ist ein richtig tolles Beispiel dafür, wie gut Corporate Podcasts funktionieren können! Wir haben mit BIOGENA-Geschäftsführerin Julia Hoffmann über ihr Herzensprojekt gesprochen.

 

wepodit:  Erstmals herzliche Gratulation zu euren tollen Zahlen. Ihr werdet offensichtlich sehr gern gehört! Wie geht’s dir selbst damit, hättest du gedacht, dass euer Podcast so „durch die Decke“ geht?

Julia Hoffmann: Nein, absolut nicht! Uns hat niemand nach einem Podcast-Format gefragt. Die Idee dazu kam von uns, kurz bevor wir losgestartet sind. Und es war einfach ein Ergänzungsgedanke rund um unsere Biogena Academy, wo wir ja sehr viele Gesundheitsformate an die Frau bzw. an den Mann bringen. Wir wollten unkompliziert losstarten – dass unsere BIOGENA Community den Podcast dermaßen willkommen heißt und so in die tägliche Routine bzw. wöchentliche Routine mit aufnimmt, ist für mich etwas ganz Besonderes und freut mich sehr!

wepodit: Du bist für den Podcast ja in eine neue Rolle geschlüpft – du moderierst ihn selbst, bist also der Podcast Host. Wie geht es dir damit?  

Julia Hoffmann: Zu Beginn war es sehr ungewohnt. Ich mache bei BIOGENA sehr viel, aber die Moderation, das Hosting eines Podcasts oder eines vergleichbaren Formats war bis dato nicht auf meiner Agenda. Umso mehr habe ich Feuer gefangen. Ich liebe es, mich thematisch vorzubereiten, in die Inhalte einzutauchen, neue Gäste kennenzulernen, ins Gespräch zu gehen, die Community entsprechend einzubinden… Insgesamt ist der Sektor Aus- und Weiterbildungsformate für BIOGENA extrem spannend, speziell für die Academy, rund um Gesundheit und Wohlbefinden, um die Themen, die unsere Community, unsere Kund:innen eben täglich beschäftigen.

wepodit: Du hast es gerade angesprochen: Gesundheit, Longevity, Biohacking, diese Themen  sind gerade in aller Munde. Glaubst du, dass das auch den Erfolg von „The Wellbeing Code“ mit ausmacht ? 

Julia Hoffmann: Ja, absolut, weil wir mit dem Podcast das Ziel haben, Brücken zu bauen. Wir wollen Produkte und Services mit Themen verschränken und unsere Community unkompliziert und niederschwellig abholen. Und dadurch, dass ich Expertinnen auch einladen und befragen darf, schaffe ich es, die relevantesten Kund:innenfragen niederschwellig abzubilden und in Gesundheitswissen zu übersetzen. Umso mehr sich der Podcast entwickelt, desto spezifischer werden wir – von Basiswissen ausgehend in Richtung Deep Dive – und ich denke, da treffen wir genau den Zahn der Zeit.

wepodit: Welche Rückmeldungen bekommt ihr denn von den Hörer:innen aus der BIOGENA Community?

Julia Hoffmann: Von „Danke, da hab ich wieder was Neues dazugelernt“ über „Das würde ich jetzt gerne ausprobieren“ sind sämtliche Aussagen mit dabei. Oft werde ich auch persönlich angeschrieben, welche Dosierung ich bei welchem Produkt empfehlen würde, etc.  Also Rückmeldungen zu Themen, wo man merkt, die Menschen beschäftigen sich damit und sie schaffen es dann für sich auch in die Umsetzung zu bringen. Das freut mich sehr, denn damit erreichen wir richtig viel in Richtung Gesundheit und Wohlbefinden auf ganz persönlicher Ebene.

wepodit: Ihr habt bei uns das so genannte „youpodit“-Paket gebucht. Das heißt, ihr nehmt die Folgen selbst bei euch vor Ort auf und wir produzieren sie für euch aus. Nimm uns doch einmal mit in deinen persönlichen Workflow. Wie bereitest du dich auf die jeweilige Folge vor? Was passiert da bei euch in Salzburg hinter den Kulissen?

Julia Hoffmann: Zuerst lege ich Themen fest. Hier versuche ich immer bestmöglich zu vorauszuplanen – im Idealfall schon ein Quartal und entsprechend abgestimmt mit meinen Kolleg:innen aus dem E-Commerce Team. Dann suche ich gemeinsam mit unserem Vertriebsteam nach Expertinnen. Wir arbeiten ja mit über 30.000 Ärztinnen und Therapeuten weltweit zusammen. Das heißt, wir haben einen riesigen Wissens-Pool zur Verfügung. Oft bediene ich mich aber auch einfach an unserem „Inner Circle“ an BIOGENA-Expert:innen. Es kommt aber auch öfter vor, dass ein neues Buch veröffentlicht wird oder ich jemanden in einem anderen Podcast höre und denke: ‚Spannende Persönlichkeit, spannendes Thema‘ oder gleich beides. Dann gehe ich in den Kontaktversuch. Steht der Gast oder die Gästin, dann wird festgelegt, wann wir veröffentlichen wollen, ob es ein Live-Podcast bei uns vor Ort im Salzburger Studio ist oder remote über Riverside aufgenommen wird. Wenn all diese Dinge geplant sind, kann es mit dem Recording losgehen.

wepodit: Wenn ein Unternehmen schon länger überlegt, einen Corporate Podcast zu starten, aber noch nicht ganz so weit ist wie ihr – was würdest du empfehlen?

Julia Hoffmann: Ich würde im Idealfall eine Agentur empfehlen, die einen an die Hand nimmt – und dann einfach machen. Ich habe mich von Beginn an unserer Zusammenarbeit sehr sicher gefühlt, weil ich weiß, ihr seid die Profis. Ich war ein absoluter Newbie in dem Bereich, aber ich wusste, ich bin umsetzungsstark. Ich wusste, was ich möchte, was wir wollen bei Biogena, worauf wir abzielen und gemeinsam mit eurer Expertise haben wir „The Wellbeing Code“ dann recht schnell in die Umsetzung gebracht.

wepodit: Aktuell halten wir bei Episode 33 – hat es für dich eine Episode gegeben, die dir auch persönlich sehr wichtig war, bzw. die dir thematisch besonders „hängen geblieben“ ist? 

Julia Hoffmann: Ich habe in jeder Episode richtig viel dazugelernt. Aber beispielsweise die Eisen-Episode mit Lisa Ressi war für mich ein absoluter Augenöffner, weil ich hier auch eine persönliche Geschichte habe. Mein Ferritin-Wert war jahrelang viel zu niedrig und ich habe immer wieder gehört: „Das passt schon, das liegt ja eh im Referenzbereich“, auch von Expertinnen. Erst letztes Jahr habe ich gemerkt, was sich ändert, wenn man plötzlich in die Vollversorgung kommt, also wenn der Eisenspeicher richtig gut gefüllt ist und alle Werte entsprechend zusammenspielen. Darauf basierend habe ich mir gedacht, dass es so viele Frauen gibt, die sich schon vormittags erschöpft fühlen. Keine Frage, die Alltags-Herausforderungen sind da. Doch mit einer guten Eisenversorgung lebt es sich deutlich leichter. Und dieses Gefühl, dass – im übertragenen Sinne – jemand hinter mir steht und mich anschiebt und ich dieses permanente Erschöpfungsgefühl nicht mehr habe, das wollte ich in Podcast-Episoden gießen, weil Millionen von Frauen weltweit an Eisenmangel leiden.

wepodit: Blicken wir abschließend noch in die Zukunft: Was steht dann in den nächsten Monaten thematisch bei „The Wellbeing Code“ an? 

