Podcast Trends 2026: Die wichtigsten Entwicklungen, Formate & Wachstumsstrategien

Das Podcast Jahr 2025 ist praktisch Geschichte. Höchste Zeit, nach vorne zu blicken! Welche Trends und Prognosen gibt es für 2026? Wie geht es im Bereich Corporate Podcasts weiter, welche Entwicklungen beschert uns der Werbemarkt und welchen Stellenwert haben Videocasts und KI im neuen Jahr? Wir haben uns dazu bei führenden Branchen-Expert:innen aus dem DACH-Raum umgehört und natürlich auch unsere eigene Expertise eingebracht. In diesem Blogartikel erfährt ihr alles zu den Podcast Trends 2026.

„Podcasts werden 2026 immer mehr zum Leitmedium“, sagt Max Franke, Geschäftsführer von Podius. Seiner Einschätzung nach zeigt der Podcast Markt auch 2026, wie robust er wirklich ist. Trotz einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage, zwei Jahren Rezession und stagnierendem Wachstum in vielen Mediensegmenten, bleiben Podcasts eine der spannendsten Wachstumsbranchen. Franke: „Natürlich bleibt der Markt nicht unverändert: Einige Anbieter verschwinden, andere konsolidieren oder orientieren sich neu. Und ja, die Frage steht im Raum, ob künftig alles Video sein muss. Doch trotz all dieser Veränderungen und mancher Unsicherheiten bin ich überzeugt: Podcasts bleiben auf Wachstumskurs.“

Max Franke nennt dafür folgende drei Gründe:

1. Der Hörermarkt ist intakt

„Die Begeisterung der Menschen für das Format ist ungebrochen. Laut der Seven.One Audio Podcast-Studie 2025 hören inzwischen 63 % der 18- bis 49-Jährigen Podcasts – erstmals mehr junge Menschen als klassisches Radio. Besonders spannend: Auch ältere Zielgruppen entdecken das Medium zunehmend für sich. Und wer einmal anfängt zu hören, hört in der Regel immer mehr. Podcasts sind längst fest im Medienalltag der Menschen etabliert.

2. Podcasts werden zum Leitmedium

Podcasts sind nicht nur Unterhaltung, sondern für viele ein fester Bestandteil ihrer Informations- und Meinungsbildung. Der Wunsch nach Erkenntnisgewinn bleibt ein zentrales Nutzungsmotiv – verbunden mit hoher Glaubwürdigkeit, inhaltlicher Tiefe und der Flexibilität des Mediums. Bei der letzten Bundestagswahl gaben über 50 % der Podcast-Hörer:innen an, dass Podcasts für sie eine mindestens ergänzende Rolle gespielt haben; bei den unter 30-Jährigen war es sogar mehr als ein Drittel, für die Podcasts wichtig bis sehr wichtig waren. Laut Online Audio Monitor sind Podcasts für über ein Drittel der Hörer mittlerweile eine Hauptquelle zum Zeitgeschehen. Das unterstreicht: Podcasts prägen Popkultur, Diskurse – und zunehmend auch die öffentliche Meinungsbildung.“

3. Der Werbemarkt bleibt stabil und wächst weiter

Trotz der konjunkturellen Unsicherheiten entwickelt sich der Podcast-Werbemarkt stark. Branchenbeobachter – mich eingeschlossen – halten es für realistisch, dass bereits im Jahr 2025 die 100-Millionen-Euro-Marke bei den Podcast-Werbeumsätzen in Deutschland überschritten wird. Und der Markt professionalisiert sich rasant. Bei Podius.io sehen wir, dass über zwei Drittel der führenden Mediaagenturen täglich für die Recherche und Planung ihrer Werbekampagnen auf unserer Plattform aktiv sind. Meine Prognose: Der Markt wächst auch in 2026. Die Richtung stimmt.“

Ergänzend zu diesen Ausführungen von Max Franke hier noch ein paar österreichische Zahlen: bei uns sagen sogar 42 Prozent der Hörer:innen (!), dass Podcasts für sie zu den wichtigsten Informationsquellen zählen. Das heißt: Podcasts beeinflussen Wissen, Meinungsbildung und Entscheidungsverhalten auch hierzulande. (Quelle: Online-Audio-Monitor Austria 2025, RTR)

Was den Werbemarkt betrifft, wird der österreichische Podcast-Werbemarkt für 2025 auf

5,25 Millionen Euro geschätzt – Tendenz steigend. Unternehmen haben erkannt, wie wirkungsvoll Audio für Markenaufbau, Reichweite und Community ist. Diese Zahlen zeigen sehr deutlich: Podcasts sind in Österreich angekommen. In der breiten Bevölkerung, bei jungen Zielgruppen, im Informationsverhalten, in der Kreativszene und im Werbemarkt. Und sie werden jedes Jahr relevanter. (Quelle: Statista Market Insights (2025))

Nicht nur am Werbemarkt, auch auf publizistischer Ebene werden Podcasts 2026 noch bedeutender, so Stefan Lassnig, Geschäftsführer von Missing Link. Den Jahresbeginn schätzt er allerdings noch sehr turbulent ein:

