Podcast-Roadmap 2026 SEASON 1: Neuausrichtung & Strategie

Happy new Podcast Year! 2026 markiert für uns nicht einfach ein weiteres Jahr im Podcast-Kalender, sondern einen strategischen Wendepunkt. Der Podcast-Markt ist erwachsen geworden. Wer heute ein Podcast-Projekt startet, konkurriert nicht mehr mit Hobbyformaten aus der Pionierphase, sondern mit professionell produzierten Inhalten, klar positionierten Marken und strukturierten Publishing-Strategien.

Corporate Podcasts sind mittlerweile die akustische Visitenkarte eines Unternehmens. Und genau deshalb funktioniert „einfach mal machen“ heute nicht mehr. Bei wepodit sehen wir das aber leider nach wie vor jeden Tag in der Praxis: Podcasts mit großem Potenzial, die nie richtig abheben. Projekte, die von Unternehmen mit viel Motivation gestartet werden und nach wenigen Folgen wieder einschlafen. Nicht, weil das Medium nicht funktioniert. Sondern weil Struktur im Hintergrund fehlt und oftmals auch die personellen Ressourcen zu knapp sind.

Genau hier setzt unsere „Podcast-Roadmap“ an.

2026 (übrigens auch unser 5.Geburtstag) begleiten wir euch in Bezug auf Podcasts monatlich entlang einer klaren Leitlinie. Wir erstellen über das ganze Jahr hinweg unsere „Podcast Roadmap“, aufgeteilt auf zwölf Seasons, die jeweils einen zentralen Schwerpunkt beleuchten. Season 1 (Januar) markiert den Start: Neustart & Strategie. Denn egal, ob ihr bei Null startet oder einen bestehenden Podcast neu ausrichten wollt – ohne ein sauberes Fundament funktioniert´s nicht.

Der Podcast-Markt 2026: Podcasts als fixes Alltagsmedium

Fast die Hälfte (!) der Österreicher:innen (43% laut Online Audio Monitor Austria 2025, RTR) hören mittlerweile regelmäßig Podcasts, Tendenz steigend. Bei den 15- bis 29-Jährigen sind es sogar schon zwei Drittel, die sich darüber täglich Infos holen. Konsumiert wird vor allem unterwegs: beim Sport, im Auto oder nebenbei im Alltag. Genau das macht Podcasts für Unternehmen so wertvoll. Sie erreichen Menschen in Situationen, in denen Netflix und Co. (noch?) nicht funktionieren. Hinzu kommt: Die Hördauer ist im Vergleich zu anderen Medien überdurchschnittlich hoch. Während Instagram, TikTok und Co. oft nur wenige Sekunden Aufmerksamkeit bekommen, verbringen Hörer:innen im Schnitt 20 bis 40 Minuten (!) mit einer Podcast-Episode. Gleichzeitig steigt allerdings auch die Anzahl professioneller Formate. Unternehmen, Medienhäuser und Content Creator investieren zunehmend in Audio-Strategien. Der Markt wächst also nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. ABER: er ist noch keineswegs übersättigt. Der Zeitpunkt, um einen qualitativ hochwertigen Corporate Podcast zu starten, war daher nie besser als jetzt!

Season 1: Neuausrichtung & Strategie

Der Jänner stand in unserer „Podcast Roadmap“ bewusst im Zeichen des Innehaltens. Nicht des Produzierens um jeden Preis, sondern des Nachdenkens vor dem Start. Konzept, Positionierung, Zieldefinition, Ressourcenplanung, das alles sind keine optionalen Extras, sondern Voraussetzungen dafür, dass ein Podcast später die entsprechende Wirkung entfalten kann. Fragen wie:

  • Was ist das Thema/die Idee hinter unserem Podcast?
  • Welche Rolle soll der Podcast in unserer Kommunikation spielen?
  • Wer soll unseren Podcast hören?

müssen unbedingt gleich vor Beginn beantwortet werden. Erst wenn das passiert ist, ergeben die nächsten Schritte auch wirklich Sinn. Warum? Weil Podcasts Tiefe ermöglichen wie kaum ein anderes Format. Durchschnittlich 20 bis 30 Minuten Episodenlänge bieten sehr viel Zeit und Raum für Geschichten, Haltung und Emotionen. Genau diese Stärke wird aber schnell zur Schwäche, wenn das Projekt nicht vollständig durchdacht ist. Aus der Praxis wissen wir: Kein klares Konzept, keine klar definierten Zuständigkeiten, unterschätzter Zeitaufwand, das alles kann schnell zum Hemmschuh für ein eigentlich großartiges Projekt werden. Ein Podcast wird dann zur Belastung, wenn er im Unternehmen „mitläuft“ – wenn er zwischen Meetings, Social Media Posts und Kampagnen noch „schnell“ irgendwie untergebracht wird und niemand wirklich dafür verantwortlich ist. Daher ist es viel sinnvoller, ein Podcast-Projekt gemeinsam mit einem strategischen Partner im Hintergrund anzugehen. Ein Podcast scheitert nämlich gerade in KI-Zeiten selten an der Technik, sondern eigentlich immer am fehlenden Konzept dahinter. In Episode 72 des wepodit Podcast werfen wir übrigens genau darauf einen genaueren Blick. Wir erklären, warum ein durchdachtes Konzept die Lebensader jedes neuen Podcasts ist und wie ein Konzept-Workshop bei unseren Kund:innen konkret abläuft.