Julia Hoffmann: Ich möchte das Thema Frauengesundheit noch viel stärker angehen! Hier gibt es noch so viel Unwissen  oder auch die Grundhaltung, dass man da als Frau einfach „durch muss“. Muss man nicht, man kann sehr viel dazu beitragen, dass gewisse Lebensphasen leichter erlebt werden. Außerdem möchte ich noch mehr Themen aufgreifen, die unsere BIOGENA Community beschäftigen.

wepodit: Vielen Dank für das Interview! 

Podcast-Roadmap 2026: SEASON 3

Ende März – Frühlingsbeginn und Zeit für Season 3 unserer Podcast Roadmap! Es geht um Pre-Production & Podcast Branding. So wie die Frühlingsblumen sprießen ja gerade täglich neue Podcasts aus dem Boden. Gefühlt jeden Tag erscheinen neue Formate, mit neuen Hosts und neuen oder bereits bestehenden Themen. Für Hörer:innen bedeutet das eine enorme Auswahl, für Podcaster:innen aber auch immer mehr Konkurrenz. Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, und oft dauert es nur wenige Sekunden, bis jemand entscheidet, ob er bei einem Podcast dranbleibt oder einfach weiter scrollt. Wie ihr mit eurem Podcast echte Wiedererkennung schafft, darum geht´s in Season 3 unserer Podcast Roadmap.

Um bei den Frühlingsblumen zu bleiben: beim Podcast Branding geht es um den Samen, den ihr sät! Er ist die Grundlage für euren Podcast. Erst ein klar erkennbarer Stil sorgt dafür, dass euer Podcast bei den Hörer:innen im Gedächtnis bleibt, Vertrauen aufbaut und sich von anderen Formaten abhebt. Doch was bedeutet Branding im Podcast-Kontext eigentlich genau und wie schafft man echte Wiedererkennung?

Was Podcast-Branding wirklich bedeutet

Branding wird im Podcast-Kontext oft auf das Cover oder ein Intro reduziert. Tatsächlich entsteht eine Podcast-Marke aber erst durch das Zusammenspiel mehrerer Elemente. Dazu gehören unter anderem:

  • Sounddesign (Intro-Jingle, Musik, generelle Audioqualität)
  • visuelles Erscheinungsbild, etwa das Podcast-Cover
  • Stil und Tonalität des Formats
  • wiederkehrende Rubriken oder Strukturen
  • die Moderation und Persönlichkeit des Hosts

Erst wenn diese Komponenten stimmig sind, entsteht eine klare Identität. Ziel ist es, dass Hörer:innen einen Podcast sofort wiedererkennen – egal ob sie ihn hören, im Podcast-Feed sehen oder auf Social Media entdecken.

Sound Branding: Die akustische Identität eures Podcasts

Da Podcasts (nach wie vor) ein Audioformat sind, spielt der Sound eine besonders wichtige Rolle für das Branding. Schon in den ersten Sekunden entscheidet sich, welchen Eindruck ein Podcast hinterlässt. Fast jeder Podcast startet daher mit einem Intro-Jingle als Wiedererkennungsmerkmal. Er ist meist das Erste, was Hörer:innen wahrnehmen, und daher zentraler Bestandteil des Soundbrandings. Ein guter Podcast-Jingle sollte einen klaren Wiedererkennungswert haben, nicht generisch wirken, zur Marke und Zielgruppe passen und natürlich nicht zu lang sein. Das Intro muss kein kompletter Song sein, davon raten wir sogar eher ab. Oft reichen nur wenige „catchy“ Sekunden, um eine starke akustische Identität zu schaffen und gleichzeitig schnell in die Folge einzusteigen. Natürlich sollte hier auch die Musik zur Marke passen. Denn die Stimmung der Musik unterstützt die Wahrnehmung des Podcast und prägt das Hörerlebnis. Beispiel: Ein Podcast über Fitness oder Start-ups wird eher dynamische, moderne Musik verwenden. Eine völlig andere Musikrichtung (beispielsweise schwer, getragen) könnte sogar irritierend wirken, wenn sie nicht zum Thema oder zur Zielgruppe passt.

Wiederkehrende Soundelemente

Ein weiterer Bestandteil von Soundbranding sind Signature Sounds für wiederkehrende Rubriken. Viele Podcasts arbeiten hier mit festen Segmenten – etwa Hörerfragen, Tipps oder News. Wenn solche Rubriken mit eigenen Soundelementen versehen werden, erkennen Hörer:innen sofort, welcher Teil der Episode gerade beginnt. Das schafft Struktur und verstärkt gleichzeitig die Wiedererkennbarkeit.

Konstant hohe Audioqualität

Neben Musik und Jingle ist in Zeiten von Podcast-Vielfalt auch die technische Qualität entscheidend. Eine gleichbleibend gute Audioqualität sorgt dafür, dass der Podcast professionell wirkt und angenehm zu hören ist. Wichtige Faktoren hier sind klare Sprachaufnahmen, saubere Schnitte, konsistente Lautstärke und professionelles Mastering.

Wenn Episoden unterschiedlich laut sind oder Schnittfehler enthalten, wirkt das schnell unprofessionell und schreckt Hörer:innen ab. Aber auch andere „Fehler“ können das Branding eines Podcast schwächen – beispielsweise, wenn jede Folge ein anderes Intro hat oder generische Stockmusik verwendet wird. Klare Abschaltfaktoren sind wie schon erwähnt auch schwankende Lautstärke oder Musik, die nicht zum Thema oder zur Marke passt. Ein konsistentes Sounddesign ist daher ein zentraler Baustein für ein starkes Podcast-Branding.

Moderation: Die Stimme des Podcasts

Neben Sounddesign und Technik ist die Moderation einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines Podcasts. Denn selbst das spannendste Thema kann an Wirkung verlieren, wenn die Moderation nicht überzeugt. Podcasts leben von Persönlichkeit und von der Verbindung zwischen Host und Publikum. Eine gute Podcast-Moderation zeichnet sich vor allem durch Authentizität aus. Das Medium Podcast ist sehr persönlich: Viele Menschen hören Podcasts beim Spazierengehen, Pendeln oder Sport – oft über Kopfhörer. Dadurch entsteht eine direkte Nähe zwischen Host und Publikum. Wenn Moderierende versuchen, eine Rolle zu spielen oder künstlich „sprecherisch“ zu klingen, wirkt das schnell unnatürlich. Statt Perfektion ist daher Persönlichkeit gefragt. Eine gute Podcast-Moderation fühlt sich eher wie ein Gespräch an als wie ein Vortrag.

Vorbereitung: Struktur statt starrem Skript

Auch wenn Podcasts oft locker wirken, steckt hinter guten Gesprächen meist eine klare Vorbereitung. Viele Hosts arbeiten mit einem groben Gesprächsleitfaden, der wichtige Themen, Fragen sowie Intro und Outro enthält. Ein solcher Leitfaden dient vor allem als Orientierung. Er hilft, die Episode strukturiert aufzubauen, ohne das Gespräch zu stark einzuengen. Gerade in Interviews entstehen die spannendsten Momente häufig dann, wenn spontan auf Antworten reagiert wird.

Eine gute Moderation kombiniert daher Struktur mit Flexibilität:

  • ein klarer roter Faden für das Gespräch
  • genügend Raum für spontane Nachfragen
  • echte Reaktionen auf die Aussagen des Gastes

So bleibt ein Podcast lebendig und authentisch.