„Für die erste Hälfte 2026 erwarte ich eine Verschärfung der Turbulenzen in der Medien- und Werbebranche. Nach einer Marktbereinigung und einigen Schockwellen prognostiziere ich für die zweite Jahreshälfte eine leichte Entspannung. Auf der publizistischen Seite gehe ich davon aus, dass die Bedeutung von Podcasts weiter zunehmen wird. Erste Anzeichen dafür gab es ja 2025, als zum Beispiel eine Folge unseres Investigativ-Podcasts „Die Dunkelkammer“ zu einer weltweiten Berichterstattung über die „Nonnen von Goldenstein“ geführt hat. Und auf der werblichen Seite gehe ich von einer weiteren Professionalisierung Richtung Adserver und programmatischen Buchungsmöglichkeiten und einem weiteren Wachstum für die Podcast Werbung aus, weil die gebuchten Werbeplätze im Vergleich zum vorhandenen Inventar noch ausbaufähig sind und es viele gute Gründe gibt, Werbegeld in Podcasts zu investieren.“

Podcasts bleiben also weiterhin auf Wachstumskurs – und werden auch als LIVE-Format immer gefragter. Für Julia Sobieszek, Geschäftsführerin von Peggy´s Agency ist klar: Podcasts werden 2026 noch mehr bei Events mitgedacht:

„Immer mehr Bühnen und Veranstaltungsorte entdecken Podcasts für sich: Es entstehen eigene Live-Schienen, Festivals und Programmpunkte bei Galas und Events. Liveshows werden damit für Podcaster:innen zu einem immer wichtigeren Bestandteil ihrer Finanzierung – ein Trend, der sich aus meiner Sicht 2026 weiter verstärken wird. Gleichzeitig zeigt diese Entwicklung, dass Podcasts endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind – in Österreich, wie so oft, mit einer kleinen Verzögerung. Die Hörerschaft wächst stetig, und das Medium ist sowohl im Informations- als auch im Unterhaltungsbereich fest etabliert. Das merken auch die Werbekunden: Seit rund drei Jahren beobachte ich ein kontinuierliches Wachstum jener Unternehmen, die Podcasts fix in ihre Mediaplanung aufnehmen. Podcasts werden zunehmend als eigener Budgetposten geführt – und nicht mehr „irgendwo ins Social-Media-Budget hineingeschummelt“.

Podcasts gehen also nächstes Jahr immer mehr live. Und wie sieht es mit dem umstrittenen Thema Videocast aus? Wir haben bei Zsolt Wilhelm, Head of Podcast & Video beim STANDARD nachgefragt:

„Der größte Podcast-Trend ist nicht Video, sondern YouTube. Der Streaming-Primus entwickelt sich in Lichtgeschwindigkeit zur All-in-one-Plattform für alles, was einen Play-Button hat. Das Potenzial für Podcasts ist riesig. Doch hier verändern sich die Vorzeichen für Erfolg. Podcaster:innen rennen auf Spotify und Apple Abonnent:innen nach und vertrauen darauf, dass wachsende Abozahlen die Reichweite stärken. Das trifft auf Youtube auch zu, doch in viel geringerem Maße. Massentaugliche Themen, catchy Titel und Vorschaubilder, Timing, bekannte Persönklichteiten und Trends dominieren den Algorithmus. Ein Spielfeld, das den gesamten deutschsprachigen Raum umspannt (und dank Auto-Dubbing auch darüber hinaus), stellt lokale Creator in einen internationalen Wettbewerb. Spannende Inhalte, hohe Qualität und eine attraktive Verpackung bleiben in der Youtube-Ära der Schlüssel zum Erfolg. Doch der Turbo-Darwinismus, der hier regiert, erfordert noch größere Investitionen in alle drei Bereiche.“

Youtube als Gamechanger für 2026, so die Progonose von Zsolt Wilhelm. Tatjana Lukáš vom „Happy House Media“ sieht ganz im Gegenteil großes Potenzial für Videocasts:

„Gerade eben hat erstmals ein Original-Podcast auf unserem Label „Happy House Media“ den Sprung ins Fernsehen geschafft. Die Produktion, die nach einem professionellen Studio-Setting und einem fähigen Videoteam verlangt, kostet naturgemäß das zwei- bis fünffache einer reinen Audio-Produktion. Aber mit den Kosten steigen auch die Möglichkeiten, das Produzierte breiter konsumierbar zu machen. Und hier kommen wir zu einem Knackpunkt, der besteht, seit ich mich mit Audio beschäftige. Die Sichtbarkeit, die Auffindbarkeit oder besser gesagt: die Nicht-Auffindbarkeit. Wie viele gut produzierte Podcasts mussten schon ihr Weiterleben lassen, weil ihnen in der Vermarktung die Luft ausgegangen ist. Weil einfach niemand erfahren hat, dass sie existieren, dabei interessante Gäste ins Rampenlicht stellen, neue Erkenntnisse niederschwellig vermitteln können. Sobald aber die Videoebene dazukommt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an dem neuen Format vorbeizukommen, proportional. Mit einem Videopodcast bevölkert man nicht mehr nur die etablierten Audioplattformen, sondern kann auch die Videoplattformen á la YouTube und Twitch bespielen, Social Media über Vertical Clips befeuern und neuerdings über eigens ins Leben gerufene lineare Videopodcast-Sender auch den Sprung ins lineare TV, zu Joyn & Co. machen.“

Was sehen reichweitenstarken Podcaster:innen eigentlich im neuen Jahr auf sich zukommen? Daniela Ullrich ist Host des Erfolgs-Formats „Menomio – der Podcast für glückliche Wechseljahre“:

„Ich glaube, Podcasts funktionieren 2026 vor allem über Nähe und Nutzen. Mein Fokus liegt deshalb noch stärker auf meiner Community – auf dem, was zwischen den Folgen passiert. Ich habe das Glück, dass MENOMIO weiterwächst. Der größte Sprung kam, als ich auf wöchentliche Folgen umgestellt habe – seitdem ist das Wachstum kleiner, aber konstant. Und das ist für mich genau richtig: lieber echt und stetig als laut und kurzlebig.“