Unsere klare Empfehlung aus Season 1: Nehmt euch genügend Zeit für die Ausarbeitung einer Podcast-Strategie! Egal, ob ihr einem bereits existierenden Podcast-Projekt noch eine Chance geben wollt oder ganz neu mit eurem Corporate Podcast durchstarten wollt: Podcasting 2026 ist kein Zufallsprodukt mehr. Es ist ein strategisches Tool mit enormem Potenzial, aber auch mit klaren Anforderungen.

Behind the mic: „gscheit bauen“- der Podcast von Genböck Haus

Hausbauen ist komplex. Entscheidungen wirken langfristig und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Genau hier setzt der Corporate Podcast von Genböck Haus „gscheit bauen“ an.
Im Rahmen unserer Interview-Reihe “Behind the mic” sprechen wir mit Unternehmen darüber, warum sie sich für einen Podcast entschieden haben und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Dieses Mal erzählen Helmut Möseneder, Birgit Hinterberger und Martin Genböck von Genböck Haus aus Haag am Hausruck, warum Audio für sie der richtige Kanal ist und welche Rolle der Podcast in ihrer externen Kommunikation spielt.

 

wepodit: Der Podcast „gscheit bauen“ läuft nun bereits seit zwei Jahren – herzliche Gratulation! In dieser Zeit durften wir gemeinsam mit euch zahlreiche Episoden rund um nachhaltiges Hausbauen umsetzen. Was hat euch damals dazu bewogen zu sagen: „Wir starten jetzt einen Podcast“?

Birgit Hinterberger: Die Entscheidung für einen eigenen Podcast ist eigentlich schon viel früher gefallen. Denn eines war für uns schon lange klar: Das ist genau der Kanal, über den wir unsere Kund:innen gut erreichen können. Gleichzeitig bietet ein Podcast die perfekte Möglichkeit, die Vielzahl an Informationen rund um nachhaltiges Bauen verständlich, gut strukturiert und vor allem persönlich zu vermitteln.

Trotzdem war es ein längerer Weg. Die Idee lag über mehrere Jahre immer wieder am Tisch, aber die Umsetzung erschien uns zunächst sehr aufwendig. Uns war zum Beispiel nicht klar, wie die Aufnahmen ablaufen, wer den Schnitt übernimmt oder wie die Veröffentlichung funktioniert. Wir haben damals mit unterschiedlichen Geschäftspartnern gesprochen und in einem dieser Gespräche kam schließlich wepodit ins Spiel. Danach haben wir bei euch angefragt 🙂

wepodit: Wie haben Mitarbeiter:innen und Kund:innen auf die Einführung von „gscheit bauen“ reagiert? Welches Feedback bekommt ihr?

Die Mitarbeiter:innen waren anfangs durchaus überrascht, dass wir einen Podcast starten. Gleichzeitig war das Interesse groß – vor allem daran, welche Inhalte man darüber vermitteln kann und wie ein Podcast überhaupt funktioniert. Besonders schön ist, dass mittlerweile über die Hälfte der Episoden von unseren Mitarbeiter:innen gestaltet wurden – egal ob aus Vertrieb, Technik, Produktion oder Service. So konnten sie ihre Fachgebiete und ihre tägliche Arbeit bei Genböck sehr authentisch präsentieren. Auch von Kund:innen haben wir sehr unterschiedliches Feedback erhalten. Von einigen Interessent:innen wissen wir jedoch, dass sie alle bisherigen Folgen gehört haben und sich jedes Mal freuen, wenn eine neue Episode erscheint.

wepodit: Birgit, hast du das Gefühl, dass „gscheit bauen“ sein Ziel erfüllt – nämlich Hausbaufamilien in Oberösterreich gut aufzuklären?

Birgit Hinterberger: Absolut. Das Tolle am Medium Podcast ist, dass man Inhalte in kleine, gut verständliche Portionen aufteilen kann. Rund um den Hausbau gibt es unglaublich viele Themen, vom Bauen selbst über das Wohnen bis hin zu Servicefragen. Ein großer Vorteil ist außerdem die Flexibilität: Die Folgen bleiben dauerhaft online. Man kann sie jederzeit nachhören oder auch einzelne Episoden überspringen, wenn sie gerade nicht relevant sind. Jede Folge steht für sich. So können sich die Hörer:innen ganz gezielt jene Inhalte auswählen, die für ihre aktuelle Lebens- und Bauphase wichtig sind.

wepodit: Martin, warum eignet sich das Medium Podcast deiner Meinung nach besonders gut für Themen wie nachhaltiges Bauen, Holzbauweise, Energieeffizienz oder smarte Hauslösungen?

Martin Genböck: Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist die Komplexität der Themen. In einem Podcast hat man die Möglichkeit, Zusammenhänge ausführlich zu erklären. Auf Social Media lassen sich viele Inhalte oft nur sehr oberflächlich behandeln, da die Beiträge in der Regel stark komprimiert sind. Im Podcast können Themen außerdem viel greifbarer und authentischer vermittelt werden. In unserem Fall kommen die zuständigen Personen selbst als Expert:innen zu Wort. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man einen Podcast in vielen Situationen nebenbei hören kann, beispielsweise auf der Baustelle. Dadurch entsteht ein längeres Zeitfenster, in dem komplexe Themen wie der Hausbau verständlich vermittelt werden können.

wepodit: Herr Möseneder, inwiefern unterstützt „gscheit bauen“ die Kommunikation von Genböck Haus, vielleicht sogar in Bezug auf die Verkaufszahlen? Wurde durch den Podcast schon ein Haus verkauft?

Helmut Möseneder: Der Podcast unterstützt unsere Kommunikation auf jeden Fall sehr gut. Wir haben auch schon Rückmeldungen von Kund:innen erhalten, dass sie eben genau durch den Podcast ein noch besseres Gefühl bekommen haben und er auch ihre Kaufentscheidung positiv beeinflusst hat. Feedback wie dieses freut uns natürlich besonders und zeigt, dass sich der Podcast für uns definitiv auszahlt.

wepodit: Wie läuft die Produktion einer Folge von „gscheit bauen“ ab – von der Idee bis zur Veröffentlichung?