Die Rolle der Stimme

Viele Menschen glauben, man müsse eine „perfekte Radiostimme“ haben, um einen Podcast zu moderieren. In der Praxis ist das jedoch weniger entscheidend als oft angenommen. Wichtiger sind Faktoren wie die Energie und Dynamik einer Stimme, das Sprechtempo, die richtigen Betonungen sowie gut gesetzte Pausen. Gerade Podcast-Newbies sprechen häufig zu schnell oder zu monoton. Bewusste Pausen können hier helfen. Sie funktionieren wie gesprochene Gedankenstriche und geben Hörer:innen Zeit, Inhalte zu verarbeiten. Auch kleine Details können einen großen Unterschied machen. Beispielsweise wirkt eine Stimme automatisch freundlicher und lebendiger, wenn beim Sprechen gelächelt wird.

Gute Fragen als Herzstück vieler Podcasts

Besonders bei Interview-Podcasts spielen natürlich auch die Fragen eine zentrale Rolle. Gute Fragen sind meist:

  • offen formuliert
  • klar verständlich
  • persönlich oder konkret

Statt nur Fakten abzufragen, lohnt es sich, Fragen zu stellen, die Geschichten auslösen. Storys erzeugen Bilder im Kopf – und genau diese Bilder sorgen dafür, dass Hörer:innen aufmerksam bleiben. Ein Beispiel:
Anstelle von „Wie funktioniert euer Geschäftsmodell?“ könnte eine Frage lauten: „Was war die größte Herausforderung, als ihr gestartet seid?“ Solche Fragen bringen Emotion und Storytelling in ein Gespräch und machen Podcasts lebendiger.

Die Persönlichkeit des Hosts

Ein guter Podcast-Host erfüllt mehrere Rollen gleichzeitig: Er ist Gesprächspartner, Moderator und Guide für Gast und Hörer:innen. Drei Eigenschaften sind dabei besonders wichtig: Neugier, also echtes Interesse an Themen und Gästen, das sorgt nämlich für authentische Gespräche. Empathie ist ebenfalls entscheidend – sich einfühlen in die Antworten des Gastes und natürlich auch entsprechend zu reagieren. Zudem ist der Host gleichzeitig der rote Faden durch jede Episode und prägt maßgeblich die Identität des Podcasts.

Mehr dazu in unserer wepodit Podcast Folge:

Visuelles Branding: Warum das Podcast-Cover so wichtig ist

Auch wenn Podcasts ein Audioformat sind, spielt das visuelle Erscheinungsbild eine große Rolle. Das Podcast-Cover ist oft der erste Berührungspunkt mit potenziellen Hörer:innen. Auf Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts scrollen Nutzer:innen täglich durch zahlreiche Shows. In dieser Umgebung entscheidet häufig das Cover darüber, ob jemand auf einen Podcast klickt oder weiter scrollt.

Aber was macht ein gutes Podcast- Cover eigentlich aus?

  • Klare Gestaltung: Podcast-Cover werden meist sehr klein dargestellt. Deshalb ist es wichtig, dass sie auch in Mini-Ansicht gut erkennbar sind. Zu viele Details oder kleine Elemente wirken schnell unübersichtlich.
  • Wenig Text: Ein häufiger Fehler ist zu viel Text auf dem Cover. In der Regel reicht der Podcast-Titel und eventuell noch eine kurze Subline. Zu viele Infos werden in der ohnehin kleinen Vorschau schwer lesbar.
  • Starke Farben und Kontraste: Klare Farben und starke Kontraste helfen dabei, dass das euer Cover im Podcast-Feed auffällt und sofort erkennbar bleibt.
  • Bezug zum Corporate Design: Gerade bei Corporate Podcasts sollte sich das Cover am bestehenden Corporate Design orientieren. Unternehmensfarben, Typografie und Bildsprache können dabei helfen, eine Verbindung zur Marke herzustellen. So erkennen Hörer:innen sofort, dass der Podcast zu einem bestimmten Unternehmen gehört.

Audio & Visuals = perfect match!

Podcast-Branding funktioniert am besten, wenn Audio und visuelle Gestaltung zusammenpassen. Wenn das Cover eine bestimmte Stimmung vermittelt, sollte sich diese auch im Sounddesign widerspiegeln. Wenn beispielsweise das Design modern wirkt, der Jingle aber nicht dazu passt, entsteht schnell ein Bruch im Markenerlebnis. Das kann auf Nutzer:innen irritierend wirken und den professionellen Eindruck schwächen. Ein durchdachtes Branding sorgt für ein konsistentes Gesamterlebnis.

Mehr dazu in unserer wepodit Podcast Folge:

Warum Branding besonders für Corporate Podcasts wichtig ist

Für Unternehmen sind Podcasts ein weiterer Kommunikationskanal, um ihre Marke zu präsentieren. Sie können damit Expertise zeigen, Einblicke geben und Vertrauen aufbauen. Damit dieser Effekt funktioniert, muss der Podcast allerdings klar zur Marke passen. Ein stimmiges Branding hilft dabei, dass Hörer:innen sofort erkennen, zu welchem Unternehmen der Podcast gehört. Gerade für bestehende Kund:innen oder Mitarbeiter:innen schafft das zusätzliches Vertrauen. Gleichzeitig stärkt ein professionell gebrandeter Podcast die Markenpräsenz über einen weiteren Kanal im bestehenden Marketing-Mix.

Fazit

Season 3 unserer Podcast Roadmap zeigt: Ein Podcast lebt sowohl von guten Inhalten, als auch von einem klaren Markenauftritt nach außen. In einem stark wachsenden Podcast Markt wird Wiedererkennung immer wichtiger und trägt wesentlich zum Erfolg eures Podcast-Projektes bei. Ein durchdachtes Podcast-Branding entsteht durch ein markantes Sounddesign, ein klar gestaltetes Cover, konsistente Audioqualität und einen stimmigen Podcast-Host. Wenn ihr diese Elemente gezielt einsetzt, ist euer Samen gut gesät – ihr sorgt dafür, dass euer Podcast nicht nur gehört, sondern auch wiedererkannt wird.

Podcast-Roadmap 2026: SEASON 2

Welcome to Season 2 unserer Podcast Roadmap 2026! Diese steht ganz im Zeichen von Konzept und Storytelling. Denn eines ist klar: Ein Corporate Podcast startet nicht direkt vor dem Mikrofon. Er startet mit einer Idee und mit einem durchdachten Konzept dahinter. Viele Unternehmen beginnen motiviert. Die Technik steht, ein Name ist rasch gefunden, die erste Episode schnell mal aufgenommen. Doch bereits nach wenigen Folgen fehlt die Richtung. Themen wiederholen sich, der rote Faden verschwindet und irgendwann auch die Motivation. Genau deshalb ist ein strategisches Podcast Konzept keine Nebensache, sondern die Grundlage für langfristigen Erfolg.

Warum ein Podcast Konzept über Erfolg oder Scheitern entscheidet

Ein Podcast wirkt nach außen oft „easy“. Doch hinter erfolgreichen Formaten steckt fast immer ein klarer strategischer Rahmen. Ein gutes Podcast Konzept sorgt von Beginn an für Konsistenz. Es definiert, wofür der Podcast steht – thematisch, inhaltlich und in seiner Haltung nach außen. Es klärt die Zielgruppe, den Mehrwert und die strategischen Ziele. Und es sorgt dafür, dass jede Episode Teil eines größeren Ganzen ist.

Gerade im Corporate Podcast Umfeld ist das entscheidend. Immerhin verfolgen Unternehmen mit einem Podcast konkrete Ziele: sie wollen beispielsweise ihre Arbeitgebermarke stärken, die interne Kommunikation verbessern oder die eigene Marke bekannter machen. Doch ohne klare strategische Ausrichtung wird ein Podcast zwar zum netten Kommunikationsprojekt, dient aber nicht als wirksames Instrument. Ein durchdachtes Podcast-Konzept beantwortet deshalb zentrale Fragen wie:

  • Welche Rolle spielt der Podcast in unserer Gesamtkommunikation?
  • Welche Zielgruppe wollen wir erreichen?
  • Welches Format passt zu unserer Marke?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, wird aus einer guten Idee ein tragfähiges Format.