Ähnlich sieht das auch die Autorin des bekannten Podcast-Newsletters „Beifahrersitz“, Denise Fernholz:

„Die Branche kehrt langsam zurück zu dem, was Podcasts stark macht – Tiefe, Beziehung und ein Gefühl von Zugehörigkeit. Nächstes Jahr wird klarer: Reichweite entsteht nicht durch Zaubertricks, sondern durch klare Formate, ehrliche Stimmen und konsequente Distribution. Und damit meine ich nicht „Video regelt schon“, sondern strategisch entscheiden, wo eine Show ihr Publikum findet – und wo nicht. Ich glaube, wir sehen 2026 eine Professionalisierung, die weniger mit Technik zu tun hat und mehr mit Prioritäten. Podcaster*innen, Studios und Unternehmen werden gezwungen sein, ihre Ressourcen bewusster einzusetzen. Denn es zeigt sich deutlicher denn je, wie viel auf den Schultern einzelner lastet. Die meisten jonglieren Rollen, für die man eigentlich ein ganzes Team braucht: Host, Redaktion, Postproduktion, Social Media, Marketing, Vertrieb … Gleichzeitig wird Storytelling relevanter, nicht trotz, sondern wegen der Video-Welle. Die Nachfrage nach hochwertigen, erzählerischen Formaten ist da, aber sie braucht faire Budgets, professionelle Distribution und realistische Erwartungen. Der Markt schrumpft nicht, er sortiert sich. 2026 belohnt keine Perfektion. Es belohnt Fokus und das Durchhaltevermögen. Genau dort entstehen die Formate, die bleiben.“

Spannende Expert:innen-Insights aus dem gesamten DACH-Raum. Doch natürlich darf in den Podcast Trends 2026 auch unsere eigene wepodit Expertise nicht fehlen. Eva Waldenberger, Geschäftsführerin und Co-Founderin von wepodit:

„2026 sind Corporate Podcasts endlich dort angekommen, wo wir sie seit Jahren hin gewünscht haben. Wir müssen niemandem mehr erklären, was ein Podcast ist – und das über alle Altersgruppen hinweg. Jeder hat schon einmal einen gehört, gesehen oder kennt jemanden, der einen Podcast hat oder zumindest schon einmal zu Gast war. Damit entsteht für Unternehmen ein Umfeld, in dem sie mutiger werden können: von KI-gestützten Übersetzungen in neue Sprachen bis hin zur Frage, wie Videocasts sinnvoll gedacht und eingesetzt werden können. Gerade bei Letzterem zeigt sich jedoch in vielen Corporate-Setups: Ein klassischer Videocast ergibt meist wenig Sinn, zumindest nicht in seiner ursprünglichen Form. Viel relevanter wird 2026 die strategische Nutzung des Videomaterials sein, um Inhalte effizient über verschiedenste Kanäle zu verlängern, aufzubereiten und wiederzuverwerten. Podcasts entwickeln sich zunehmend zum Herzstück der Unternehmenskommunikation, ohne ihren Expertenstatus zu verlieren. Am Ende bleibt aber eines unverändert: Die echte Stimme und der Mensch dahinter sind auch 2026 der entscheidende Erfolgsfaktor für einen starken Corporate Podcast. Technologie kann unterstützen, aber die Glaubwürdigkeit entsteht weiterhin durch Persönlichkeit.“

Neben Corporate Podcasts ist wepodit auch auf die Vermarktung von Podcasts spezialisiert. Welche Ad Form ist im Jahr 2026 eigentlich gefragt? Marlene Auberger beschäftigt sich als Podcast Managerin bei wepodit täglich mit Podcast Werbung:

„Wenn ich an den Podcast-Werbemarkt denke, dann erwarte ich ein Wandel im Hinblick auf Native Ads. Wir haben 2025 gesehen, wie sehr KI, programmatische Buchungen und Targeting-Möglichkeiten den Markt weiter professionalisieren, aber am Ende bleibt das Herzstück des Mediums die Nahbarkeit und Authentizität. Podcasts sind eines der stärksten Medien, um Awareness und Vertrauen aufzubauen und leben von echter menschlicher Verbindung. Und genau da liegt für mich auch die wahre Power von Native Ads: eine Werbeform, die es seit den Anfängen der Podcast-Werbung gibt und deren Potenzial in den letzten Jahren oft nicht mehr voll ausgeschöpft wird. Zu häufig wird versucht, möglichst breit zu gehen und man übersieht dabei den eigentlichen Vorteil des Formats: dass Native Ads dann am stärksten wirken, wenn Marke, Podcast und Host wirklich aufeinander abgestimmt sind. Genau zu diesem Ansatz sollten wir wieder zurückfinden.