Birgit Hinterberger: Hinter jeder Folge steckt ein sehr gut eingespielter Prozess. Am Beginn unserer Zusammenarbeit stand ein gemeinsamer Workshop, in dem wir eine große Sammlung möglicher Themen erarbeitet haben. Diese Liste wird laufend ergänzt und bildet bis heute die Grundlage für neue Episoden. Im Marketingteam treffen wir uns drei- bis viermal im Jahr, um diese Themen weiter zu konkretisieren. Auf Basis unserer Mindmap formuliert ihr dann die Fragen für die einzelnen Folgen. Nach einer kurzen Freigabeschleife steht der Interviewleitfaden fest und damit auch gleich der nächste Aufnahmetermin. Die Aufnahmen finden bei uns im Haus in Haag statt, was für uns unglaublich praktisch ist. Nach der Aufnahme erhalten wir die fertige Folge zum Reinhören und nach der Freigabe geht sie online.

wepodit: Welche Tipps würdet ihr anderen Organisationen geben, die überlegen, ebenfalls einen Corporate Podcast zu starten?

Birgit Hinterberger: Vorab sollte man sich ehrlich fragen: Passt ein Podcast wirklich zu unserem Produkt oder unserer Dienstleistung? Können wir unsere Themen in diesem Format sinnvoll und spannend erzählen? Und gibt es genügend Inhalte, um mehrere Folgen oder sogar ganze Staffeln zu füllen? Wenn diese Fragen grundsätzlich positiv beantwortet werden können, empfehle ich klar, sich professionelle Unterstützung zu holen. In unserem Fall war das eindeutig wepodit. Das sage ich jetzt nicht, weil es hier gut reinpasst, sondern weil es für uns tatsächlich den entscheidenden Unterschied gemacht hat. Es gibt heute so viele Kommunikationskanäle, da kann man nicht überall selbst Profi sein. Deshalb ist es absolut sinnvoll, sich an Menschen zu wenden, die genau das können. Für uns war das der Schlüssel, damit unser Podcast „gscheit bauen“ entstehen konnte und bis heute so professionell läuft.

wepodit: Vielen Dank für das Gespräch!

Podcast Trends 2026: Die wichtigsten Entwicklungen, Formate & Wachstumsstrategien

Das Podcast Jahr 2025 ist praktisch Geschichte. Höchste Zeit, nach vorne zu blicken! Welche Trends und Prognosen gibt es für 2026? Wie geht es im Bereich Corporate Podcasts weiter, welche Entwicklungen beschert uns der Werbemarkt und welchen Stellenwert haben Videocasts und KI im neuen Jahr? Wir haben uns dazu bei führenden Branchen-Expert:innen aus dem DACH-Raum umgehört und natürlich auch unsere eigene Expertise eingebracht. In diesem Blogartikel erfährt ihr alles zu den Podcast Trends 2026.

„Podcasts werden 2026 immer mehr zum Leitmedium“, sagt Max Franke, Geschäftsführer von Podius. Seiner Einschätzung nach zeigt der Podcast Markt auch 2026, wie robust er wirklich ist. Trotz einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage, zwei Jahren Rezession und stagnierendem Wachstum in vielen Mediensegmenten, bleiben Podcasts eine der spannendsten Wachstumsbranchen. Franke: „Natürlich bleibt der Markt nicht unverändert: Einige Anbieter verschwinden, andere konsolidieren oder orientieren sich neu. Und ja, die Frage steht im Raum, ob künftig alles Video sein muss. Doch trotz all dieser Veränderungen und mancher Unsicherheiten bin ich überzeugt: Podcasts bleiben auf Wachstumskurs.“

Max Franke nennt dafür folgende drei Gründe:

1. Der Hörermarkt ist intakt

„Die Begeisterung der Menschen für das Format ist ungebrochen. Laut der Seven.One Audio Podcast-Studie 2025 hören inzwischen 63 % der 18- bis 49-Jährigen Podcasts – erstmals mehr junge Menschen als klassisches Radio. Besonders spannend: Auch ältere Zielgruppen entdecken das Medium zunehmend für sich. Und wer einmal anfängt zu hören, hört in der Regel immer mehr. Podcasts sind längst fest im Medienalltag der Menschen etabliert.

2. Podcasts werden zum Leitmedium

Podcasts sind nicht nur Unterhaltung, sondern für viele ein fester Bestandteil ihrer Informations- und Meinungsbildung. Der Wunsch nach Erkenntnisgewinn bleibt ein zentrales Nutzungsmotiv – verbunden mit hoher Glaubwürdigkeit, inhaltlicher Tiefe und der Flexibilität des Mediums. Bei der letzten Bundestagswahl gaben über 50 % der Podcast-Hörer:innen an, dass Podcasts für sie eine mindestens ergänzende Rolle gespielt haben; bei den unter 30-Jährigen war es sogar mehr als ein Drittel, für die Podcasts wichtig bis sehr wichtig waren. Laut Online Audio Monitor sind Podcasts für über ein Drittel der Hörer mittlerweile eine Hauptquelle zum Zeitgeschehen. Das unterstreicht: Podcasts prägen Popkultur, Diskurse – und zunehmend auch die öffentliche Meinungsbildung.“