Konzept-Workshop als strategisches Fundament

Viele unserer Kund:innen entscheiden sich daher für den wepodit Konzept Workshop. An einem Halb- oder Ganztag erarbeiten wir gemeinsam mit ihnen ein individuell auf ihr Podcast-Projekt zugeschnittenes Konzept. Dabei arbeiten wir mit einem eigenen so genannten Canvas-Modell, angelehnt an das Business Model Canvas. Ziel ist es, alle relevanten Bausteine sichtbar zu machen und aufeinander abzustimmen. Im Zentrum stehen dabei fünf strategische Elemente: Ziele, Zielgruppe, Format, Themen, Workflow. Diese Bausteine greifen logischerweise ineinander. Wenn die Zielgruppe nicht klar definiert ist, bleibt auch das Format unscharf. Wenn die Ziele nicht eindeutig sind, fehlt dem Podcast die strategische Richtung. Und wenn der Workflow nicht durchdacht ist, scheitert das Projekt oft an internen Ressourcen. Ein professionelles Podcast Konzept sorgt dafür, dass ein Unternehmen beim Podcasten nicht „ins kalte Wasser springt“, sondern mit einem umsetzbaren, langfristig tragfähigen Format startet. Gerade für Unternehmens-Podcasts ist das essenziell. Denn hier geht es nicht nur um kreative Ideen, sondern auch um Abstimmungsprozesse, Freigaben, interne Kommunikation und strategische Einbettung in bestehende Marketing-Kanäle. Ein Podcast, der ins Ohr geht, ist nie Zufall, sondern das Ergebnis strategischer Klarheit.

Podcast Storytelling: Warum auch Corporate Podcasts Emotion brauchen

Ist das Konzept definiert, folgt der nächste entscheidende Schritt: die inhaltliche Ausrichtung. Dabei fällt schnell das Stichwort „Storytelling“. Viele unserer Kund:innen stellen sich die Frage: Wie viel Storytelling passt überhaupt in einen Corporate Podcast? Müssen wir nicht sachlich bleiben? Dürfen wir als großer Konzern überhaupt emotional erzählen? Die Antwort ist eindeutig: Storytelling ist kein Widerspruch zu Professionalität. Im Gegenteil. Es ist der Schlüssel zur Aufmerksamkeit. Menschen hören nun mal gern Geschichten und das sollten auch Unternehmen beim Podcasten bestmöglich für sich nutzen. Und auch, wenn es auf den ersten Blick oft nicht so scheint – selbst komplexe Themen werden greifbar, wenn sie in eine nachvollziehbare Story eingebettet sind. Podcast Storytelling bedeutet nicht, dramatische Inszenierungen zu schaffen. Es bedeutet, Inhalte so aufzubereiten, dass sie Bilder im Kopf der Hörer:innen erzeugen.

Gerade im Corporate Kontext bietet Storytelling enorme Chancen:

  • Fachthemen werden verständlicher.
  • Markenwerte werden erlebbar.
  • Mitarbeiter:innen werden sichtbar.
  • Unternehmensgeschichten werden greifbar.

Ein Corporate Podcast ohne Storytelling bleibt oft eine Aneinanderreihung von Informationen. Mit Storytelling entsteht ein Erlebnis.

Storytelling schafft Wiedererkennbarkeit

Das Storytelling beginnt bereits beim strukturellen Aufbau einer Episode. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, kreativ zu werden. Beispielsweise einen kurzen aussagekräftigen O-Ton aus der Episode zu Beginn, der Spannung erzeugt. Oder ein wiederkehrendes Intro, das für Orientierung sorgt. Auch wiederholende Elemente wie zum Beispiel eine fixe Abschlussfrage schaffen Wiedererkennbarkeit. Es sind nur kleine Elemente, aber genau sie sorgen dafür, dass ein Podcast zum Format mit Charakter wird. Besonders wirksam sind klare Takeaways. Drei prägnante Learnings am Ende einer Folge helfen Hörer:innen, Inhalte einzuordnen und mitzunehmen. Storytelling folgt allerdings keinem starren Schema. Es wird immer individuell entwickelt, damit es zum Unternehmen, zur Zielgruppe und den strategischen Zielen passt.

Hier ein paar erfolgreiche Konzepte für Storytelling in Unternehmenspodcasts:

This is Not a Beauty Podcast (L’Oreal Groupe): Beauty als gesellschaftliche Perspektive, nicht als Produkttalk. Das Ergebnis: kulturelle Relevanz und Glaubwürdigkeit.

Unter Uns Gesagt: Hier bringt jeder Gast ein Foto vom eigenen Kühlschrankinhalt mit, als kreativen Gesprächseinstieg und wortwörtlichen Icebreaker für tiefe, authentische Inhalte.

The Diary of a CEO: Menschzentrierte Interviews mit Deep Dive. Die Community bleibt dran, weil das Format Substanz hat.

Subway Takes: Eine Frage, ein Satz, ein Take – und das alles kurz, teilbar, überraschend. Hier funktioniert die Formatlogik wie eine Content-Maschine.

Was haben all diese Podcast-Konzepte gemeinsam? Einen klaren Fokus, ein wiedererkennbares Element – und sie erzählen Geschichten.

Talk it easy!

Ein häufiger Fehler, den wir übrigens immer wieder im Corporate Bereich sehen, ist die sprachliche Komplexität. Gerade wenn Unternehmen fachspezifische Podcasts machen, tauchen schnell einmal auch fachspezifische Begriffe oder interne Abkürzungen auf, die Moderationen sind zu lange und zu verschachtelt. All das erschwert das Zuhören. Im Podcast-Bereich gilt so wie im Radio: möglichst einfach sprechen, in kurzen, klaren Sätzen. Podcasts werden meist nebenbei konsumiert: beim Autofahren, beim Sport oder auf dem Weg ins Büro. Kaum jemand macht sich die Mühe, extra zurückzuscrollen, um den Inhalt noch einmal nachzuhören. Inhalte sollten daher so formuliert sein, dass sie beim ersten Hören verständlich sind.

Zudem holt Podcast Storytelling die Menschen in ihrer Lebensrealität ab. Ein Beispiel: Statt abstrakt über „Schlafoptimierung durch ergonomische Matratzen“ zu sprechen, kann eine Episode mit einer alltäglichen Situation beginnen, beispielsweise mit Kreuzweh am Morgen, mit Müdigkeit trotz acht Stunden Schlaf. Sofort entsteht ein Bezug zum Alltag der Hörer:innen. Und genau der sorgt dafür, dass die Hörer:innen dranbleiben.

Fazit aus Season 2: Konzept first, Storytelling always.

Ein erfolgreicher Corporate Podcast verbindet zwei Ebenen: Strategische Klarheit im Konzept und Emotionen durch Storytelling. Ohne Strategie fehlt die Richtung, ohne Storytelling fehlt die Bindung. Wenn ihr also beide Ebenen ernst nehmt, profitiert ihr langfristig. Euer Unternehmens-Podcast wird dann nicht nur veröffentlicht, sondern auch gehört. Und in Zeiten steigender Podcast-Dichte entscheidet nicht die Existenz eines Formats über Erfolg, sondern dessen Qualität und strategische Ausrichtung.