Abschließend werfen wir noch einen Blick in Richtung Post-Production. Was tut sich vor allem in Sachen KI im nächsten Jahr? Andreas Häuserer, Podcast Producer bei wepodit:

„Die Postproduktion von Podcasts wird noch deutlich intelligenter. Besonders im Mixing und Mastering verändert sich gerade extrem viel. KI übernimmt immer mehr von der technischen Vorarbeit – Pegel, Rauschen, Raumhall, sogar Sprechertrennung können großteils automatisiert werden. Das heißt aber nicht, dass der Mensch überflüssig wird. Im Gegenteil: Es wird immer mehr ein Hybrid-Modell, bei dem KI die Basis schafft und Audio-Engineers den Charakter und die emotionale Feinzeichnung herausarbeiten und vor allem repetitive Arbeiten, der KI überlassen können.“

Fazit

Man braucht keine Glaskugel, um vorherzusehen, dass das Thema Podcast auch 2026 in aller Munde ist. Es stehen uns spannende Entwicklungen am Werbemarkt, aber auch in Sachen KI und YouTube bevor. Im Corporate Bereich entwickeln sich Podcasts 2026 immer mehr vom „nice to have“ zum „must have“. Wollt ihr 2026 euren Corporate Podcast mit uns starten? Schreibt uns, an office@wepodit.com

Quellen:

Online Audio Monitor Austria

STATISTA

SevenOne Audio Podcast Studie

Mythos oder Wahrheit: Podcast starten ohne Community ist sinnlos!

Es ist wieder Zeit für „Mythos oder Wahrheit“! In unserem wepodit Podcast überprüfen wir aktuell zweiwöchentlich weit verbreitete Annahmen rund ums Podcasten. Diese Woche geht es um folgende Behauptung aus der Podcast-Bubble:

Mythos: „Podcasts lohnen sich nur, wenn ich schon eine große Community habe.“

Bestimmt seid ihr mit einer solchen Behauptung auch schon einmal konfrontiert worden. Sie klingt ja auch logisch, oder? Schließlich leben Social-Media-Kanäle wie Instagram, TikTok oder LinkedIn stark von Reichweite. Aber beim Podcasten gelten andere Gesetze – und genau das macht das Medium so spannend.

Podcasts als Startpunkt für den Community-Aufbau

Die gute Nachricht: ihr könnt tatsächlich von NULL anfangen! Podcasts sind nämlich nicht nur ein Kommunikationskanal für Menschen und Marken, die schon eine große Reichweite haben. Sie eignen sich genauso gut (oder sogar besser) als Startpunkt für den Aufbau einer Community. Warum? Weil ein Podcast von Anfang an Vertrauen und Nähe schafft. Während Social Media oft auf schnelle Aufmerksamkeit ausgelegt ist, entstehen im Podcast tiefere Verbindungen. Wer deiner Stimme für 20 oder 30 Minuten zuhört, baut eine Beziehung zu dir auf. Das ist eine ganz andere Qualität der Bindung.

Warum hält sich der Mythos so hartnäckig?

Viele verwechseln Podcast-Logik mit Social-Media-Logik. Dort gilt: Reichweite = Erfolg. Aber Podcasts sind keine Zahlen-Spiele, sondern Beziehungs-Arbeit.Ein Kernpublikum von 50 bis 100 Hörer:innen, die tatsächlich eine ganze Episode anhören, kann wertvoller sein als tausende Follower:innen, die nur oberflächlich vorbeiscrollen und dann sowieso nicht „bleiben“. Gerade für Nischenthemen oder Corporate Podcasts bedeutet das: Klein starten ist nicht das Problem. Viel wichtiger ist es, kontinuierlich Mehrwert zu liefern.

Das Besondere an Podcasts im Vergleich zu Social Media Formaten

Podcasts unterscheiden sich grundlegend von Instagram, TikTok oder LinkedIn:

  • Intimität & Nähe: Menschen bekommen deine Stimme direkt in ihr Ohr, oft in Alltagssituationen wie beim Spazierengehen, Autofahren oder Kochen.
  • Zeit & inhaltliche Tiefe: Während Posts und Reels oft in Sekunden konsumiert werden, nehmen sich Hörer:innen für Podcasts bewusst 20–30 Minuten Zeit.
  • Langfristigkeit: Podcast-Episoden bleiben verfügbar, können immer wieder gehört und gefunden werden. Sie sind kein flüchtiger Content, der sich in der Online-Welt verliert.

Genau diese Eigenschaften machen Podcasts zu einem mächtigen Werkzeug – gerade dann, wenn man bei „Null“ startet.

Drei Tipps für deinen Start ohne Community

  1. Eigenes Netzwerk nutzen
    Die ersten Hörer:innen sitzen oft direkt im eigenen Umfeld: Freunde, Bekannte, Kolleg:innen. Sie teilen Inhalte, geben Feedback und bringen den Ball ins Rollen.
  2. Klein anfangen, aber regelmäßig live gehen
    Es braucht keine 10 Folgen pro Monat. Viel wichtiger ist Kontinuität. Eine Episode pro Monat, die zuverlässig erscheint, ist besser als unregelmäßige Veröffentlichungen, die dir dann auch schnell zu viel werden.
  3. Feedback einholen & Community einbinden
    Podcasts leben von Interaktion. Stelle Fragen, bitte deine Fans um Themenvorschläge, lade Hörer:innen ein, ihre Gedanken zu teilen. Wer von Anfang an gehört wird, bleibt länger dabei.

Podcast als Werkzeug zur Community-Bildung

Podcasts sind kein Statussymbol für „die Großen“. Sie sind ein Werkzeug für alle, die authentisch kommunizieren und nachhaltig Beziehungen aufbauen wollen. Egal ob Unternehmen oder Einzelperson: Wer eine klare Botschaft hat und Mehrwert bietet, kann jederzeit mit einem Podcast starten, auch ohne bestehende Community.