3. Der Werbemarkt bleibt stabil und wächst weiter

Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten entwickelt sich der Podcast-Werbemarkt stark. Branchenbeobachter – mich eingeschlossen – halten es für realistisch, dass bereits im Jahr 2025 die 100-Millionen-Euro-Marke bei den Podcast-Werbeumsätzen in Deutschland überschritten wird. Und der Markt professionalisiert sich rasant. Bei Podius.io sehen wir, dass über zwei Drittel der führenden Mediaagenturen täglich für die Recherche und Planung ihrer Werbekampagnen auf unserer Plattform aktiv sind. Meine Prognose: Der Markt wächst auch in 2026. Die Richtung stimmt.“

Ergänzend zu diesen Ausführungen von Max Franke hier noch ein paar österreichische Zahlen: bei uns sagen sogar 42 Prozent der Hörer:innen (!), dass Podcasts für sie zu den wichtigsten Informationsquellen zählen. Das heißt: Podcasts beeinflussen Wissen, Meinungsbildung und Entscheidungsverhalten auch hierzulande. (Quelle: Online-Audio-Monitor Austria 2025, RTR)

Was den Werbemarkt betrifft, wird der österreichische Podcast-Werbemarkt für 2025 auf

5,25 Millionen Euro geschätzt – Tendenz steigend. Unternehmen haben erkannt, wie wirkungsvoll Audio für Markenaufbau, Reichweite und Community ist. Diese Zahlen zeigen sehr deutlich: Podcasts sind in Österreich angekommen. In der breiten Bevölkerung, bei jungen Zielgruppen, im Informationsverhalten, in der Kreativszene und im Werbemarkt. Und sie werden jedes Jahr relevanter. (Quelle: Statista Market Insights (2025))

Nicht nur am Werbemarkt, auch auf publizistischer Ebene werden Podcasts 2026 noch bedeutender, so Stefan Lassnig, Geschäftsführer von Missing Link. Den Jahresbeginn schätzt er allerdings noch sehr turbulent ein:

„Für die erste Hälfte 2026 erwarte ich eine Verschärfung der Turbulenzen in der Medien- und Werbebranche. Nach einer Marktbereinigung und einigen Schockwellen prognostiziere ich für die zweite Jahreshälfte eine leichte Entspannung. Auf der publizistischen Seite gehe ich davon aus, dass die Bedeutung von Podcasts weiter zunehmen wird. Erste Anzeichen dafür gab es ja 2025, als zum Beispiel eine Folge unseres Investigativ-Podcasts „Die Dunkelkammer“ zu einer weltweiten Berichterstattung über die „Nonnen von Goldenstein“ geführt hat. Und auf der werblichen Seite gehe ich von einer weiteren Professionalisierung Richtung Adserver und programmatischen Buchungsmöglichkeiten und einem weiteren Wachstum für die Podcast Werbung aus, weil die gebuchten Werbeplätze im Vergleich zum vorhandenen Inventar noch ausbaufähig sind und es viele gute Gründe gibt, Werbegeld in Podcasts zu investieren.“

Podcasts bleiben also weiterhin auf Wachstumskurs – und werden auch als LIVE-Format immer gefragter. Für Julia Sobieszek, Geschäftsführerin von Peggy´s Agency ist klar: Podcasts werden 2026 noch mehr bei Events mitgedacht:

„Immer mehr Bühnen und Veranstaltungsorte entdecken Podcasts für sich: Es entstehen eigene Live-Schienen, Festivals und Programmpunkte bei Galas und Events. Liveshows werden damit für Podcaster:innen zu einem immer wichtigeren Bestandteil ihrer Finanzierung – ein Trend, der sich aus meiner Sicht 2026 weiter verstärken wird. Gleichzeitig zeigt diese Entwicklung, dass Podcasts endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind – in Österreich, wie so oft, mit einer kleinen Verzögerung. Die Hörerschaft wächst stetig, und das Medium ist sowohl im Informations- als auch im Unterhaltungsbereich fest etabliert. Das merken auch die Werbekunden: Seit rund drei Jahren beobachte ich ein kontinuierliches Wachstum jener Unternehmen, die Podcasts fix in ihre Mediaplanung aufnehmen. Podcasts werden zunehmend als eigener Budgetposten geführt – und nicht mehr „irgendwo ins Social-Media-Budget hineingeschummelt“.

Podcasts gehen also nächstes Jahr immer mehr live. Und wie sieht es mit dem umstrittenen Thema Videocast aus? Wir haben bei Zsolt Wilhelm, Head of Podcast & Video beim STANDARD nachgefragt:

„Der größte Podcast-Trend ist nicht Video, sondern YouTube. Der Streaming-Primus entwickelt sich in Lichtgeschwindigkeit zur All-in-one-Plattform für alles, was einen Play-Button hat. Das Potenzial für Podcasts ist riesig. Doch hier verändern sich die Vorzeichen für Erfolg. Podcaster:innen rennen auf Spotify und Apple Abonnent:innen nach und vertrauen darauf, dass wachsende Abozahlen die Reichweite stärken. Das trifft auf Youtube auch zu, doch in viel geringerem Maße. Massentaugliche Themen, catchy Titel und Vorschaubilder, Timing, bekannte Persönklichteiten und Trends dominieren den Algorithmus. Ein Spielfeld, das den gesamten deutschsprachigen Raum umspannt (und dank Auto-Dubbing auch darüber hinaus), stellt lokale Creator in einen internationalen Wettbewerb. Spannende Inhalte, hohe Qualität und eine attraktive Verpackung bleiben in der Youtube-Ära der Schlüssel zum Erfolg. Doch der Turbo-Darwinismus, der hier regiert, erfordert noch größere Investitionen in alle drei Bereiche.“