Ihr wollt euren Corporate Podcast 2026 mit uns starten? Schreibt uns eine E-Mail, an office@wepodit.com

 

Unsere Podcast-Roadmap 2026: SEASON 1

Happy new Podcast Year! 2026 markiert für uns nicht einfach ein weiteres Jahr im Podcast-Kalender, sondern einen strategischen Wendepunkt. Der Podcast-Markt ist erwachsen geworden. Wer heute ein Podcast-Projekt startet, konkurriert nicht mehr mit Hobbyformaten aus der Pionierphase, sondern mit professionell produzierten Inhalten, klar positionierten Marken und strukturierten Publishing-Strategien.

Corporate Podcasts sind mittlerweile die akustische Visitenkarte eines Unternehmens. Und genau deshalb funktioniert „einfach mal machen“ heute nicht mehr. Bei wepodit sehen wir das aber leider nach wie vor jeden Tag in der Praxis: Podcasts mit großem Potenzial, die nie richtig abheben. Projekte, die von Unternehmen mit viel Motivation gestartet werden und nach wenigen Folgen wieder einschlafen. Nicht, weil das Medium nicht funktioniert. Sondern weil Struktur im Hintergrund fehlt und oftmals auch die personellen Ressourcen zu knapp sind.

Genau hier setzt unsere „Podcast-Roadmap“ an.

2026 (übrigens auch unser 5.Geburtstag) begleiten wir euch in Bezug auf Podcasts monatlich entlang einer klaren Leitlinie. Wir erstellen über das ganze Jahr hinweg unsere „Podcast Roadmap“, aufgeteilt auf zwölf Seasons, die jeweils einen zentralen Schwerpunkt beleuchten. Season 1 (Januar) markiert den Start: Neustart & Strategie. Denn egal, ob ihr bei Null startet oder einen bestehenden Podcast neu ausrichten wollt – ohne ein sauberes Fundament funktioniert´s nicht.

Der Podcast-Markt 2026: Podcasts als fixes Alltagsmedium

Fast die Hälfte (!) der Österreicher:innen (43% laut Online Audio Monitor Austria 2025, RTR) hören mittlerweile regelmäßig Podcasts, Tendenz steigend. Bei den 15- bis 29-Jährigen sind es sogar schon zwei Drittel, die sich darüber täglich Infos holen. Konsumiert wird vor allem unterwegs: beim Sport, im Auto oder nebenbei im Alltag. Genau das macht Podcasts für Unternehmen so wertvoll. Sie erreichen Menschen in Situationen, in denen Netflix und Co. (noch?) nicht funktionieren. Hinzu kommt: Die Hördauer ist im Vergleich zu anderen Medien überdurchschnittlich hoch. Während Instagram, TikTok und Co. oft nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit bekommen, verbringen Hörer:innen im Schnitt 20 bis 40 Minuten (!) mit einer Podcast-Episode. Gleichzeitig steigt allerdings auch die Anzahl professioneller Formate. Unternehmen, Medienhäuser und Content Creator investieren zunehmend in Audio-Strategien. Der Markt wächst also nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. ABER: er ist noch keineswegs übersättigt. Der Zeitpunkt, um einen qualitativ hochwertigen Corporate Podcast zu starten, war daher nie besser als jetzt!

Season 1: Neuausrichtung & Strategie

Der Jänner stand in unserer „Podcast Roadmap“ bewusst im Zeichen des Innehaltens. Nicht des Produzierens um jeden Preis, sondern des Nachdenkens vor dem Start. Konzept, Positionierung, Zieldefinition, Ressourcenplanung, das alles sind keine optionalen Extras, sondern Voraussetzungen dafür, dass ein Podcast später die entsprechende Wirkung entfalten kann. Fragen wie:

  • Was ist das Thema/die Idee hinter unserem Podcast?
  • Welche Rolle soll der Podcast in unserer Kommunikation spielen?
  • Wer soll unseren Podcast hören?

müssen unbedingt gleich vor Beginn beantwortet werden. Erst wenn das passiert ist, ergeben die nächsten Schritte auch wirklich Sinn. Warum? Weil Podcasts Tiefe ermöglichen wie kaum ein anderes Format. Durchschnittlich 20 bis 30 Minuten Episodenlänge bieten sehr viel Zeit und Raum für Geschichten, Haltung und Emotionen. Genau diese Stärke wird aber schnell zur Schwäche, wenn das Projekt nicht vollständig durchdacht ist. Aus der Praxis wissen wir: Kein klares Konzept, keine klar definierten Zuständigkeiten, unterschätzter Zeitaufwand, das alles kann schnell zum Hemmschuh für ein eigentlich großartiges Projekt werden. Ein Podcast wird dann zur Belastung, wenn er im Unternehmen „mitläuft“ – wenn er zwischen Meetings, Social Media Posts und Kampagnen noch „schnell“ irgendwie untergebracht wird und niemand wirklich dafür verantwortlich ist. Daher ist es viel sinnvoller, ein Podcast-Projekt gemeinsam mit einem strategischen Partner im Hintergrund anzugehen. Ein Podcast scheitert nämlich gerade in KI-Zeiten selten an der Technik, sondern eigentlich immer am fehlenden Konzept dahinter. In Episode 72 des wepodit Podcast werfen wir übrigens genau darauf einen genaueren Blick. Wir erklären, warum ein durchdachtes Konzept die Lebensader jedes neuen Podcasts ist und wie ein Konzept-Workshop bei unseren Kund:innen konkret abläuft.

Unsere klare Empfehlung aus Season 1: Nehmt euch genügend Zeit für die Ausarbeitung einer Podcast-Strategie! Egal, ob ihr einem bereits existierenden Podcast-Projekt noch eine Chance geben wollt oder ganz neu mit eurem Corporate Podcast durchstarten wollt: Podcasting 2026 ist kein Zufallsprodukt mehr. Es ist ein strategisches Tool mit enormem Potenzial, aber auch mit klaren Anforderungen.

Behind the mic: „gscheit bauen“- der Podcast von Genböck Haus

Hausbauen ist komplex. Entscheidungen wirken langfristig und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Genau hier setzt der Corporate Podcast von Genböck Haus „gscheit bauen“ an.
Im Rahmen unserer Interview-Reihe “Behind the mic” sprechen wir mit Unternehmen darüber, warum sie sich für einen Podcast entschieden haben und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Dieses Mal erzählen Helmut Möseneder, Birgit Hinterberger und Martin Genböck von Genböck Haus aus Haag am Hausruck, warum Audio für sie der richtige Kanal ist und welche Rolle der Podcast in ihrer externen Kommunikation spielt.

 

wepodit: Der Podcast „gscheit bauen“ läuft nun bereits seit zwei Jahren – herzliche Gratulation! In dieser Zeit durften wir gemeinsam mit euch zahlreiche Episoden rund um nachhaltiges Hausbauen umsetzen. Was hat euch damals dazu bewogen zu sagen: „Wir starten jetzt einen Podcast“?

Birgit Hinterberger: Die Entscheidung für einen eigenen Podcast ist eigentlich schon viel früher gefallen. Denn eines war für uns schon lange klar: Das ist genau der Kanal, über den wir unsere Kund:innen gut erreichen können. Gleichzeitig bietet ein Podcast die perfekte Möglichkeit, die Vielzahl an Informationen rund um nachhaltiges Bauen verständlich, gut strukturiert und vor allem persönlich zu vermitteln.

Trotzdem war es ein längerer Weg. Die Idee lag über mehrere Jahre immer wieder am Tisch, aber die Umsetzung erschien uns zunächst sehr aufwendig. Uns war zum Beispiel nicht klar, wie die Aufnahmen ablaufen, wer den Schnitt übernimmt oder wie die Veröffentlichung funktioniert. Wir haben damals mit unterschiedlichen Geschäftspartnern gesprochen und in einem dieser Gespräche kam schließlich wepodit ins Spiel. Danach haben wir bei euch angefragt 🙂

wepodit: Wie haben Mitarbeiter:innen und Kund:innen auf die Einführung von „gscheit bauen“ reagiert? Welches Feedback bekommt ihr?