Fazit

Der Mythos ist entlarvt: Podcasts lohnen sich nicht erst mit einer großen Community, im Gegenteil: sie können selbst der Beginn einer tollen Community sein. Das Erfolgsrezept liegt nicht in hohen Follower-Zahlen beim Start, sondern in Qualität, Authentizität und Kontinuität. Wenn du diese drei Faktoren beherzigst, baust du Schritt für Schritt eine treue Podcast-Hörer:innenschaft auf.

Möchtest du deine Podcast-Idee gemeinsam mit uns verwirklichen? Schicke uns gern eine E-Mail, an office@wepodit.com.

 

Warum Podcast Hosts Vorbereitung brauchen, auch wenn sie Expert:innen sind

Zweimal im Monat gibt es eine neue Folge unseres wepodit Podcast. In der Rubrik „Mythos oder Wahrheit“ nehmen wir gängige Annahmen aus der Podcast-Bubble genauer unter die Lupe. In der aktuellen Episode geht es um folgende Aussage: „Der Host ist eh vom Fach – der braucht keine Vorbereitung.“

 

Wenn jemand Expert:in ist, dann läuft das Gespräch ja von selbst- würde man zumindest meinen. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell: Expertise allein ersetzt keine Moderation. Ein guter Podcast entsteht nicht zufällig – er entsteht durch Struktur, Planung und eine klare Idee davon, wie Inhalte für die jeweilige Zielgruppe aufbereitet werden müssen. Fachliche Kompetenz ist daher nur ein kleiner Teil der Aufgabe. Ein Moderator muss ein Gespräch führen und lenken, Inhalte verständlich machen, den roten Faden halten, Tempo und Tonalität steuern und die Perspektive der Hörer:innen einnehmen. Ohne Vorbereitung werden viele dieser Punkte rasch zur Herausforderung. Gespräche wirken unruhig, schweifen ab oder werden zu komplex erzählt.

Vorbereitung schafft Klarheit und Orientierung

Damit eine Podcast-Folge gut funktioniert, braucht es eine bewusste Vorbereitung. Dazu gehört:

Ziel der Episode festlegen: Was sollen die Hörer:innen am Ende wissen oder verstanden haben? Ein klares Ziel verhindert inhaltliches Abschweifen und schafft Fokus.

Struktur aufbauen: Ein Gesprächsleitfaden definiert die Dramaturgie: Einstieg, Kernteil, Beispiele, Ausblick.
Diese Struktur hilft dabei, die 20–30 Minuten Laufzeit eines Corporate Podcasts sinnvoll zu füllen.

Inhaltliche Vorbereitung: Auch Profis profitieren davon, sich noch einmal einzulesen, Begriffe zu vereinfachen oder komplexe Themen auf die Zielgruppe anzupassen.

Natürlich sprechen! Gute Vorbereitung bedeutet nicht, vorgefertigte Sätze zu lernen. Es geht darum, sicher genug im Thema zu sein, um spontan, klar und verständlich sprechen zu können. Stichworte reichen hier vollkommen.

Was passiert ohne Vorbereitung?

Unvorbereitete Moderationen führen häufig zu sprunghaften Gesprächen, überfrachteten oder zu technischen Erklärungen sowie dem Verlust des roten Fadens. Dadurch entstehen in der Konsequenz natürlich auch längere Post-Production Zeiten, weil viel geschnitten/korrigiert werden muss. Im schlimmsten Fall kann man die Episode komplett kübeln. Gerade bei komplexen Themen zeigt sich der Unterschied deutlich: Mit Vorbereitung wird das Gespräch zugänglich und präzise, ohne Vorbereitung wird es schnell unverständlich oder verliert den Fokus.

Fazit: Vorbereitung ist ein entscheidender Qualitätsfaktor

Die Aussage „Der Host ist eh vom Fach – der braucht keine Vorbereitung“ ist definitiv ein Mythos. Gute Moderation entsteht nicht durch zufälliges Fachwissen, sondern durch die Fähigkeit, Inhalte gezielt aufzubereiten und umzusetzen. Die richtige Vorbereitung sorgt dafür, dass Gespräche klar, strukturiert und für die Zielgruppe relevant bleiben.

 

Willkommen im Team! Wie interne Podcasts das Onboarding verändern

Der erste Arbeitstag in einem neuen Unternehmen ist selten entspannt. Unzählige neue Menschen, Namen, Infos und Prozesse, die da auf einen einprasseln. Gleichzeitig die Aufregung über eine neue Aufgabe und der Wunsch, sich im zukünftigen Team wohlzufühlen. Um den Einstieg im neuen Job möglichst entspannt zu gestalten, setzen immer mehr Unternehmen auf Onboarding-Podcasts, die das Onboarding auf neue Art hör- und erlebbar machen. Alle Infos zu diesem wertvollen Tool gibt´s im dieswöchigen Blogbeitrag.

Ein Onboarding-Podcast schafft das, was langweilige PDF-Leitfäden und Intranet-Beiträge definitiv nicht hinkriegen: Nähe. Die Stimme transportiert neben den wesentlichen Informationen über den neuen Arbeitsplatz auch gleichzeitig Emotionen, Kultur und Haltung eines Unternehmens direkt ins Ohr der neuen Mitarbeiter:innen. Zudem punktet das Medium Podcast mit Flexibilität – neue Kolleg:innen können ihn auf dem Weg zur Arbeit, im Fitnessstudio oder bei der Hausarbeit hören und ihr persönliches Onboarding dadurch in ihrem eigenen Tempo gestalten.