Youtube als Gamechanger für 2026, so die Progonose von Zsolt Wilhelm. Tatjana Lukáš vom „Happy House Media“ sieht ganz im Gegenteil großes Potenzial für Videocasts:

„Gerade eben hat erstmals ein Original-Podcast auf unserem Label „Happy House Media“ den Sprung ins Fernsehen geschafft. Die Produktion, die nach einem professionellen Studio-Setting und einem fähigen Videoteam verlangt, kostet naturgemäß das zwei- bis fünffache einer reinen Audio-Produktion. Aber mit den Kosten steigen auch die Möglichkeiten, das Produzierte breiter konsumierbar zu machen. Und hier kommen wir zu einem Knackpunkt, der besteht, seit ich mich mit Audio beschäftige. Die Sichtbarkeit, die Auffindbarkeit oder besser gesagt: die Nicht-Auffindbarkeit. Wie viele gut produzierte Podcasts mussten schon ihr Weiterleben lassen, weil ihnen in der Vermarktung die Luft ausgegangen ist. Weil einfach niemand erfahren hat, dass sie existieren, dabei interessante Gäste ins Rampenlicht stellen, neue Erkenntnisse niederschwellig vermitteln können. Sobald aber die Videoebene dazukommt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an dem neuen Format vorbeizukommen, proportional. Mit einem Videopodcast bevölkert man nicht mehr nur die etablierten Audioplattformen, sondern kann auch die Videoplattformen á la YouTube und Twitch bespielen, Social Media über Vertical Clips befeuern und neuerdings über eigens ins Leben gerufene lineare Videopodcast-Sender auch den Sprung ins lineare TV, zu Joyn & Co. machen.“

Was sehen reichweitenstarken Podcaster:innen eigentlich im neuen Jahr auf sich zukommen? Daniela Ullrich ist Host des Erfolgs-Formats „Menomio – der Podcast für glückliche Wechseljahre“:

„Ich glaube, Podcasts funktionieren 2026 vor allem über Nähe und Nutzen. Mein Fokus liegt deshalb noch stärker auf meiner Community – auf dem, was zwischen den Folgen passiert. Ich habe das Glück, dass MENOMIO weiterwächst. Der größte Sprung kam, als ich auf wöchentliche Folgen umgestellt habe – seitdem ist das Wachstum kleiner, aber konstant. Und das ist für mich genau richtig: lieber echt und stetig als laut und kurzlebig.“

Ähnlich sieht das auch die Autorin des bekannten Podcast-Newsletters „Beifahrersitz“, Denise Fernholz:

„Die Branche kehrt langsam zurück zu dem, was Podcasts stark macht – Tiefe, Beziehung und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Nächstes Jahr wird klarer: Reichweite entsteht nicht durch Zaubertricks, sondern durch klare Formate, ehrliche Stimmen und konsequente Distribution. Und damit meine ich nicht „Video regelt schon“, sondern strategisch entscheiden, wo eine Show ihr Publikum findet – und wo nicht. Ich glaube, wir sehen 2026 eine Professionalisierung, die weniger mit Technik zu tun hat und mehr mit Prioritäten. Podcaster*innen, Studios und Unternehmen werden gezwungen sein, ihre Ressourcen bewusster einzusetzen. Denn es zeigt sich deutlicher denn je, wie viel auf den Schultern einzelner lastet. Die meisten jonglieren Rollen, für die man eigentlich ein ganzes Team braucht: Host, Redaktion, Postproduktion, Social Media, Marketing, Vertrieb … Gleichzeitig wird Storytelling relevanter, nicht trotz, sondern wegen der Video-Welle. Die Nachfrage nach hochwertigen, erzählerischen Formaten ist da, aber sie braucht faire Budgets, professionelle Distribution und realistische Erwartungen. Der Markt schrumpft nicht, er sortiert sich. 2026 belohnt keine Perfektion. Es belohnt Fokus und das Durchhaltevermögen. Genau dort entstehen die Formate, die bleiben.“

Spannende Expert:innen-Insights aus dem gesamten DACH-Raum. Doch natürlich darf in den Podcast Trends 2026 auch unsere eigene wepodit Expertise nicht fehlen. Eva Waldenberger, Geschäftsführerin und Co-Founderin von wepodit:

„2026 sind Corporate Podcasts endlich dort angekommen, wo wir sie seit Jahren hin gewünscht haben. Wir müssen niemandem mehr erklären, was ein Podcast ist – und das über alle Altersgruppen hinweg. Jeder hat schon einmal einen gehört, gesehen oder kennt jemanden, der einen Podcast hat oder zumindest schon einmal zu Gast war. Damit entsteht für Unternehmen ein Umfeld, in dem sie mutiger werden können: von KI-gestützten Übersetzungen in neue Sprachen bis hin zur Frage, wie Videocasts sinnvoll gedacht und eingesetzt werden können. Gerade bei Letzterem zeigt sich jedoch in vielen Corporate-Setups: Ein klassischer Videocast ergibt meist wenig Sinn, zumindest nicht in seiner ursprünglichen Form. Viel relevanter wird 2026 die strategische Nutzung des Videomaterials sein, um Inhalte effizient über verschiedenste Kanäle zu verlängern, aufzubereiten und wiederzuverwerten. Podcasts entwickeln sich zunehmend zum Herzstück der Unternehmenskommunikation, ohne ihren Expertenstatus zu verlieren. Am Ende bleibt aber eines unverändert: Die echte Stimme und der Mensch dahinter sind auch 2026 der entscheidende Erfolgsfaktor für einen starken Corporate Podcast. Technologie kann unterstützen, aber die Glaubwürdigkeit entsteht weiterhin durch Persönlichkeit.“