Die Mitarbeiter:innen waren anfangs durchaus überrascht, dass wir einen Podcast starten. Gleichzeitig war das Interesse groß – vor allem daran, welche Inhalte man darüber vermitteln kann und wie ein Podcast überhaupt funktioniert. Besonders schön ist, dass mittlerweile über die Hälfte der Episoden von unseren Mitarbeiter:innen gestaltet wurden – egal ob aus Vertrieb, Technik, Produktion oder Service. So konnten sie ihre Fachgebiete und ihre tägliche Arbeit bei Genböck sehr authentisch präsentieren. Auch von Kund:innen haben wir sehr unterschiedliches Feedback erhalten. Von einigen Interessent:innen wissen wir jedoch, dass sie alle bisherigen Folgen gehört haben und sich jedes Mal freuen, wenn eine neue Episode erscheint.

wepodit: Birgit, hast du das Gefühl, dass „gscheit bauen“ sein Ziel erfüllt – nämlich Hausbaufamilien in Oberösterreich gut aufzuklären?

Birgit Hinterberger: Absolut. Das Tolle am Medium Podcast ist, dass man Inhalte in kleine, gut verständliche Portionen aufteilen kann. Rund um den Hausbau gibt es unglaublich viele Themen, vom Bauen selbst über das Wohnen bis hin zu Servicefragen. Ein großer Vorteil ist außerdem die Flexibilität: Die Folgen bleiben dauerhaft online. Man kann sie jederzeit nachhören oder auch einzelne Episoden überspringen, wenn sie gerade nicht relevant sind. Jede Folge steht für sich. So können sich die Hörer:innen ganz gezielt jene Inhalte auswählen, die für ihre aktuelle Lebens- und Bauphase wichtig sind.

wepodit: Martin, warum eignet sich das Medium Podcast deiner Meinung nach besonders gut für Themen wie nachhaltiges Bauen, Holzbauweise, Energieeffizienz oder smarte Hauslösungen?

Martin Genböck: Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist die Komplexität der Themen. In einem Podcast hat man die Möglichkeit, Zusammenhänge ausführlich zu erklären. Auf Social Media lassen sich viele Inhalte oft nur sehr oberflächlich behandeln, da die Beiträge in der Regel stark komprimiert sind. Im Podcast können Themen außerdem viel greifbarer und authentischer vermittelt werden. In unserem Fall kommen die zuständigen Personen selbst als Expert:innen zu Wort. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man einen Podcast in vielen Situationen nebenbei hören kann, beispielsweise auf der Baustelle. Dadurch entsteht ein längeres Zeitfenster, in dem komplexe Themen wie der Hausbau verständlich vermittelt werden können.

wepodit: Herr Möseneder, inwiefern unterstützt „gscheit bauen“ die Kommunikation von Genböck Haus, vielleicht sogar in Bezug auf die Verkaufszahlen? Wurde durch den Podcast schon ein Haus verkauft?

Helmut Möseneder: Der Podcast unterstützt unsere Kommunikation auf jeden Fall sehr gut. Wir haben auch schon Rückmeldungen von Kund:innen erhalten, dass sie eben genau durch den Podcast ein noch besseres Gefühl bekommen haben und er auch ihre Kaufentscheidung positiv beeinflusst hat. Feedback wie dieses freut uns natürlich besonders und zeigt, dass sich der Podcast für uns definitiv auszahlt.

wepodit: Wie läuft die Produktion einer Folge von „gscheit bauen“ ab – von der Idee bis zur Veröffentlichung?

Birgit Hinterberger: Hinter jeder Folge steckt ein sehr gut eingespielter Prozess. Am Beginn unserer Zusammenarbeit stand ein gemeinsamer Workshop, in dem wir eine große Sammlung möglicher Themen erarbeitet haben. Diese Liste wird laufend ergänzt und bildet bis heute die Grundlage für neue Episoden. Im Marketingteam treffen wir uns drei- bis viermal im Jahr, um diese Themen weiter zu konkretisieren. Auf Basis unserer Mindmap formuliert ihr dann die Fragen für die einzelnen Folgen. Nach einer kurzen Freigabeschleife steht der Interviewleitfaden fest und damit auch gleich der nächste Aufnahmetermin. Die Aufnahmen finden bei uns im Haus in Haag statt, was für uns unglaublich praktisch ist. Nach der Aufnahme erhalten wir die fertige Folge zum Reinhören und nach der Freigabe geht sie online.

wepodit: Welche Tipps würdet ihr anderen Organisationen geben, die überlegen, ebenfalls einen Corporate Podcast zu starten?

Birgit Hinterberger: Vorab sollte man sich ehrlich fragen: Passt ein Podcast wirklich zu unserem Produkt oder unserer Dienstleistung? Können wir unsere Themen in diesem Format sinnvoll und spannend erzählen? Und gibt es genügend Inhalte, um mehrere Folgen oder sogar ganze Staffeln zu füllen? Wenn diese Fragen grundsätzlich positiv beantwortet werden können, empfehle ich klar, sich professionelle Unterstützung zu holen. In unserem Fall war das eindeutig wepodit. Das sage ich jetzt nicht, weil es hier gut reinpasst, sondern weil es für uns tatsächlich den entscheidenden Unterschied gemacht hat. Es gibt heute so viele Kommunikationskanäle, da kann man nicht überall selbst Profi sein. Deshalb ist es absolut sinnvoll, sich an Menschen zu wenden, die genau das können. Für uns war das der Schlüssel, damit unser Podcast „gscheit bauen“ entstehen konnte und bis heute so professionell läuft.

wepodit: Vielen Dank für das Gespräch!

Podcast Trends 2026: Die wichtigsten Entwicklungen, Formate & Wachstumsstrategien

Das Podcast Jahr 2025 ist praktisch Geschichte. Höchste Zeit, nach vorne zu blicken! Welche Trends und Prognosen gibt es für 2026? Wie geht es im Bereich Corporate Podcasts weiter, welche Entwicklungen beschert uns der Werbemarkt und welchen Stellenwert haben Videocasts und KI im neuen Jahr? Wir haben uns dazu bei führenden Branchen-Expert:innen aus dem DACH-Raum umgehört und natürlich auch unsere eigene Expertise eingebracht. In diesem Blogartikel erfährt ihr alles zu den Podcast Trends 2026.

„Podcasts werden 2026 immer mehr zum Leitmedium“, sagt Max Franke, Geschäftsführer von Podius. Seiner Einschätzung nach zeigt der Podcast Markt auch 2026, wie robust er wirklich ist. Trotz einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage, zwei Jahren Rezession und stagnierendem Wachstum in vielen Mediensegmenten, bleiben Podcasts eine der spannendsten Wachstumsbranchen. Franke: „Natürlich bleibt der Markt nicht unverändert: Einige Anbieter verschwinden, andere konsolidieren oder orientieren sich neu. Und ja, die Frage steht im Raum, ob künftig alles Video sein muss. Doch trotz all dieser Veränderungen und mancher Unsicherheiten bin ich überzeugt: Podcasts bleiben auf Wachstumskurs.“

Max Franke nennt dafür folgende drei Gründe:

1. Der Hörermarkt ist intakt

„Die Begeisterung der Menschen für das Format ist ungebrochen. Laut der Seven.One Audio Podcast-Studie 2025 hören inzwischen 63 % der 18- bis 49-Jährigen Podcasts – erstmals mehr junge Menschen als klassisches Radio. Besonders spannend: Auch ältere Zielgruppen entdecken das Medium zunehmend für sich. Und wer einmal anfängt zu hören, hört in der Regel immer mehr. Podcasts sind längst fest im Medienalltag der Menschen etabliert.