Der Outcome: ein niedrigschwelliger, persönlicher Einstieg in die neue Arbeitswelt, der die Zugehörigkeit stärkt und ganz nebenbei wichtige Informationen nachhaltig verankert. Mit einem Onboarding-Podcast bekommen neue Mitarbeiter:innen quasi ihren Onboarding-Buddy zum Hören. Gerade für die ersten Wochen in der neuen Firma ist das Gold wert.

Vom „Welcome Guide“ bis zur „Teamstory“: mögliche Formate

Interne Podcasts lassen sich vielseitig umsetzen – von der kurzfristigen Willkommensserie bis hin zu regelmäßigen Unternehmensnews sind dem Gestaltungsspielraum keine Grenzen gesetzt. Drei mögliche Beispiele:

  • Behind the Scenes – bestehende Mitarbeiter:innen erzählen, wie sie gestartet sind, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie neuen Kolleg:innen mitgeben würden.
  • Shortcasts aus der Führungsebene: kurze Interviews mit Führungskräften, die Orientierung geben und Einblicke in strategische Ziele ermöglichen.
  • Abteilungsspezifische Infos – für Vertrieb, IT oder HR gibt es die Möglichkeit, eigene Onboarding-Podcasts mit praxisnahen Tipps und internen Best Practices.

Erfolgreiche Beispiele für interne Podcasts als Onboarding & Weiterbildungs-Tool

American Airlines zeigt seit 2018, wie interne Kommunikation per Podcast wirken kann. Im Format „Tell Me Why“ beantwortet das Management Fragen der Mitarbeiter:innen – ehrlich, direkt und transparent. Das schafft Vertrauen und hilft auch neuen Teammitgliedern, Entscheidungen besser zu verstehen und sich schneller zurechtzufinden.

Beispiele aus der wepodit – Praxis

ASZ – Tom´s Talk

ASZ, das Arbeitsmedizinische Zentrum in Linz, nutzt einen internen Podcast, um die Mitarbeiter:innen über Unternehmensnews zu informieren. In 5minütigen Shortcasts  spricht der Geschäftsführer alle Mitarbeiter:innen an, vor allem jene, die häufig im Außendienst unterwegs sind. Der Podcast ist nur intern verfügbar, also nicht auf Spotify und Co. zugänglich.

DIA-LOG, der Podcast des Diakoniewerks.

Das Diakoniewerk befindet sich aktuell in einem Transformationsprozess und informiert seine Mitarbeiter:innen im Podcast DIA-LOG regelmäßig transparent und verständlich über die aktuellen Veränderungen im Unternehmen. Der Podcast, der monatlich erscheint und auf Spotify auch allgemein zugänglich ist, ist in dem Fall als Onboarding für eine neue Unternehmenskultur zu verstehen.

Diese Beispiele zeigen: Ein interner Podcast kann mehr sein als ein Informationskanal – er ist ein Kulturträger.

Was ein guter Onboarding-Podcast braucht

Damit ein Podcast im Onboarding funktioniert, braucht es eine klare Struktur und gute Planung. Diese Punkte sind entscheidend:

  • Klare Zielgruppe definieren: Wer hört wann? Neue Mitarbeiter:innen in der Produktion haben logischerweise andere Informationsbedürfnisse als jene im Management.
  • Zugänglichkeit: Einfacher Zugang für alle Mitarbeiter:innen über App, Intranet oder geschützten Feed.
  • Storytelling statt Monolog: Stimmen aus dem Unternehmen wirken glaubwürdiger als abgelesene PowerPoint-Folien.
  • Feedback & Weiterentwicklung: Kurze Umfragen unter den Mitarbeiter:innen nach den Episoden helfen, Inhalte für künftige Folgen zu optimieren.

Fazit: Podcasts als neue Welt des audible Onboardings

Ein Onboarding-Podcast kann den Einstieg in ein Unternehmen entscheidend erleichtern. Er vermittelt niederschwellig und flexibel Wissen, schafft im Anfangschaos Orientierung und gibt neuen Mitarbeiter:innen ab Tag Eins das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Möchtet ihr euren Onboarding-Podcast mit uns verwirklichen? Schreibt uns gern eine E-Mail, an office@wepodit.com

 

 

Behind the mic: „Code of C – der True Compliance Podcast von .LOUPE“

Warum entscheiden sich unsere Kund:innen eigentlich für einen (Corporate-) Podcast? Das beleuchten wir regelmäßig in einer Interview-Reihe hier am Blog. Unser heutiges Best Practice Beispiel: „Code of C“ – der True Compliance Podcast von .LOUPE!

 

“Aus der Praxis. Für die Praxis.“ Dieses Versprechen hält .LOUPE Mitgründer Martin Reichetseder mit seinem “Code of C – der True-Compliance-Podcast” seit mittlerweile 31 Folgen. Als Host für er selbst durch den Podcast und zeigt mit seinen Gäst:innen und Bootcamp-Solo-Folgen, dass Compliance bunt, progressiv, spannend und notwendig ist. wepodit hat mit Martin Reichetseder über die Beweggründe für den Podcast und seine Weiterentwicklung 2026 gesprochen.

wepodit: Lieber Martin, auch an dich zu Beginn gleich die Frage: Warum hast du dich damals überhaupt für einen eigenen Podcast entschieden?

Martin Reichetseder: Mit dem Podcast wollte ich den Zugang zum Thema „Compliance“ vereinfachen und in den sicht- bzw. hörbaren Austausch mit echten Expert:innen gehen. Als Praktiker ist es mir besonders wichtig, in Netzwerken, Beziehungen und im Dialog zu denken – der Podcast hilft mir dabei, Brücken zu bauen, gegen Vorurteile einzuwirken, selbst von anderen zu lernen und andere zu inspirieren. Er festigt zudem meine Stellung als Experte und ist das Mittel, um meine Idee von „Compliance“ zu verbreiten.

wepodit: Welche Rückmeldungen bekommst du zu „Code of C“ und welche Rolle spielt der Podcast für deine „Business-Sichtbarkeit“?