Neben Corporate Podcasts ist wepodit auch auf die Vermarktung von Podcasts spezialisiert. Welche Ad Form ist im Jahr 2026 eigentlich gefragt? Marlene Auberger beschäftigt sich als Podcast Managerin bei wepodit täglich mit Podcast Werbung:

„Wenn ich an den Podcast-Werbemarkt denke, dann erwarte ich ein Wandel im Hinblick auf Native Ads. Wir haben 2025 gesehen, wie sehr KI, programmatische Buchungen und Targeting-Möglichkeiten den Markt weiter professionalisieren, aber am Ende bleibt das Herzstück des Mediums die Nahbarkeit und Authentizität. Podcasts sind eines der stärksten Medien, um Awareness und Vertrauen aufzubauen und leben von echter menschlicher Verbindung. Und genau da liegt für mich auch die wahre Power von Native Ads: eine Werbeform, die es seit den Anfängen der Podcast-Werbung gibt und deren Potenzial in den letzten Jahren oft nicht mehr voll ausgeschöpft wird. Zu häufig wird versucht, möglichst breit zu gehen und man übersieht dabei den eigentlichen Vorteil des Formats: dass Native Ads dann am stärksten wirken, wenn Marke, Podcast und Host wirklich aufeinander abgestimmt sind. Genau zu diesem Ansatz sollten wir wieder zurückfinden.

Abschließend werfen wir noch einen Blick in Richtung Post-Production. Was tut sich vor allem in Sachen KI im nächsten Jahr? Andreas Häuserer, Podcast Producer bei wepodit:

„Die Postproduktion von Podcasts wird noch deutlich intelligenter. Besonders im Mixing und Mastering verändert sich gerade extrem viel. KI übernimmt immer mehr von der technischen Vorarbeit – Pegel, Rauschen, Raumhall, sogar Sprechertrennung können großteils automatisiert werden. Das heißt aber nicht, dass der Mensch überflüssig wird. Im Gegenteil: Es wird immer mehr ein Hybrid-Modell, bei dem KI die Basis schafft und Audio-Engineers den Charakter und die emotionale Feinzeichnung herausarbeiten und vor allem repetitive Arbeiten, der KI überlassen können.“

Fazit

Man braucht keine Glaskugel, um vorherzusehen, dass das Thema Podcast auch 2026 in aller Munde ist. Es stehen uns spannende Entwicklungen am Werbemarkt, aber auch in Sachen KI und YouTube bevor. Im Corporate Bereich entwickeln sich Podcasts 2026 immer mehr vom „nice to have“ zum „must have“. Wollt ihr 2026 euren Corporate Podcast mit uns starten? Schreibt uns, an office@wepodit.com

Quellen:

Online Audio Monitor Austria

STATISTA

SevenOne Audio Podcast Studie

Mythos oder Wahrheit: Podcast starten ohne Community ist sinnlos!

Es ist wieder Zeit für „Mythos oder Wahrheit“! In unserem wepodit Podcast überprüfen wir aktuell zweiwöchentlich weit verbreitete Annahmen rund ums Podcasten. Diese Woche geht es um folgende Behauptung aus der Podcast-Bubble:

Mythos: „Podcasts lohnen sich nur, wenn ich schon eine große Community habe.“

Bestimmt seid ihr mit einer solchen Behauptung auch schon einmal konfrontiert worden. Sie klingt ja auch logisch, oder? Schließlich leben Social-Media-Kanäle wie Instagram, TikTok oder LinkedIn stark von Reichweite. Aber beim Podcasten gelten andere Gesetze – und genau das macht das Medium so spannend.

Podcasts als Startpunkt für den Community-Aufbau

Die gute Nachricht: ihr könnt tatsächlich von NULL anfangen! Podcasts sind nämlich nicht nur ein Kommunikationskanal für Menschen und Marken, die schon eine große Reichweite haben. Sie eignen sich genauso gut (oder sogar besser) als Startpunkt für den Aufbau einer Community. Warum? Weil ein Podcast von Anfang an Vertrauen und Nähe schafft. Während Social Media oft auf schnelle Aufmerksamkeit ausgelegt ist, entstehen im Podcast tiefere Verbindungen. Wer deiner Stimme für 20 oder 30 Minuten zuhört, baut eine Beziehung zu dir auf. Das ist eine ganz andere Qualität der Bindung.

Warum hält sich der Mythos so hartnäckig?

Viele verwechseln Podcast-Logik mit Social-Media-Logik. Dort gilt: Reichweite = Erfolg. Aber Podcasts sind keine Zahlen-Spiele, sondern Beziehungs-Arbeit.Ein Kernpublikum von 50 bis 100 Hörer:innen, die tatsächlich eine ganze Episode anhören, kann wertvoller sein als tausende Follower:innen, die nur oberflächlich vorbeiscrollen und dann sowieso nicht „bleiben“. Gerade für Nischenthemen oder Corporate Podcasts bedeutet das: Klein starten ist nicht das Problem. Viel wichtiger ist es, kontinuierlich Mehrwert zu liefern.

Das Besondere an Podcasts im Vergleich zu Social Media Formaten

Podcasts unterscheiden sich grundlegend von Instagram, TikTok oder LinkedIn:

  • Intimität & Nähe: Menschen bekommen deine Stimme direkt in ihr Ohr, oft in Alltagssituationen wie beim Spazierengehen, Autofahren oder Kochen.
  • Zeit & inhaltliche Tiefe: Während Posts und Reels oft in Sekunden konsumiert werden, nehmen sich Hörer:innen für Podcasts bewusst 20–30 Minuten Zeit.
  • Langfristigkeit: Podcast-Episoden bleiben verfügbar, können immer wieder gehört und gefunden werden. Sie sind kein flüchtiger Content, der sich in der Online-Welt verliert.