2. Podcasts werden zum Leitmedium

Podcasts sind nicht nur Unterhaltung, sondern für viele ein fester Bestandteil ihrer Informations- und Meinungsbildung. Der Wunsch nach Erkenntnisgewinn bleibt ein zentrales Nutzungsmotiv – verbunden mit hoher Glaubwürdigkeit, inhaltlicher Tiefe und der Flexibilität des Mediums. Bei der letzten Bundestagswahl gaben über 50 % der Podcast-Hörer:innen an, dass Podcasts für sie eine mindestens ergänzende Rolle gespielt haben; bei den unter 30-Jährigen war es sogar mehr als ein Drittel, für die Podcasts wichtig bis sehr wichtig waren. Laut Online Audio Monitor sind Podcasts für über ein Drittel der Hörer mittlerweile eine Hauptquelle zum Zeitgeschehen. Das unterstreicht: Podcasts prägen Popkultur, Diskurse – und zunehmend auch die öffentliche Meinungsbildung.“

3. Der Werbemarkt bleibt stabil und wächst weiter

Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten entwickelt sich der Podcast-Werbemarkt stark. Branchenbeobachter – mich eingeschlossen – halten es für realistisch, dass bereits im Jahr 2025 die 100-Millionen-Euro-Marke bei den Podcast-Werbeumsätzen in Deutschland überschritten wird. Und der Markt professionalisiert sich rasant. Bei Podius.io sehen wir, dass über zwei Drittel der führenden Mediaagenturen täglich für die Recherche und Planung ihrer Werbekampagnen auf unserer Plattform aktiv sind. Meine Prognose: Der Markt wächst auch in 2026. Die Richtung stimmt.“

Ergänzend zu diesen Ausführungen von Max Franke hier noch ein paar österreichische Zahlen: bei uns sagen sogar 42 Prozent der Hörer:innen (!), dass Podcasts für sie zu den wichtigsten Informationsquellen zählen. Das heißt: Podcasts beeinflussen Wissen, Meinungsbildung und Entscheidungsverhalten auch hierzulande. (Quelle: Online-Audio-Monitor Austria 2025, RTR)

Was den Werbemarkt betrifft, wird der österreichische Podcast-Werbemarkt für 2025 auf

5,25 Millionen Euro geschätzt – Tendenz steigend. Unternehmen haben erkannt, wie wirkungsvoll Audio für Markenaufbau, Reichweite und Community ist. Diese Zahlen zeigen sehr deutlich: Podcasts sind in Österreich angekommen. In der breiten Bevölkerung, bei jungen Zielgruppen, im Informationsverhalten, in der Kreativszene und im Werbemarkt. Und sie werden jedes Jahr relevanter. (Quelle: Statista Market Insights (2025))

Nicht nur am Werbemarkt, auch auf publizistischer Ebene werden Podcasts 2026 noch bedeutender, so Stefan Lassnig, Geschäftsführer von Missing Link. Den Jahresbeginn schätzt er allerdings noch sehr turbulent ein:

„Für die erste Hälfte 2026 erwarte ich eine Verschärfung der Turbulenzen in der Medien- und Werbebranche. Nach einer Marktbereinigung und einigen Schockwellen prognostiziere ich für die zweite Jahreshälfte eine leichte Entspannung. Auf der publizistischen Seite gehe ich davon aus, dass die Bedeutung von Podcasts weiter zunehmen wird. Erste Anzeichen dafür gab es ja 2025, als zum Beispiel eine Folge unseres Investigativ-Podcasts „Die Dunkelkammer“ zu einer weltweiten Berichterstattung über die „Nonnen von Goldenstein“ geführt hat. Und auf der werblichen Seite gehe ich von einer weiteren Professionalisierung Richtung Adserver und programmatischen Buchungsmöglichkeiten und einem weiteren Wachstum für die Podcast Werbung aus, weil die gebuchten Werbeplätze im Vergleich zum vorhandenen Inventar noch ausbaufähig sind und es viele gute Gründe gibt, Werbegeld in Podcasts zu investieren.“

Podcasts bleiben also weiterhin auf Wachstumskurs – und werden auch als LIVE-Format immer gefragter. Für Julia Sobieszek, Geschäftsführerin von Peggy´s Agency ist klar: Podcasts werden 2026 noch mehr bei Events mitgedacht:

„Immer mehr Bühnen und Veranstaltungsorte entdecken Podcasts für sich: Es entstehen eigene Live-Schienen, Festivals und Programmpunkte bei Galas und Events. Liveshows werden damit für Podcaster:innen zu einem immer wichtigeren Bestandteil ihrer Finanzierung – ein Trend, der sich aus meiner Sicht 2026 weiter verstärken wird. Gleichzeitig zeigt diese Entwicklung, dass Podcasts endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind – in Österreich, wie so oft, mit einer kleinen Verzögerung. Die Hörerschaft wächst stetig, und das Medium ist sowohl im Informations- als auch im Unterhaltungsbereich fest etabliert. Das merken auch die Werbekunden: Seit rund drei Jahren beobachte ich ein kontinuierliches Wachstum jener Unternehmen, die Podcasts fix in ihre Mediaplanung aufnehmen. Podcasts werden zunehmend als eigener Budgetposten geführt – und nicht mehr „irgendwo ins Social-Media-Budget hineingeschummelt“.

Podcasts gehen also nächstes Jahr immer mehr live. Und wie sieht es mit dem umstrittenen Thema Videocast aus? Wir haben bei Zsolt Wilhelm, Head of Podcast & Video beim STANDARD nachgefragt:

„Der größte Podcast-Trend ist nicht Video, sondern YouTube. Der Streaming-Primus entwickelt sich in Lichtgeschwindigkeit zur All-in-one-Plattform für alles, was einen Play-Button hat. Das Potenzial für Podcasts ist riesig. Doch hier verändern sich die Vorzeichen für Erfolg. Podcaster:innen rennen auf Spotify und Apple Abonnent:innen nach und vertrauen darauf, dass wachsende Abozahlen die Reichweite stärken. Das trifft auf Youtube auch zu, doch in viel geringerem Maße. Massentaugliche Themen, catchy Titel und Vorschaubilder, Timing, bekannte Persönklichteiten und Trends dominieren den Algorithmus. Ein Spielfeld, das den gesamten deutschsprachigen Raum umspannt (und dank Auto-Dubbing auch darüber hinaus), stellt lokale Creator in einen internationalen Wettbewerb. Spannende Inhalte, hohe Qualität und eine attraktive Verpackung bleiben in der Youtube-Ära der Schlüssel zum Erfolg. Doch der Turbo-Darwinismus, der hier regiert, erfordert noch größere Investitionen in alle drei Bereiche.“

Youtube als Gamechanger für 2026, so die Progonose von Zsolt Wilhelm. Tatjana Lukáš vom „Happy House Media“ sieht ganz im Gegenteil großes Potenzial für Videocasts:

„Gerade eben hat erstmals ein Original-Podcast auf unserem Label „Happy House Media“ den Sprung ins Fernsehen geschafft. Die Produktion, die nach einem professionellen Studio-Setting und einem fähigen Videoteam verlangt, kostet naturgemäß das zwei- bis fünffache einer reinen Audio-Produktion. Aber mit den Kosten steigen auch die Möglichkeiten, das Produzierte breiter konsumierbar zu machen. Und hier kommen wir zu einem Knackpunkt, der besteht, seit ich mich mit Audio beschäftige. Die Sichtbarkeit, die Auffindbarkeit oder besser gesagt: die Nicht-Auffindbarkeit. Wie viele gut produzierte Podcasts mussten schon ihr Weiterleben lassen, weil ihnen in der Vermarktung die Luft ausgegangen ist. Weil einfach niemand erfahren hat, dass sie existieren, dabei interessante Gäste ins Rampenlicht stellen, neue Erkenntnisse niederschwellig vermitteln können. Sobald aber die Videoebene dazukommt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an dem neuen Format vorbeizukommen, proportional. Mit einem Videopodcast bevölkert man nicht mehr nur die etablierten Audioplattformen, sondern kann auch die Videoplattformen á la YouTube und Twitch bespielen, Social Media über Vertical Clips befeuern und neuerdings über eigens ins Leben gerufene lineare Videopodcast-Sender auch den Sprung ins lineare TV, zu Joyn & Co. machen.“

Was sehen reichweitenstarken Podcaster:innen eigentlich im neuen Jahr auf sich zukommen? Daniela Ullrich ist Host des Erfolgs-Formats „Menomio – der Podcast für glückliche Wechseljahre“:

„Ich glaube, Podcasts funktionieren 2026 vor allem über Nähe und Nutzen. Mein Fokus liegt deshalb noch stärker auf meiner Community – auf dem, was zwischen den Folgen passiert. Ich habe das Glück, dass MENOMIO weiterwächst. Der größte Sprung kam, als ich auf wöchentliche Folgen umgestellt habe – seitdem ist das Wachstum kleiner, aber konstant. Und das ist für mich genau richtig: lieber echt und stetig als laut und kurzlebig.“

Ähnlich sieht das auch die Autorin des bekannten Podcast-Newsletters „Beifahrersitz“, Denise Fernholz:

„Die Branche kehrt langsam zurück zu dem, was Podcasts stark macht – Tiefe, Beziehung und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Nächstes Jahr wird klarer: Reichweite entsteht nicht durch Zaubertricks, sondern durch klare Formate, ehrliche Stimmen und konsequente Distribution. Und damit meine ich nicht „Video regelt schon“, sondern strategisch entscheiden, wo eine Show ihr Publikum findet – und wo nicht. Ich glaube, wir sehen 2026 eine Professionalisierung, die weniger mit Technik zu tun hat und mehr mit Prioritäten. Podcaster*innen, Studios und Unternehmen werden gezwungen sein, ihre Ressourcen bewusster einzusetzen. Denn es zeigt sich deutlicher denn je, wie viel auf den Schultern einzelner lastet. Die meisten jonglieren Rollen, für die man eigentlich ein ganzes Team braucht: Host, Redaktion, Postproduktion, Social Media, Marketing, Vertrieb … Gleichzeitig wird Storytelling relevanter, nicht trotz, sondern wegen der Video-Welle. Die Nachfrage nach hochwertigen, erzählerischen Formaten ist da, aber sie braucht faire Budgets, professionelle Distribution und realistische Erwartungen. Der Markt schrumpft nicht, er sortiert sich. 2026 belohnt keine Perfektion. Es belohnt Fokus und das Durchhaltevermögen. Genau dort entstehen die Formate, die bleiben.“

Spannende Expert:innen-Insights aus dem gesamten DACH-Raum. Doch natürlich darf in den Podcast Trends 2026 auch unsere eigene wepodit Expertise nicht fehlen. Eva Waldenberger, Geschäftsführerin und Co-Founderin von wepodit:

„2026 sind Corporate Podcasts endlich dort angekommen, wo wir sie seit Jahren hin gewünscht haben. Wir müssen niemandem mehr erklären, was ein Podcast ist – und das über alle Altersgruppen hinweg. Jeder hat schon einmal einen gehört, gesehen oder kennt jemanden, der einen Podcast hat oder zumindest schon einmal zu Gast war. Damit entsteht für Unternehmen ein Umfeld, in dem sie mutiger werden können: von KI-gestützten Übersetzungen in neue Sprachen bis hin zur Frage, wie Videocasts sinnvoll gedacht und eingesetzt werden können. Gerade bei Letzterem zeigt sich jedoch in vielen Corporate-Setups: Ein klassischer Videocast ergibt meist wenig Sinn, zumindest nicht in seiner ursprünglichen Form. Viel relevanter wird 2026 die strategische Nutzung des Videomaterials sein, um Inhalte effizient über verschiedenste Kanäle zu verlängern, aufzubereiten und wiederzuverwerten. Podcasts entwickeln sich zunehmend zum Herzstück der Unternehmenskommunikation, ohne ihren Expertenstatus zu verlieren. Am Ende bleibt aber eines unverändert: Die echte Stimme und der Mensch dahinter sind auch 2026 der entscheidende Erfolgsfaktor für einen starken Corporate Podcast. Technologie kann unterstützen, aber die Glaubwürdigkeit entsteht weiterhin durch Persönlichkeit.“

Neben Corporate Podcasts ist wepodit auch auf die Vermarktung von Podcasts spezialisiert. Welche Ad Form ist im Jahr 2026 eigentlich gefragt? Marlene Auberger beschäftigt sich als Podcast Managerin bei wepodit täglich mit Podcast Werbung:

„Wenn ich an den Podcast-Werbemarkt denke, dann erwarte ich ein Wandel im Hinblick auf Native Ads. Wir haben 2025 gesehen, wie sehr KI, programmatische Buchungen und Targeting-Möglichkeiten den Markt weiter professionalisieren, aber am Ende bleibt das Herzstück des Mediums die Nahbarkeit und Authentizität. Podcasts sind eines der stärksten Medien, um Awareness und Vertrauen aufzubauen und leben von echter menschlicher Verbindung. Und genau da liegt für mich auch die wahre Power von Native Ads: eine Werbeform, die es seit den Anfängen der Podcast-Werbung gibt und deren Potenzial in den letzten Jahren oft nicht mehr voll ausgeschöpft wird. Zu häufig wird versucht, möglichst breit zu gehen und man übersieht dabei den eigentlichen Vorteil des Formats: dass Native Ads dann am stärksten wirken, wenn Marke, Podcast und Host wirklich aufeinander abgestimmt sind. Genau zu diesem Ansatz sollten wir wieder zurückfinden.

Abschließend werfen wir noch einen Blick in Richtung Post-Production. Was tut sich vor allem in Sachen KI im nächsten Jahr? Andreas Häuserer, Podcast Producer bei wepodit:

„Die Postproduktion von Podcasts wird noch deutlich intelligenter. Besonders im Mixing und Mastering verändert sich gerade extrem viel. KI übernimmt immer mehr von der technischen Vorarbeit – Pegel, Rauschen, Raumhall, sogar Sprechertrennung können großteils automatisiert werden. Das heißt aber nicht, dass der Mensch überflüssig wird. Im Gegenteil: Es wird immer mehr ein Hybrid-Modell, bei dem KI die Basis schafft und Audio-Engineers den Charakter und die emotionale Feinzeichnung herausarbeiten und vor allem repetitive Arbeiten, der KI überlassen können.“

Fazit

Man braucht keine Glaskugel, um vorherzusehen, dass das Thema Podcast auch 2026 in aller Munde ist. Es stehen uns spannende Entwicklungen am Werbemarkt, aber auch in Sachen KI und YouTube bevor. Im Corporate Bereich entwickeln sich Podcasts 2026 immer mehr vom „nice to have“ zum „must have“. Wollt ihr 2026 euren Corporate Podcast mit uns starten? Schreibt uns, an office@wepodit.com

Quellen:

Online Audio Monitor Austria

STATISTA

SevenOne Audio Podcast Studie

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