Martin Reichetseder: „Code of C“ hat sich binnen kurzer Zeit zu einem Fixpunkt in der Community entwickelt. Ich bin immer wieder erstaunt (und sehr demütig), wie viele Menschen mich auf Konferenzen oder sogar auf der Straße ansprechen, die meinen Podcast hören (und lieben ;-). Der Podcast wird für den Einstieg in das Thema „Compliance“ genauso verwendet, wie für den Deep Dive. Mir persönlich öffnet das Medium viele Türen und Zugang zu vielen unterschiedlichen Menschen, was ich besonders gerne mag.

wepodit: Warum eignet sich deiner Meinung nach gerade das Medium Podcast so gut, um über Themen wie Compliance zu informieren?

Martin Reichetseder: Das Thema „Compliance“ ist für viele Menschen zu komplex, nicht greifbar bzw. wird sehr oft als „verhindernd“, bzw. als Barriere und/oder sogar als „bürokratisches Monster“ verstanden. Durch den Podcast schaffen wir es, die eigentlichen Aufgaben von Compliance und die unterschiedlichen Wege bzw. Ansätze zu erklären. Niederschwellig – nicht dogmatisch oder theoretisch – sondern einfach und zielgerichtet. Eben aus der Praxis, für die Praxis.

wepodit: Welche Vorteile bietet dein Podcast für potenzielle Geschäftspartner:innen und Kund:innen?

Martin Reichetseder:  Der Podcast ist ein Nachweis, dass wir wirklich etwas vom Thema verstehen und nicht bloß „Software der Software wegen“ entwickeln. Wir digitalisieren Prozesse, die wir selbst täglich leben bzw. schaffen Lösungen für Herausforderungen, mit denen wir im beruflichen Alltag konfrontiert sind. Wir nehmen unsere Kund:innen durch den Podcast mit auf eine Reise und Interessent:innen lernen, welche Möglichkeiten es gibt. Wichtig war mir aber stets, den Podcast nicht als „Produktwerbung“ zu verstehen – tatsächlich findet unsere Produktpalette kaum im Podcast statt – vielmehr schaffen wir damit eine gewisse Themenhoheit und geben gerne die Richtung vor (auch für andere).

wepodit: Wie handhabst du die Episoden-Produktion? Von der Ideenfindung für Themen bis hin zur Aufnahme?

Martin Reichetseder: Eigentlich schreibt mein eigenes Leben als Leiter einer Rechtsabteilung und Compliance den Inhalt des Podcast. Ich weiß, welche Herausforderungen wir in der Praxis haben und darüber spreche ich mit anderen Kolleg:innen und Menschen, die eine besondere Expertise bzw. Erfahrung haben. Die Liste meiner Gäst:innen kann sich wahrlich sehen lassen. Das war zu Beginn meiner Podcast-Reise nicht absehbar. Plötzlich bewerben sich auch honorige Personen bei mir, um über ihre Themen in meinem Podcast sprechen zu können. Das ehrt mich sehr und lässt den Podcast über sich hinauswachsen.

 wepodit: Du moderierst den Podcast ja selbst. Wie waren die ersten Aufnahmen für dich? Warst du nervös, als du das erste Mal vor dem Podcast-Mikrofon gestanden bist? 🙂

Martin Reichetseder: Ich bin IMMER nervös, wenn ich vor das Mikrofon trete. Jede Aufnahme ist besonders für mich. Über die Zeit habe ich aber festgestellt, dass ich Solo-Folgen nicht mag. Allein vor dem Mikrofon zu stehen ist für mich eine besondere Herausforderung. Mittlerweile weiß ich, dass ich kein Fan von „Selbstgesprächen“ bin, sondern meine Stärke im Dialog liegt.

wepodit: Welche Erfahrungen und Tipps hast du für Unternehmen, die ebenfalls einen eigenen Podcast starten wollen?

Martin Reichetseder: Keinen Podcast starten, wenn man nichts zu erzählen hat. Man muss wissen, WARUM macht man den Podcast, WAS ist das Ziel, hat man die Zeit und die Motivation dafür. Ein Podcast macht sich nämlich nicht von selbst.

wepodit: Wie geht es mit „Code of C“ im nächsten Jahr weiter? Welche Ziele verfolgst du für 2026?

Martin Reichetseder: 2025 war rückblickend gesehen eine Reise durch das Compliance Management System. Diese Reise möchte ich mit Jahresende abschließen – somit wird es im neuen Jahr auch keine Solo Bootcamp Folgen mehr geben. 2026 möchte ich mich auf das konzentrieren, was den Podcast stark macht – Gespräche mit echten Praktiker:innen, die zu unterschiedlichsten Compliance-Themen etwas zu erzählen haben.

wepodit: Lieber Martin, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg im neuen Podcast Jahr 2026!

 

 

Die besten Settings für eure Podcast Aufnahme

Egal, ob du bereits einen eigenen Podcast hast oder einen Corporate Podcast für dein Unternehmen verwirklichen möchtest – entscheidend für den Erfolg des Projekts sind nicht nur der Inhalt und eine professionelle Nachbearbeitung, sondern auch ganz klar das ideale Aufnahmesetting. WO und WIE dein Podcast aufgenommen wird, wirkt sich nämlich entscheidend auf seine Qualität aus. Im dieswöchigen Blogtext stellen wir dir drei mögliche Aufnahme-Settings von wepodit vor.