Genau diese Eigenschaften machen Podcasts zu einem mächtigen Werkzeug – gerade dann, wenn man bei „Null“ startet.

Drei Tipps für deinen Start ohne Community

  1. Eigenes Netzwerk nutzen
    Die ersten Hörer:innen sitzen oft direkt im eigenen Umfeld: Freunde, Bekannte, Kolleg:innen. Sie teilen Inhalte, geben Feedback und bringen den Ball ins Rollen.
  2. Klein anfangen, aber regelmäßig live gehen
    Es braucht keine 10 Folgen pro Monat. Viel wichtiger ist Kontinuität. Eine Episode pro Monat, die zuverlässig erscheint, ist besser als unregelmäßige Veröffentlichungen, die dir dann auch schnell zu viel werden.
  3. Feedback einholen & Community einbinden
    Podcasts leben von Interaktion. Stelle Fragen, bitte deine Fans um Themenvorschläge, lade Hörer:innen ein, ihre Gedanken zu teilen. Wer von Anfang an gehört wird, bleibt länger dabei.

Podcast als Werkzeug zur Community-Bildung

Podcasts sind kein Statussymbol für „die Großen“. Sie sind ein Werkzeug für alle, die authentisch kommunizieren und nachhaltig Beziehungen aufbauen wollen. Egal ob Unternehmen oder Einzelperson: Wer eine klare Botschaft hat und Mehrwert bietet, kann jederzeit mit einem Podcast starten, auch ohne bestehende Community.

Fazit

Der Mythos ist entlarvt: Podcasts lohnen sich nicht erst mit einer großen Community, im Gegenteil: sie können selbst der Beginn einer tollen Community sein. Das Erfolgsrezept liegt nicht in hohen Follower-Zahlen beim Start, sondern in Qualität, Authentizität und Kontinuität. Wenn du diese drei Faktoren beherzigst, baust du Schritt für Schritt eine treue Podcast-Hörer:innenschaft auf.

Möchtest du deine Podcast-Idee gemeinsam mit uns verwirklichen? Schicke uns gern eine E-Mail, an office@wepodit.com.

 

Warum Podcast Hosts Vorbereitung brauchen, auch wenn sie Expert:innen sind

Zweimal im Monat gibt es eine neue Folge unseres wepodit Podcast. In der Rubrik „Mythos oder Wahrheit“ nehmen wir gängige Annahmen aus der Podcast-Bubble genauer unter die Lupe. In der aktuellen Episode geht es um folgende Aussage: „Der Host ist eh vom Fach – der braucht keine Vorbereitung.“

 

Wenn jemand Expert:in ist, dann läuft das Gespräch ja von selbst- würde man zumindest meinen. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Expertise allein ersetzt keine Moderation. Ein guter Podcast entsteht nicht zufällig – er entsteht durch Struktur, Planung und eine klare Idee davon, wie Inhalte für die jeweilige Zielgruppe aufbereitet werden müssen. Fachliche Kompetenz ist daher nur ein kleiner Teil der Aufgabe. Ein Moderator muss ein Gespräch führen und lenken, Inhalte verständlich machen, den roten Faden halten, Tempo und Tonalität steuern und die Perspektive der Hörer:innen einnehmen. Ohne Vorbereitung werden viele dieser Punkte rasch zur Herausforderung. Gespräche wirken unruhig, schweifen ab oder werden zu komplex erzählt.

Vorbereitung schafft Klarheit und Orientierung

Damit eine Podcast-Folge gut funktioniert, braucht es eine bewusste Vorbereitung. Dazu gehört:

Ziel der Episode festlegen: Was sollen die Hörer:innen am Ende wissen oder verstanden haben? Ein klares Ziel verhindert inhaltliches Abschweifen und schafft Fokus.

Struktur aufbauen: Ein Gesprächsleitfaden definiert die Dramaturgie: Einstieg, Kernteil, Beispiele, Ausblick.
Diese Struktur hilft dabei, die 20–30 Minuten Laufzeit eines Corporate Podcasts sinnvoll zu füllen.

Inhaltliche Vorbereitung: Auch Profis profitieren davon, sich noch einmal einzulesen, Begriffe zu vereinfachen oder komplexe Themen auf die Zielgruppe anzupassen.

Natürlich sprechen! Gute Vorbereitung bedeutet nicht, vorgefertigte Sätze zu lernen. Es geht darum, sicher genug im Thema zu sein, um spontan, klar und verständlich sprechen zu können. Stichworte reichen hier vollkommen.

Was passiert ohne Vorbereitung?

Unvorbereitete Moderationen führen häufig zu sprunghaften Gesprächen, überfrachteten oder zu technischen Erklärungen sowie dem Verlust des roten Fadens. Dadurch entstehen in der Konsequenz natürlich auch längere Post-Production Zeiten, weil viel geschnitten/korrigiert werden muss. Im schlimmsten Fall kann man die Episode komplett kübeln. Gerade bei komplexen Themen zeigt sich der Unterschied deutlich: Mit Vorbereitung wird das Gespräch zugänglich und präzise, ohne Vorbereitung wird es schnell unverständlich oder verliert den Fokus.

Fazit: Vorbereitung ist ein entscheidender Qualitätsfaktor

Die Aussage „Der Host ist eh vom Fach – der braucht keine Vorbereitung“ ist definitiv ein Mythos. Gute Moderation entsteht nicht durch zufälliges Fachwissen, sondern durch die Fähigkeit, Inhalte gezielt aufzubereiten und umzusetzen. Die richtige Vorbereitung sorgt dafür, dass Gespräche klar, strukturiert und für die Zielgruppe relevant bleiben.

 

Willkommen im Team! Wie interne Podcasts das Onboarding verändern

Der erste Arbeitstag in einem neuen Unternehmen ist selten entspannt. Unzählige neue Menschen, Namen, Infos und Prozesse, die da auf einen einprasseln. Gleichzeitig die Aufregung über eine neue Aufgabe und der Wunsch, sich im zukünftigen Team wohlzufühlen. Um den Einstieg im neuen Job möglichst entspannt zu gestalten, setzen immer mehr Unternehmen auf Onboarding-Podcasts, die das Onboarding auf neue Art hör- und erlebbar machen. Alle Infos zu diesem wertvollen Tool gibt´s im dieswöchigen Blogbeitrag.

Ein Onboarding-Podcast schafft das, was langweilige PDF-Leitfäden und Intranet-Beiträge definitiv nicht hinkriegen: Nähe. Die Stimme transportiert neben den wesentlichen Informationen über den neuen Arbeitsplatz auch gleichzeitig Emotionen, Kultur und Haltung eines Unternehmens direkt ins Ohr der neuen Mitarbeiter:innen. Zudem punktet das Medium Podcast mit Flexibilität – neue Kolleg:innen können ihn auf dem Weg zur Arbeit, im Fitnessstudio oder bei der Hausarbeit hören und ihr persönliches Onboarding dadurch in ihrem eigenen Tempo gestalten.

Der Outcome: ein niedrigschwelliger, persönlicher Einstieg in die neue Arbeitswelt, der die Zugehörigkeit stärkt und ganz nebenbei wichtige Informationen nachhaltig verankert. Mit einem Onboarding-Podcast bekommen neue Mitarbeiter:innen quasi ihren Onboarding-Buddy zum Hören. Gerade für die ersten Wochen in der neuen Firma ist das Gold wert.

Vom „Welcome Guide“ bis zur „Teamstory“: mögliche Formate

Interne Podcasts lassen sich vielseitig umsetzen – von der kurzfristigen Willkommensserie bis hin zu regelmäßigen Unternehmensnews sind dem Gestaltungsspielraum keine Grenzen gesetzt. Drei mögliche Beispiele:

  • Behind the Scenes – bestehende Mitarbeiter:innen erzählen, wie sie gestartet sind, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie neuen Kolleg:innen mitgeben würden.
  • Shortcasts aus der Führungsebene: kurze Interviews mit Führungskräften, die Orientierung geben und Einblicke in strategische Ziele ermöglichen.
  • Abteilungsspezifische Infos – für Vertrieb, IT oder HR gibt es die Möglichkeit, eigene Onboarding-Podcasts mit praxisnahen Tipps und internen Best Practices.

Erfolgreiche Beispiele für interne Podcasts als Onboarding & Weiterbildungs-Tool

American Airlines zeigt seit 2018, wie interne Kommunikation per Podcast wirken kann. Im Format „Tell Me Why“ beantwortet das Management Fragen der Mitarbeiter:innen – ehrlich, direkt und transparent. Das schafft Vertrauen und hilft auch neuen Teammitgliedern, Entscheidungen besser zu verstehen und sich schneller zurechtzufinden.

Beispiele aus der wepodit – Praxis

ASZ – Tom´s Talk

ASZ, das Arbeitsmedizinische Zentrum in Linz, nutzt einen internen Podcast, um die Mitarbeiter:innen über Unternehmensnews zu informieren. In 5minütigen Shortcasts  spricht der Geschäftsführer alle Mitarbeiter:innen an, vor allem jene, die häufig im Außendienst unterwegs sind. Der Podcast ist nur intern verfügbar, also nicht auf Spotify und Co. zugänglich.

DIA-LOG, der Podcast des Diakoniewerks.

Das Diakoniewerk befindet sich aktuell in einem Transformationsprozess und informiert seine Mitarbeiter:innen im Podcast DIA-LOG regelmäßig transparent und verständlich über die aktuellen Veränderungen im Unternehmen. Der Podcast, der monatlich erscheint und auf Spotify auch allgemein zugänglich ist, ist in dem Fall als Onboarding für eine neue Unternehmenskultur zu verstehen.

Diese Beispiele zeigen: Ein interner Podcast kann mehr sein als ein Informationskanal – er ist ein Kulturträger.

Was ein guter Onboarding-Podcast braucht

Damit ein Podcast im Onboarding funktioniert, braucht es eine klare Struktur und gute Planung. Diese Punkte sind entscheidend:

  • Klare Zielgruppe definieren: Wer hört wann? Neue Mitarbeiter:innen in der Produktion haben logischerweise andere Informationsbedürfnisse als jene im Management.
  • Zugänglichkeit: Einfacher Zugang für alle Mitarbeiter:innen über App, Intranet oder geschützten Feed.
  • Storytelling statt Monolog: Stimmen aus dem Unternehmen wirken glaubwürdiger als abgelesene PowerPoint-Folien.
  • Feedback & Weiterentwicklung: Kurze Umfragen unter den Mitarbeiter:innen nach den Episoden helfen, Inhalte für künftige Folgen zu optimieren.

Fazit: Podcasts als neue Welt des audible Onboardings

Ein Onboarding-Podcast kann den Einstieg in ein Unternehmen entscheidend erleichtern. Er vermittelt niederschwellig und flexibel Wissen, schafft im Anfangschaos Orientierung und gibt neuen Mitarbeiter:innen ab Tag Eins das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Möchtet ihr euren Onboarding-Podcast mit uns verwirklichen? Schreibt uns gern eine E-Mail, an office@wepodit.com

 

 

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