 

Aufnahmesetting 1: wepodit Podcast-Studio

Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir unser Studio für eine Podcast-Aufnahme zur Verfügung stellen dürfen. Vielen unserer Corporate Podcast Kund:innen ist es auch am liebsten, wenn sie für neue Aufnahmen zu uns kommen und in Studioatmosphäre professionell begleitet werden. Was heißt „professionell begleitet“? Eine/r unserer wepodit Mitarbeiter:innen betreut die Aufnahme im Hintergrund und notiert in einem Skript bereits während des Interviews potenzielle Anmerkungen für den Schnitt. Zudem kümmert sich der/die Mitarbeiterin um die ideale Einstellung der Mikrofone. Apropos Mikrofon: Aktuell haben wir im wepodit Studio vier Mikrofone im Einsatz, alle von der Marke LEWITT. Der große Vorteil dieser Mikrofone ist, dass sie auch dann noch optimal aufnehmen, wenn ein Interviewgast beispielsweise dazu tendiert, am Mikrofon „vorbeizureden“. Das kann durchaus passieren, beispielsweise wenn jemand Notizen am Tisch liegen hat oder insgesamt sehr nervös ist. Um dem entgegenzuwirken, geben wir zwar einerseits Regieanweisungen, den Rest gleichen dann aber automatisch unsere High-Quality Podcast-Mikrofone und im Nachgang unsere Tontechniker:innen aus.

Aufnahmesetting 2: vor Ort im Unternehmen

Viele Kund:innen möchten ihren Podcast gern in „gewohnter“ Umgebung aufzeichnen. Kein Problem! Für die Aufzeichnung eines Corporate Podcasts kommen wir auch gern direkt zu euch. In der Regel lässt sich hier auch rasch ein geeigneter Aufnahme-Raum finden. Wenn möglich, sollte er mit so wenig Glas wie möglich ausgestattet sein, da dies tendenziell mehr Hall verursacht. Räume mit Teppichböden oder Vorhängen wirken sich dagegen positiv auf den Sound aus. Unser mobiles Aufnahmestudio wird vor Ort bei euch aufgebaut und die Mikrofone an den Podcast-Recorder angeschlossen. Sobald der „Start“-Knopf gedrückt ist, geht es auch schon los mit der Podcast-Aufnahme. Für eine Recording-Session rechnen wir in der Regel mit einer Stunde Zeitaufwand pro Episode. 

Aufnahmesetting 3: Remote über Riverside

Podcast Recording wird immer flexibler. Natürlich ist es für die Qualität noch immer am besten, wenn beide Interviewpartner:innen bei der Aufnahme vor Ort sind. Doch das ist bekanntlich nicht immer möglich. Umso besser, dass es mittlerweile tolle Remote-Aufnahme-Tools gibt, die Gespräche mit Gästen aus aller Welt in beeindruckender Qualität aufzeichnen – und das alles bequem über´s Internet. Das Tool, das wir bei wepodit am liebsten für Remote-Aufnahmen nutzen, ist Riverside.fm. Damit könnt auch ihr Audio- und Videoaufnahmen in Studioqualität erstellen, sogar bei instabilen Internetverbindungen. Dank der lokalen Aufzeichnung direkt am Laptop wird die Qualität der Aufnahme nämlich nicht durch Verbindungsprobleme beeinträchtigt. Abseits des Aufnahme-Tools sind für eine Remote-Aufnahme natürlich auch die Rahmenbedingungen essenziell.

Tipps für eine gelungene Remote-Aufnahme:

  • Sorgt für eine stabile Internetverbindung: Unterbrechungen während der Aufnahme können die Dynamik eines Gesprächs stören. Eine zuverlässige Verbindung ist daher essenziell.
  • Setzt auf hochwertiges Equipment: Auch bei Remote-Aufnahmen sollte die Audioqualität an erster Stelle stehen. Ein gutes Mikrofon (beispielsweise das RODE NT-USB Mini) und kabelgebundene Kopfhörer machen hier den Unterschied. Warum kabelgebunden? Wireless Kopfhörer wie Airpods sind durch die Bluetooth-Verbindung störanfälliger.
  • Schafft eine ruhige Umgebung: Hintergrundgeräusche sind der Feind jeder Aufnahme. Achtet darauf, dass der Aufnahmeort möglichst frei von Störquellen ist.
  • Bereitet eure Gäste vor: Nicht jeder Gast ist mit Remote-Aufnahmen vertraut. Eine kurze Einweisung in die verwendete Software kann Wunder wirken.

Fazit

Egal, ob im professionellen Studio, direkt bei euch vor Ort im Unternehmen oder remote über Riverside – das perfekte Aufnahmesetting ist immer jenes, das am besten zu euch, eurer Geschichte und euren Rahmenbedingungen passt. Mit der richtigen Vorbereitung, dem passenden Equipment und einem erfahrenen Team an eurer Seite steht einer qualitativ hochwertigen Podcast-Produktion jedenfalls nichts im Weg.

Ihr wollt euren eigenen Podcast starten oder bestehende Aufnahmen auf das nächste Level heben? Dann meldet euch bei uns! Wir begleiten euch von der ersten Idee bis zur fertigen Episode. Schickt uns eine E-Mail mit eurer Anfrage an office@wepodit.com

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